Paulinenbrücke: Dokufilm „Unter der Paule“ von Uwe Kassai

Essen ist im reichen Stuttgart nicht für alle Menschen selbstverständlich, wohnen ebenso wenig. Diese Tatsache lässt sich in der Regel leicht verdrängen, wenn man nicht so recht hinschaut. Aber einen prominenten Ort mitten in der Stadt gibt es, an dem die Welten unweigerlich aufeinander treffen: „Unter der Paule“.

Der Dokumentarfilmer Uwe Kassai begleitet in der Corona-Krise die Menschen, die täglich dort sind, mit der Kamera.

Simon, Iva und Marvin haben kurz nach Beginn der Pandemie den Paule-Club gegründet. Unter der Paulinenbrücke in Stuttgart, dort wo Substituierte, Obdachlose und Menschen in prekären Lebenssituationen so etwas wie ein Wohnzimmer haben, organisieren sie nun trotz aller Corona-Umstände einmal am Tag eine Essensausgabe auf der Straße. Substituiert, Hartz4-versorgt und in vielem bevormundet nehmen sie diese Sache selber in die Hand, fangen an sich zu organisieren.

Zum Beispiel rund um „Harrys Bude“, bei der Essensausgabe mit dem Lastenrad oder am „Schlafwägele“, einer mobilen Übernachtungsmöglichkeit für Obdachlose.

Die Heinrich-Böll-Stiftung zeigt den Kurzfilm als Online-Premiere mit anschließender Diskussion.

„Unter der Paule“, Donnerstag, 20.05.2021, 19:00 Uhr
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