Letzte Woche war ja Doppelgängerwoche bei Facebook – ich hab mir kurz überlegt, mitzumachen, hab’s aber dann doch gelassen. Aber immerhin war das einer der originelleren Facebook-Wellen in letzter Zeit – und die Doppelgänger-Profilfotos reichten von sehr gut getroffen bis etwas zu hoch gegriffen.
Die Welle gab’s wohl auch in England, und die Musik-Bibel NME hat passend dazu ein paar Rockstar-Doppelgänger (dieses deutsche Wort wird anscheinend auch im Englischen benutzt, lustig) zusammengesucht – was teilweise sehr witzig ist.
Wir reden ständig von NuRave, aber wie sah eigentlich der Old Rave aus? Bürokollege Chris hat hierz einen Thunderdome `96 Video gefunden. Wird hinten raus immer besser.
Also fast wie heute. Musik sowieso, auch modisch knapp auf einer Linie mit 2010. Okay, die Brillen sind heute schicker. Aber wo sind die Mädchen?
Der Rave-Hype findet am Donnerstag, 11. März 2010 seinen vorläufigen Höhepunkt: The Bloody Beetroots geben im Rocker 33 ein Konzert. Was auch immer das in ihrem Fall heißen mag.
Rein objektiv betrachtet könnte man die Italiener wohl als Leader of Knüppel bezeichnen, “Superstars” der Szene, oft gewünscht in letzter Zeit, rein subjektiv gesehen finde ich sie eher schrecklich. Gut, was heißt schrecklich, mir ist das meist bissle zu aggro was die machen. “Awesome” feat. The Cool Kids fand ich aber z.B. super.
Ihr Karriereverlauf ist ganz interessant, denn die beiden Wrestler, die stets mit Masken auftreten, sind meines Erachtens Kinder der internationalen Musik-Blogs, also immer schön fleissig Tracks raus scheißen bis mal einer um die Ecke kommt und dir einen Deal anbietet.
Zwischenzeitlich auf Steve Aokis Dim Mak gesignt, was man wiederum als Leader-Label bezeichnen könnte, ist letztes Jahr ihr Album “Romborama” erschienen. Weiterhin spielt man allein im März und April knapp 30 Gigs unter dem Namen The Bloody Beetroots Death 77. Was das mit den Death 77 bedeutet weiß ich nicht.
Karten gibts im VVK für 22 Euro im Theflashgib und Thirdrail-Shop im Rocker-Gebäude – da aber irgendwie wohl schon wieder nicht mehr, klickt man auf den Link auf der Rocker-Seite. Der Run auf die Karten ist laut Rocker 33 ziemlich groß.
Südafrika ist nicht nur für die WM gerüstet, sondern bringt uns auch den “Rap Next Level Shit” – das behauptet zumindest “Die Antwoord” von sich.
Das skurrile Trio aus einer Art abgefuckter 3D, einer gefühlten 12jährigen und einem leicht lethargischen Dickerchen geistert seit Tagen durchs lokale Netz und spaltet die Meinungen. Ich find die eigentlich ganz lustig bzw. spannend.
Ninja, Yo Landi Vi$$er und DJ Hi-Tek (nicht zu verwechseln natürlich mit DEM DJ Hi-Tek) machen laut eigener Aussage Rap-Rave bzw. “Zef-Rap-Rave”. Zef ist sozusagen das südafrikanische “feddalder” oder “bam oida” oder einfach ein Synonym für übercool (“even more than fucking cool”).
So lustig, peinlich wie auch extrem unverständlich Günnies Englisch sein mag – letztendlich ist es doch ein weit verbreitetes Problem. Passend dazu am Freitagabend aufm Weg runter in die Stadt passende Werbung in der S-Bahn gesehen.
Mir jedenfalls würde so ein Kurs auch nicht schaden.
Wir hatten zwar erst vor drei Wochen ein Dubstep Mix von Gemineye im Angebot, aber der vorliegende Mix von Christian Ludy geht meines Erachtens in eine ganz andere, tiefere Richtung.
