Vinyl Sales weltweit von 1973 bis 2014

LPvinylsales1973-2014

Diese Graphik hat in den letzten Wochen bestimmt der ein oder andere schon mal gesehen. Die letzten Jahre ist (bekanntlich) von einem Vinylcomeback die Rede. Die Verkäufe sind so gut wie seit Mitte 90 nicht mehr, aber ich denke, es ist jedem (Kenner) klar – trotz Urban Outfitters Plattenabteilung und einer Vinyl-Sektion im Saturn – dass Vinyl seit der EinfĂĽhrung bzw. Massenverbreitung der CD zu einem Nischenprodukt geworden ist und auch eines bleiben wird, egal wie momentan die Pressewerke unter der Last der Reissues ächzen, die dann ziemlich teuer eben im UO oder Saturn landen (immer wieder ein schöner Anblick, wie diese komplette Popgeschichte beworben mit: Remastered! 180g! Doppelvinyl!). Schocken sollte die Graphik also nicht.

Unter dem Titel „Vinylstau – wie sich das Vinyl-Comeback auf Techno auswirkt“ erklärt Stefan Goldmann in der aktuellen Groove, wie es gerade in den Presswerken zugeht („eigentlich könnte man den ganzen Tag Pink Floyd pressen und damit wirtschaftlich glĂĽcklich werden“) und man sich als kleines House/Techno-Label (oder auch sogar der groĂźe Aphex Twin) hinten anstellen muss, und dass es GerĂĽchten zu Folge namhafte Electronic-Labels gibt, die schon bei 170 verkauften Copies ne Flasche Schampus aufmachen und die Frage, warum kleine Vinyl-only-Labels so gerne Geld verbrennen. Lesen, interessant.

Tanith, der (wahrscheinlich) den Begriff „Vinyltrottel“ erfunden hat, fasst die etwas böse Essenz des Artikels zusammen.

I like to be a Vinyltrottel und guck jetzt ersma, was es so neues gibt, mit dem man den Keller weiter vollstellen kann.

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12 Comments

  1. says: Peter

    Ha, da bin ich ja auch ein Vinyltrottel, allerdings der andere, „der wegen seinen paar Scheiben meint in jeder Diskussion den authentischen Verfechter des schönen, wahren und guten Vinyls raushängen lassen zu mĂĽssen“

  2. says: MartinTriker

    Ich muss endlich mal weitermachen meine Vinyl-Sammlung zu digitalisieren. Erweitern tue ich die aber nicht mehr. Zwei Weinkisten langen.

  3. says: cHiller

    Auch interessant fĂĽr alle „Vinyltrottel“, die immer den ĂĽberlegenen Klang von Schallplatten als Argument bringen: (Tue ich sicher auch hier und da mal)

    “A lot of people that buy vinyl today don’t realize that they’re listening to CD masters on vinyl, and that’s because the record companies have figured out that people want vinyl. And they’re only making CD masters in digital, so all the new products that come out on vinyl are actually CDs on vinyl”

    Ist ne Aussage von Neil Young (hat sicherlich etwas Ahnung von der Industrie) und bezieht sich auf den aktuellen Vinylhype. Bezieht sich wahrscheinlich hauptsächlich auf Pressungen der letzten paar Jahre, aber sollte man durchaus mal berücksichtigen wenn es wieder um die ewige Grundsatzfrage geht.
    Quelle:
    http://www.musikexpress.de/news/meldungen/article692925/neil-young-musik-auf-vinyl-zu-hoeren-ist-ein-blosses-fashion-statement.html

  4. says: martin

    hmmm. das kommt aber glaub auch auf die musikrichtung an oder? also ich sag mal, gerade im house techno bereich wird für vinyl gemastert. (hatte da erst neulcih mit einem stuttgarter produzenten ein gespräch drüber)

  5. says: cHiller

    @Martin: Ganz bestimmt. Steht glaub ich in dem verlinkten Artikel auch noch drin, dass es nicht komplett so ist wie Young behauptet, sondern bei vielen Labels auch speziell fĂĽr Vinyl gemastert wird.
    Die Möglichkeit sollte man aber im Hinterkopf haben, wird sicherlich bei einigen Labels so „auf die Schnelle“ gemacht…

  6. says: MartinTriker

    @JMO2: Hast du keine Nachrichten gelesen? Die wolle doch die Promillegrenze fĂĽr Radfahrer senken. Da kann ich doch gar nicht mehr saufen!

    AuĂźerdem, mĂĽsste es nicht heiĂźen „Geh Wein saufen“?

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