Wie man sich bei Facebook abmeldet – so geht’s

Hab gestern Mittag relativ spontan ein waghalsiges Experiment gestartet und die L├Âschung meines Facebook-Accounts beantragt. Womit wir schon bei den Facts sind: Ist tats├Ąchlich gar nicht so einfach oder Mark hat den Delete-Button ziemlich gut versteckt oder ich war zu faul l├Ąnger danach zu suchen oder was auch immer.

Ins Auge f├Ąllt lediglich immer nur „Account deaktiveren“. Damit legt man aber einfach sein Profil auf Eis und nach einem Log-In ist es eigentlich schon wieder so gut wie installiert (vor l├Ąngerem schon mal ausprobiert). Nach kurzer Recherche hab ich dann aber im Netz den richtigen Link gefunden, nur falls das mal jemand vorhat:

Da Facebook aber schwer und Zurecht an sich glaubt, gibt man den Abtr├╝nnigen nochmals zwei Wochen Zeit, um seine Entscheidung zu ├╝berdenken und um in den Schoss der Kolchose, sorry, ins blauwei├če Kommunikationsschlaraffenland zur├╝ckzukehren.

Inwieweit nach der endg├╝ltigen L├Âschung meine Daten bei Facebook gespeichert bleiben, will ich eigentlich gar nicht wissen. Bekanntlich ist die ganze Datenschutzchose der gro├če Kritikpunkt an diesem Sozialen Netzwerk.

Ansonsten hatte die Entscheidung ├╝berhaupt gar nichts damit zu tun, dass Facebook in irgendeiner Form Kacke (geworden) w├Ąre. Ganz im Gegenteil, w├╝rde sogar soweit gehen und behaupten, dass Facebook mit das Beste ist, was diesem, unserem Internet bislang widerfahren ist, Stichwort eben Kommunikationsschlaraffenland. Technisch seit jeher sehr stark, stabil und schnell, sind die M├Âglichkeiten sich gegenseitig auszutauschen auf ein neues, bislang bestes Level gehievt worden.

Zudem ist es ein m├Ąchtiger Spass und eine gute Informationsquelle zugleich und – womit wir bei den Problemen meinerseits w├Ąren – riesiger Zeitvertreib. Also ich geh einfach mal von meiner „Posse“ aus, hat man mal seine Wall von Leuten, die einen Nerven, bereinigt, ist Facebook an Entertainment kaum zu ├╝berbieten.

Seien es die kreativen Wortspiele vom Nachbar oder vom Big Al, Brittas Kampfeinsatz, Putte the Stuttgart CNN, das Gebruddel vom JoeJoe, das Gehipstere vom Tobsen oder die viele gute Musik vom Foffie, es gibt immer was zum Glotzen, H├Âren und Lachen. Und da ich mein Maul nicht halten kann, liebe ich es einfach immer und ├╝berall meist sinnfreie Kommentare zu hinterlassen, worauf wiederum d├Ąmliche Antworten folgen. Weiterhin freut man sich ├╝ber Gef├Ąlltmirs und Comments auf seine eigene Statusmeldungen oder Bilder und am Abend haste ne komplett matschige Birne.

Trotzdem sehe Facebook nicht so kritisch wie der Kollege oben im Video (obwohl das wiederum schon ziemlich gut ist, wie ich finde). Problem ist eben nur, dass ich schon vor langem die Selbstbeherrschung verloren habe, wie sie zum Beispiel Thorsten pflegt, behauptet er zumindest. Ich kann mir selbst keinen Riegel vorschieben und z.B. festlegen: Okay, ich log mich zweimal am Tag f├╝r f├╝nf Minuten ein und that┬┤s it. Nein, andauernd betrete ich die Bude. Ah, schnell gucken was in der letzten Viertelstunde passiert ist, ohoh, alles rot oben, so mitten im Arbeitsprozess, mitten im Text. Vollbremsung.

Jetzt hab ich eben gestern eine Vollbremsung eingelegt und probiere ohne M. Sugerhill auszukommen. Wobei, das steht f├╝r mich fest: Mein aktueller Account muss weg. Ein Kompromiss w├Ąre ein neues Profil anzulegen, nochmals bei Null anzufangen und bei wenig zu bleiben. So wie es einst mal losging. Oder vielleicht gr├╝nde ich eines Tages die erste Stuttgarter Gruppe der anonymen Facebooker.

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35 Comments

  1. says: se

    ha! is mir gestern abend schon aufgefallen, hab nach deinem profil gesucht, wollt dir ne kurze frage stellen, und merke, da is kein martin mehr, zumindest keiner mit deinem nachnamen. viel spa├č mit der neugewonnen freizeit!

  2. says: Aussenreporter

    mensch wohni, wollte gestern schon eine vermisstenanzeige aufgeben. woher wei├č ich jetzt, wann du wo gelaufen bist und welchen saft du danach geschl├╝rft hast? Alter!

  3. says: Martin Sp.

    Kann ich voll verstehen, obwohl ich nicht bei Facebook bin und es auch nie sein werde. Aber fr├╝her, also vor gar nicht mal so langer Zeit, hatte ich einen Account bei ICQ, bei Yahoo Messenger, mit AIM war ich auch zu erreichen. Und nat├╝rlich MSN Messenger. Gechattet was das Zeug hielt. Daneben noch einige Foren. Und heute? MSN Messenger habe ich noch, der lungert ziemlich arbeitslos in meiner Statuszeile. Der Rest ist seit mindestens 2 Computern nicht mehr installiert. Bei Panoramio lade ich ab und zu Bilder hoch (wenn wieder was ├╝ber’s Barrio bei Kessel.tv steht *g*), und freu mich ├╝ber Klicks. Das war’s dann aber auch schon. Geht auch so.

