52 Albums/44: Blur „Parklife“ by Anja Wasserbäch

Heute ein Beitrag zu unserer schönen Serie von Mamis liebster Autorin: Mrs. Anja Wasserbäch. Wir kennen uns seit ihren PRINZ-Tagen, zwischenzeitlich ist sie bei den Stuttgarter Nachrichten/Sonntag Aktuell gelandet, betreibt mit Gleichgesinnten den tighten Gig-Blog und ihr DJ-Duo heißt ebenfalls The Tights.

Als Indie-Disco-Mädchen durch und durch stellt Anja für uns das Album „Parklife“ von Blur vor. Wer legt mit Oasis nach?

Es passt perfekt, dass dieser Tage die Blur-Dokumentation „No Distance Left To Run“ endlich auch auf Doppel-DVD erscheint.

Grund genug hier auf kessel.tv an Blur und ihr großartiges Album „Parklife“ aus dem Jahr 1994 zu erinnern.

Anlass für die Dokumentation „No Distance Left To Run“ waren die zwei Riesenshows im Hyde-Park im Sommer 2009. Wer hätte schon daran glauben mögen, dass Damon Albarn und Graham Coxon jemals wieder miteinander reden, bzw. sich zusammen auf eine Bühne stellen. Danke!

So können wir jetzt ein bisschen nostalgisch sein. Auf DVD 1 das großartige Konzert nachgucken, und es bereuen, doch nicht nach London gereist zu sein. Viel besser aber ist sowieso DVD 2, die Dokumentation mit jeder Menge Interviews und der bewegenden Jahre der Band, die man damals ja ganz anders mitbekommen hat.

Wir Mädchen, die sich in den neunziger Jahren musikalisch sozialisiert haben, waren oft in London. Für uns war Blur eine Boygroup, nur ohne Choreographien. Für jede was dabei.

Als Blurs Album „Parklife“ mit den schönen Hunden auf dem Cover erschien, war ich 15. Auf einmal war die Grunge-Karohemden-Sache vorbei und der Pop da. Britpop nannte man das dann. Aber das war erst einmal egal.

„Girls & Boys“ war der Hit. Und: „Du bist sehr schön“, hat Damon Albarn nur für uns gesungen. Toll natürlich auch: „Parklife“, „This Is The Low“ oder „London Loves“. Und bei „End Of The Century“ dachte man daran, dass nach dem Millenium-Gedöns sowieso die Welt untergeht.

Dann gab es noch so Quatsch wie den „Battle Of The Bands“: entweder Blur oder Oasis. Ein Dazwischen gab es nicht.

Wir werden alle älter. Für alle Gossip Girls: Dave Rowntree kandidiert heute für die Labour-Partei, lädt mich via Facebook zu Demos in London ein, Alex James, der Seitenscheitel-Boy trägt jetzt nur noch Cordjacketts mit Lederellenbogenflicken und ist unter die Käsehersteller gegangen (das kann man alles in seiner wunderbaren Biographie „Bit Of Blur“ nachlesen). Mit Frau und fünf Kindern lebt er inzwischen irgendwo in den Cotswolds.

Graham Coxon hat ein paar Soloalben gemacht. Damon Albarn (seine Tochter nannte er Missy – nach Missy Elliott) ist ja mit den Gorillaz immens erfolgreich. Bleibt nur die Frage, was Justine Frischmann heute so macht.

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16 Comments

  1. says: Cathrin

    Was Wikipedia ausspuckt:

    „Frischmann moved to Boulder, Colorado in 2005, where she studied visual arts at Naropa University, a small, Buddhist-inspired liberal arts college. In July 2008 Frischmann married a U.S. college professor. Her first solo art show, „Deposit and Friend of Deposit“, was in 2008 at the Nalanda Gallery in Boulder. She now lives and works in Colorado.“
    Booooooring!

  2. says: martin

    hatten blur, speziell zur ihrer anfangszeit, nicht immer ne ganz eigene videoclip ästhetik? das album fiel ja noch in die gute mtv zeit und die singles haben sogar mir gefallen und ich hab damals immer überlegt die cd zu kaufen. aber kohle hat nur für däschno-maxis gereicht.

  3. says: JMO2

    „Parklife“ hab ich auch, schöne Platte. Hab mich jetzt dafür entschieden das SWR4 Faschingsradio auszuschalten und dafür auf vai Youtube Blur zu hören 😀

    Und danke für den Hinweis auf die DVD, scheint interessant zu sein

  4. says: Johnny Utah

    Parklife fand ich zwar ok, war mir aber fast ein bisschen zu sehr Britpop.
    Leisure und Modern Life is Rubbish, die beiden Vorgänger fand ich besser, die gingen eher noch so in die Richtung Madchester/Rave:
    http://www.youtube.com/watch?v=HlY6rmQfNt4
    Das eher elektronische Think Tank ist auch supi!
    Den Vergleich mit Oasis hab ich nie verstanden, musikalisch sind das für mich zwei paar Stiefel!

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