Christian hat bereits im Hochsommer einen geraden Mix abgeliefert und begeistert sich ebenso für Dubstep. Ich selbst bin in dem Thema so gut wie gar nicht drin, kauf mir ab und zu mal ein Album von einem bekannten Künstler wie Martyn und ganz selten eine Maxi, aber der Sound gefällt mir ziemlich gut – wie auch der Mix von Christian. Vielleicht weil die Musik so vielschichtig, spannend und irgendwie geheimnisvoll klingt. Uiuiui, geheimnisvoll!
Wie auch immer, das Set gefällt, wusste gar nicht, dass Dave Clarke Dubstep macht, zwar etwas viel von einem Künstler namens Headhunter dabei, aber der wäre halt einfach gut, meint der Ludy.
Wir wünschen jedenfalls viel Spaß beim Eintauchen…
Jawohl, Deutschlands letzter Entertainer (okay, das war jetzt etwas zu weit gegriffen, aber er ist ja schon ein ganz Großer), setzt im 2010 seine “Wir Kinder vom Bahnhof Soul” Tour samt Band Disko No. 1 fort und gastiert am Freitag, 19. März in der Schleyerhalle. Kriegt er bestimmt ausverkauft der Jan. Tickets gibts ab 37,05 Euro.
Die Aftershowparty wird übrigens von 0711 im Romy S. ausgerichtet, Lein-Ab Schowi und DJ Mad (Beginner, Tour-DJ). Der Chef wird sicherlich auch vorbei schauen, weil das Romy, das kennt er. Hat ja dort schon aufgelegt.
Mittels handelsüblicher Aufkleber an meinem Briefkasten versuche ich das auch den Zeitungsausträgern klar zu machen. Vergebens. Ist mir nach meiner Rückkehr aus Berlin erst wieder schmerzlich klar geworden. Und meiner Nachbarin auch. Frau J. kann es nämlich gar nicht haben wenn ‘des Glomb’ aus meinem Briefschlitz guckt.
Aber was soll ich denn noch machen? Vielleicht muss ich deutlicher klar machen, dass ich Edeka-Prospekte, Angebote vom Anwalt aus der Nachbarschaft und Döner-Bestelllisten als Werbung empfinde. Vielleicht mit nem neuen Schild. Weitere Vorschläge?!
lassen Sie mich bitte ihr Gleitgel sein, damit sie schön ins Wochenende hineingleiten können. Schmieren Sie sich mit mir ein und flutschen Sie durch.
Beim Flutschen können Sie heute Abend schon etwas gutes tun, denn im Romy steigt die Dance for Haiti Party.
2 Euro pro Gast und 1 Euro pro (Patze, was ist “por”? verkauftes Getränk gehen hierbei an die Erdbebenopfer von Haiti. Mit dem Ex-Schwaben und längst Berliner Len Faki als Tanzlehrer steppt man also für eine gute Sache.
Technohausen kommt am heutigen Freitag auch bestens im Rocker 33 auf seine Kosten, wenn die Herren Eyerer und Thomas Schumacher am “Schtizzi” sind. Zack da sind se.
Ich war nie so der riesige Schumacher-Fan, aber hab hier ne aktuelle Maxi “Slow/NYC” liegen, die hat richtige Seele. Sauber.
Alle Helden mit oder ohne Bart am Start wie man sieht.
Die gefühlsechte Feier hingegen steigt in der Corso. We Love Music feiert zweijähriges Jubiläum.
Ich hoffe, Andy Bird ist nach seinen vielen Fragen an uns am vergangenen Montag wieder fit. Ansonsten trifft blondes Haar auf DJ Unterhemd.
Gerade House-Beats hingegen gibts am Freitagabend in der Finca…
…wo gleich dreifach Geburtstag gefeiert wird.
Das Moulin Rouge sieht übrigens folgendes vor: Am Freitag DJ Tease, DJ Device und kleine Live-Einlage von Philippe Heithier und am Samstag Electro live von Linda & Fidanskibeat.
