Laufevents in Stuttgart und Region: der Ludwigsburger Citylauf

Nachdem ich neulich den Stuttgarter Halbmarathon verpasst habe, lief mir der Ludwigsburger Citylauf über 10 KM vergangenen Samstag gut rein.

Citylauf_2009_Plan

Start 20.00 Uhr. Gute Uhrzeit, wenn man die Nacht zuvor unterwegs war. Also auf in die Barockstadt und erst mal mit der neuesten Lauf-Fashion das Revier markieren.

startnummerholen

Shirt von Asics, Modell „Ram, Swabish by Nature“; Hose von Gore

Der Ludwigsburger Citylauf hat zwischenzeitlich amtliche Dimensionen angenommen. Über 5000 Teilnehmer gingen an den Start, für den Hauptlauf um 20.00 Uhr waren 3000 Läufer gemeldet.

Startnummerausgabe war etwas stressig. Ganz Ludwigsburg war abgesperrt und die Kiddies sind gerade gelaufen und man musste einen riesigen Bogen machen, um zum Kulturzentrum zu gelangen, wo es die Startnummern gab.

Im Kulturzentrum lag, wie immer bei der Startnummerausgabe großer Lauf-Events, ein schönes Düftchen aus Schweiß, Toilette und der Mensch an sich in der Luft. Fein und schnell wieder raus und warmlaufen.

warmlaufen

Schuhe Nike Air Pegasus 25+; Socken Falke; Brille Adidas, Modell Maulwurf

Ich bin nicht so der Warmläufer. Mach das eher aus Gruppenzwang, weil ich sonst ein schlechtes Gefühl bzw. Gewissen bekomme. Beim Warmlaufen merkte ich aber, uiuiui, ob das heute was wird?

Ich hatte natürlich ein Ziel, 40 Minuten oder drunter. Das ist relativ ambitioniert (also vier Minuten pro Kilometer, Durchschnittsgeschwindigkeit 15 km/h), aber ich fühlte mich auch den ganzen Tag schon ziemlich flau und müde.

Also hab ich mein Vorhaben etwas revidiert und stellte mich brav in den Startblock mit Zielzeit 45 – 50 Minuten. Fand ich übrigens cool, dass man sich nach eigener Einschätzung in den jeweiligen Startblock stellen konnte. In Berlin wollen beim Start 40.000 Leute neben Haile Gebrselassie stehen.

Stars waren auch in Lubu Vorort. Vom Sprecher groß angekündigt Martin Beckmann (plus Frauchen Stephanie), der schon 20.000 Mal den Stuttgarter Halbmarathon gewonnen hat, kam mit zwei Laufgenossen (Namen vergessen) vom Marathontraining aus St. Moritz extra nach Ludwigsburg um zu zeigen wo der Bartel den Moscht holt. Call it Tempodauerlauf oder Intervall-Training. Warmer Applaus von uns Hobbys und den zahlreichen Zuschauern.

Beckmann hat auch schon mal in Lumberburg gewonnen, wie wir im spontanen Interview vor dem Start erfahren. Die Drei trainieren aktuell für die Marathon-WM in Berlin, irgendwann im August, und absolvieren gerade 200 KM die Woche. Am Sonntag nach Lubu stand ein langer Lauf in St. Moritz an. Also drei Stunden.

Dann ging es endlich los und ich hab es für meine Verhältnisse ruhig angehen lassen. Normalerweise spring ich gleich nach dem Start in jede freie Lücke und will so schnell wie möglich frei meinen Rhythmus laufen. Raubt aber voll Kraft.

Kilometer eins hatte ich trotzdem nach 3:50min oder so, Kilometer zwei nach circa 7:50min. Hossa dachte ich, läuft richtig gut an. Aber so gings neulich in Feuerbach auch los. Also ruhig Blut und zwischendurch ein Kuss für die Fans.

küssdiehand

Das ging aber genauso locker fluffig weiter. War dann erst mal aufm Vierer-Schnitt, die fünf Kilometer passierte ich nach exakt 20:00 Minuten. Da dachte ich mir, okay, heute kannste mal was reißen. Also bin ich zwischen KM Fünf und Sechs „explodiert“, gerade bei der Steigung beim Blühenden Barock hoch. Habs sie stehen lassen, wie der Lance.

Dann ständig auf die Uhr schauen, hochrechnen, wann kommt der nächste Kilometer? Ab Kilometer Acht dann bissle gebissen und auf einmal seh ich 50 – 100 Meter vor mir den Pacemaker für 40:00 Minuten. Yeah! Pacemaker sind Leute, die hängen sich einen Ballon um die Hüfte mit ihrer Zielzeit drauf. An die kann man sich dann ran kletten.

Also hab ich zum Pacemaker aufgeschlossen, auf der Zielgeraden überholt, mit ihm abgeklatscht („Danke Mann!“) und er: „Zieh! Zieh! Zieh!“ Und dann bin ich abgedampft. Hab voll viel Jubel bekommen. Glaub ich zumindest. Aber kurz vor dem Ziel musste ich mit dem Sprinten aufhören weil das Kotzgefühl extrem groß war und hätte ich auch schier… Aber bei 38.44min ist das schnell verdrängt. Fett Mann!

freudenachmlauf
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14 Comments

  1. says: NICE

    ah ok
    hab letzte woche mal beim esslinger lauf mitgemacht und da geht das halt über vier runden. und wieviel spaß das macht sich die 2,5km mit 1500 leuten zu teilen, die man ab der 2 runde schon überrundet kannst dir ja vorstellen. das ist so wie beim mitternachtsshopping durch die königsstrasse zu joggen. 🙂

  2. says: martin

    nee, war hier total easy. hatte auch erst meine bedenken, weil der startbereich sehr eng war (vor allem für über 3000 leute), aber hat sich echt gut aufgeteilt, die leute haben sich wie oben beschreiben brav einsortiert und man konnte schon bald frei laufen.

  3. says: Vit

    Junge, junge … du hast aber auch echt amtliche Oberschenkel mittlerweile… nicht so typische Läufer-Stengel wie der der Kollege mit 1844.

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