Buch: Der Stuttgarter Hauptbahnhof – vom Kulturdenkmal zum Abrisskandidaten

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Ende letzter Woche wurde bekannt, dass der geplante Infopavillon f├╝r Stuttgart 21 am Schlossplatz nicht realisiert wird. Wenn ich das richtig verstanden hab, war man sich ├╝ber den Standort nicht einig. Da hat unser OBle mal kurz die Rei├čleine gezogen.

Au├čerdem wusste man eh nicht so recht, was man in dem Pavillon eigentlich genau zeigen will, hie├č es in der Zeitung. Vielleicht nen paar Flyer vom Tiefbahnh├Âfle? Wie auch immer, die Anti 21 Leute freuen sich jetzt nat├╝rlich tierisch und sagen, wenn man nicht mal so eine Infob├╝x f├╝r eine Million umsetzen kann, wie wird das dann erst bei der tiefer gelegten Hochgeschwindigkeitstramstation, die uns Seegen und Anschluss an Europa verspricht?

Ich selbst war mir ├╝brigens noch nie so recht im Klaren dar├╝ber, ob ich die ganze Sache gut finden soll oder nicht. Dumm irgendwie, denn immerhin gehts um die wichtigste (und teuerste) st├Ądtebauliche Ver├Ąnderung des Jahrhunderts. Vielleicht fahr ich zu wenig Zug (also Fernverkehr) und bin eh kaum am HBF und denk nur oh je, 30 Jahre Gro├čbaustellenkrieg. Eins ist sicher: Die Planer haben eine wichtige Komponente vergessen.

Bei dem Infopavillon Ged├Âns fiel mir ein, dass ich zu Weihnachten dieses wirklich tolle Buch von Matthias Roser bekommen habe. Der hat 1987 schon mal eins ├╝ber unseren HBF ver├Âffentlicht, das war wohl etwas wissenschaftlicher. „Der Stuttgarter Hauptbahnhof“ ist auch f├╝r Menschen geeignet, die zuletzt die 50 Cent Biographie gelesen haben.

Das Buch erz├Ąhlt, stets sch├Ân bebildert, die Vorgeschichte und Entstehung des vision├Ąren HBF von Bonatz, den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg (den Bonatz angeblich Honorarfrei betreut hat) und die Verschandelung (zumindest dem Autor nach) in den 70er und 80er Jahren, Stichwort Arnulf-Klett-Platz. Roser ist ein ziemlicher Traditionalist und Stuttgart 21 Gegner.

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Interessant fand ich auch, dass unser G├╝nther „die Friseur sitzt“ ├ľtti Oettinger den kompletten Schlossgartenfl├╝gel samt ├ťberdachung der Gleisanlagen als „H├╝ttenkruscht“ bezeichnet. Vielleicht dachte er dabei gerade aber auch nur an sein Elternhaus in Ditzingen.

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9 Comments

  1. says: kutmaster

    Es geht auch glaub ich schon irgendwie los. Bei deinem letzten Lauf hasde sicher auch die Mega Absperrungen in den unteren Anlagen beim Landespavillion gesehen.

    Sieht f├╝r mich so aus als ob das Planetarium bald weg sein wird… was hat das damals noch mal gekostet? ­čÖé

  2. says: kutmaster

    „Vom Umzug des Planetariums erhofft man sich eine Verdopplung der Besucherzahl auf rund 300.000 Personen. “

    Ganz klar – die Mercedesstrasse gilt ja als DIE Flaniermeile Stuttgarts. (hehe… zumindest nach Fussballspielen….)

    Ich muss schon sagen. Unsere Stadtplaner w├Ąren, h├Ątten sie nen Job in der freien Marktwirtschaft wahrscheinlich schon l├Ąngst auf HartzVier bei dem K├Ânnen, das die an den Tag legen.

  3. says: Waschl

    Das Geld kommt zu den gr├Â├čten Teilen von Bund und Land. Es wurde damals f├╝r ein gro├čes St├Ądtebauliches Projekt vergeben. Beworben hat sich zB. M├╝nchen mit M├╝nchen 21.
    Und das die da dr├╝ben das Geld kriegen, will ja nun wirklich keiner…

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