Linda haut dabei ihre eigenen Tracks aus der Büchse und Fidan singt. Davor und danach DJ-Programm mit Pascal Neron und Steffen Eric Walker.
Grundsolide Electronic ist am Samstag auch im Rocker von Ada aus Köln geboten.
War die nicht mal Brünette? Ansonsten zitiere ich Kollegen Weh, der Ada auch für die Motor FM Sendung Clubsandwich aufbereitet hat.
“Das Rocker 33 hält heute mit einem Live-Act dagegen, der gleich zwei Besonderheiten bietet: Er ist von einer Frau, und er ist analog. Die Frau heißt Ada, kommt aus Köln und ist dort eine feste Größe in der Kompakt-Minimal-Szene. Aber Computer und Softwaresynthesizer mag sie nicht, weshalb ihr Set-Up aus rein analogen Geräten besteht.
Das klingt spannend und verspricht ein musikalisch interessanter Abend zu werden, zumal ab 23 Uhr auch die Stuttgarter Jesus Rodriguez und Oliver Hauf an den Plattenspielern bereitstehen.” Bier her, Bier her, oder ich fall um.
Aight, dann sind noch die Schweden Minilogue im Römy. Beziehungsweise einer davon.
Ham letztes Jahr mit “Jamaica” und so tierisch abgeräumt. Lieblinge vom Babba.
Und im Ohhi ist die Ohhi-Crew…
…was auch immer das genau heißt. Wahrscheinlich alle Start, bis auf eben 62 Prozent aller PRINZ-Leser, aber ich wiederhole mich.
Sauber. Wer mich sucht, gibt jetzt ein RAM-App fürs iPhone. Einfach kaufen (5,99 Euro). Ich kanns auch sagen: Heute Suite, Morgen Tonstudio. Thorsten, where you at?
Es gibt Alben, die sind bei Veröffentlichung einen eigenen Post hier wert. Ein neues von Massive Attack gehört sicher dazu – und heute wird “Heligoland” (übrigens tatsächlich das Englische Wort für Helgoland) veröffentlicht. Und im Vorfeld wurde nicht nur bekannt, dass die Band jetzt wieder in voller Originalbesetzung ist, sondern das Album hat auch vorab sehr gute Rezensionen bekommen.
Dank des Links gestern von Martin konnte ich mir das Album schon mal vorab anhören – und ich kann die Begeisterung der Rezensenten durchaus teilen. Auch wenn MA nie wieder an die Dichte des ersten Albums “Blue Lines” herankommen werden (was sie meiner Meinung nach auch nicht mit “Protection” geschafft haben), birgt es doch wieder die alten Qualitäten in sich, die man geschickt in die Neuzeit transformiert hat, ohne sich wie auf “100th Window” zu verrennen.
Will heißen, die überwiegenden düsteren wie tiefen Beat- und Klangstrukturen klingen einerseits nach neuen Wegen, aber andererseits wieder mehr nach Massive Attack. Zärtlich an der Oberfläche mit wuchtigem Unterbau. Dafür muss man die Platte aber ein paar Mal hören. “Heligoland” fällt definitiv in die Kategorie: Wird jedes Mal noch besser.
Und es besticht durch sehr sorgsame Auswahl von Sounds sowie Gastsänger, die schwer zu toppen sind: Horace Andy, der alte Roots-Reggae-Haudegen, hat schon bei “Blue Lines” für Gänsehaut gesorgt, Martina Topley-Bird kennt man noch von Tricky und mit Blur- und Gorillaz-Mastermin Damon Albarn kann man sowieso nix falsch machen.
Meine Favourite Tracks sind “Splitting The Atom”, “Girl I Love You” (beide mit Horace Andy) und “Paradise Circus” mit Hope Sandoval, das sich schon vor Veröffentlichung im Internet als Liebling verbreitete.
Hier noch mal der Link zum Stream des kompletten Albums und auf iTunes kann man es natürlich auch kaufen.