    Ach, und wie krieg ich eigentlich diese Facebook-App und die Twitter-App bei meinem Smartphone weg? (HTC HD2 mit Windows Mobile 6.5, fall es jemand wei├č)

  4. says: katha

    das ist so ein typisches Video, welches bei Facebook hochgeladen wird und ganz viele „Likes“ bekommt :D… schon skurril irgendwie

  5. says: Thorsten W.

    Ich finde man sollte einfach unverkrampft mit dem Thema umgehen, wie Martin es ja auch tut.

    Am spannendsten am Thema Facebook finde ich die Kommunikation – der Trend geht vor allem im privaten Bereich ja definitiv dahin, keine Emails mehr zu schicken, sondern ├╝ber Facebook zu mailen. Und das wird mit der erweiterten Email-Funktion, die bald kommen soll, definitiv noch st├Ąrker werden.

    Und in meinem Umfeld sehe ich in letzter Zeit die Entwicklung, dass nach und nach auch strikte Facebook-Verweigerer sich doch anmelden und dann sogar relativ aktiv sind…

  6. says: neongrau

    Danke Martin, du sprichst mir aus der Seele.
    Ich habe bei weitem zu viel Zeit bei FB verbracht und hab es dabei eigentlich auch immer genossen.
    Ich habe mein Profil vor einigen Monaten (8???) „nur“ deaktiviert – man will ja schlie├člich ne option haben eventuell doch nochmal zur├╝ck zu kommen – um ein bisschen weniger Ablenkung im Studien- und Arbeitsalltag zu haben. Umso l├Ąnger mein Profil inaktiv ist, umso sicherer bin ich mir, mit diesem Profil nicht mehr online zu gehen.
    Da bei mir in ein paar Monaten ein gro├čerer Umzu ansteht bin ich mir sicher, sp├Ątestens dann mit einem neuen (von Altlasten befreiten) Profil wieder online zu gehen. Muss ja informiert sein, was sich im Kessel so alles tut.

  7. says: Edding850

    Gratulation zu dieser Entscheidung! Man kann auch au├čerhalb des Facebook-Clubs bequem und digital bestens vernetzt kommunizieren.

  8. says: Annette

    Ich finde es irgendwie seltsam dass der Kerl im Video von „Clean“ redet. Dabei sieht er aus als w├Ąre er ganz schlimm auf Droge. Und die Tatsache, dass er seine M├╝tze so schief auf hat macht mich v├Âllig kribbelig. Da kann ich mich kaum auf die Zettel konzentrieren.

  9. says: chris

    ich habe bei mir rechtzeitig listen angelegt mit unterschiedlichen zugriffsrechten. so habe ich eine sehr gro├če liste an freunden die eigentlich gar nicht meine freunde sind. die sind in der liste „kein zugriff“ sie sehen au├čer meinem profilfoto nichts. sie k├Ânnen mir auch nur ne nachricht zukommen lassen.
    personen die auf mein komplettes facebook profil zugreifen k├Ânnen sind der zuckerberg weil ich das nicht verhindern kann und dann noch insgesammt 18 personen. der ganze rest kann eigentlich nur zum teil lesen oder einfach gar nix au├čer das tolle gef├╝hl zu haben auf fb mein freund zu sein.
    Ich nutze fb sehr gerne um mit personen, die vielleicht nicht gerade in stuttgart leben, in kontakt zu bleiben.
    sogar meine mutter hat sich schon angemeldet. so ist sie immer auf dem laufenden ├╝ber mich.

  10. says: Ben

    Ja wie gesagt, einziger Nachteil ­čśë F├╝r den Safari gibts sowas meines Wissens leider nicht, bleibt aber trotzdem der Browser meines Vertrauens!

  11. says: MethodMan

    Als Computer Fuzzy sollte ich eigentlich in Facebook sein, habe es aber noch nie geschafft. Manchmal ├╝berlege ich mir schon wie das w├Ąre, was sich ├Ąndert. Treffer ich Leute h├Ąufiger? gibt es interessante Gespr├Ąche wenn man Freunde nach nem halben Jahr wieder trifft? Oder ist es langweilig wenn man schon vorher ├╝ber das halbe Jahr Bescheid wei├č? Und zum Schluss entschlie├če ich mich aus den Gr├╝nden die Martin angesprochen hat nicht beizutreten.

    ein Bsp. was ich schon erlebt habe:
    Freund postet w├Ąhrend eines Restaurant Besuchs via IPhone das man im Restaurant XY ist und der Freund, der neben Ihm sitzt klickt mit seinem IPhone auf „I Like“.

  12. Das seh ich ja jetzt erst! Und ich frag mich die ganze Zeit, wer in meiner Freundesliste fehlt!! Komm sofort zur├╝ck!! Ansonsten bin ich jetzt schon ein bisschen stolz auf Platz drei hinter den zwei Platten- ├Ąh Wortspielern. ­čÖé Dar├╝berhinaus sage ich: Gef├Ąllt mir! Denn facebook ist facebook und das echte Leben findet wo anders statt (sogar meins). ­čśÇ

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