Mono-SOKO

Gestern super Folge von Mono Stuttgart, äh, Soko Stuttgart. Ein Spielort war Cheffes Mono am Wilhelmsplatz, dass die Autoren kurzerhand in die Haifischbar umgetauft haben. Weiß zwar nicht, wie man auf Haifischbar kommt, aber den Namen merke ich mir, falls das mit Inges und meiner Maik-Franz-Lounge nix wird.

Man wunderte sich ein wenig, wie viel Tageslicht oder was auch immer in die ehrwürdigen Räume einfällt und über diverse Abdeckungen zu der Tanzfläche. Aber kein Wunder, hinter den Vorhängen wurde in der Haifischbar legal, halblegal oder illegal gezockt. Ham se ne schöne schmierige Statisten-Crew zusammengecastet für.

Cheffe wurde quasi von Martin Semmelrogge gespielt, der Anfangs zum Kreis der Tatverdächtigten gehörte. Mir wäre es lieber gewesen, wenn sie Sympathieträger und Original Oscar selbst hingestellt hätten. Semmelrogge ist einer von den Schauspielern, bei denen du dir immer denkst, der ist bestimmt auch in voll echt total unsympathisch. Sein Sohn war übrigens neulich beim Promi-Dinner, der labert schon genauso schepps, wie wir Schwaben gerne sagen.

Apropos Schwaben: Ganz abgesehen davon, dass auch wieder die gestrige Folge SOKO absolut Deutscher Fernsehpreis verdächtig war, ist mir aufgefallen, dass in der Krimireihe ein Klischee bedient wird, dass mir selbst nach kurzer Überlegung fast kaum begegnet, nämlich das viele Schwabennamen auf „le“ enden. Konkrete Beispiele aus der gestrigen Soko-Folge: „Häberle“ und „Bäumle“.

Ich kenne so gut wie niemanden in meinem Bekanntenkreis, der so heißt. Die meisten tragen hartendende Nachnamen oder kommen aus aller Welt, darunter ein immens hoher Anteil an „ices“. Ist also der gute alte sanft ausrollende schwäbische Nachname vom Aussterben bedroht oder ist das nur eine persönliche Momentaufnahme?

Laut SOKO hat übrigens auch jeder Schwabe „sei Bähnle“ im Keller. Dieses Vorurteil wiederum möchte ich spätestens in 30 Jahren selbst bestätigen. Der Herr Wehle darf dann der Bahnhofsvorsteher sein.

SOKO Folge „Einmal Schwein sein“ in der ZDF-Mediathek, Haifischbar-Szene 1 ab circa Minute 17.

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15 Comments

  1. Ich kenn welche: Siegle, Hägele, Kienle… Musste jetzt aber auch länger überlegen. Das ist ja furchtbar. Eine vom Aussterben bedrohte Spezies! Ich wäre für gezielte Artenerhaltungsprogramme und Wiederaufzuchtstationen.

  2. says: franzi

    schaible kenn ich jemanden… und ganz schlimm öchsle! sie hat den namen auch nur von ihrem mann angenommen, da sie nach australien ausgewandert sind und des da niemand „versteht“ 😉
    hier hätte sie sich geweigert…

  3. Ou. Entweder das oder sie sind doch noch nicht so nah an der Ausrottung, wie wir vermuteten.
    Meine -les stammen jedenfalls allesamt nicht aus dem Stuttgarter Umfeld, sondern sind im Schorndorfer Raum angesiedelt. Da hinten isch ‚d Weld hald no in Ordnung!

  4. says: Philthy

    haifischbar gibts in köln auch eine. da gibts cocktails in komisch geformten gläsern und der dj steht wie zur strafe mit dem gesicht zur wand/dem rücken zu den gästen 😀

  5. says: dozy (aka dominik)

    ..und bestimmt gibt’s da auch ein hinterzimmer in dem dunkle geschäfte gemacht werden!? das impliziert der name „haifischbar“ ja schon fast 🙂

  6. says: JMO2

    Hab jetzt zum ersten Mal seit langem mal wieder eine Folge angeschaut und muss sagen, die Serie hat sich ja echt zum positiven verändert. Hat mir gut gefallen

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