Neue Pläne für den Stuttgarter Marktplatz


Visualisierung: Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung

Die Stadt Stuttgart hat neue bzw. weitere Pläne für die anstehende Umgestaltung des Marktplatzes vorgestellt. Unter anderem soll es einen neuen Bodenbelag geben, der Marktbrunnen wird auf die Ebene des Platzes angeglichen (durch anheben oder durch umbauen), es soll evtl. einen zweiten Brunnen geben und eine neue Beleuchtung für nachts. Ingesamt will die Stadt 8,4 Millionen Euro in den Marktplatz investieren.

Wichtig dabei sowie seit dem Scholz-Ende schmerzlich vermisst: Es soll wieder Gastronomie geben. Dinkelacker Schwaben-Bräu wird den Ratskeller unter dem Rathaus bewirtschaften und die vor dem Rathaus liegende Terrasse, die bekanntlich sonnenmäßig nicht so attraktiv ist. Dazu soll eine weitere, noch nicht definierte Außenfläche kommen. Und Breuninger hat ebenso shon Bedarf an einer Außengastrofläche angemeldet.

Presseinfo Stadt Stuttgart: 

Schon lange wird darüber diskutiert, wie der Stuttgarter Marktplatz attraktiver gestaltet werden könnte. Jetzt hat das Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung ein aktua­lisiertes Sanierungskonzept vorgelegt. Der Ausschuss für Umwelt und Technik hat diesem am 6. März zugestimmt und beschlossen, dass die Planungen auf der vorhandenen Grundlage fortgesetzt werden. Außerdem sollen die weiteren Planungsleistungen europaweit ausgeschrieben und vergeben werden.

Der Plan der Stadtverwaltung sieht vor, dass anstelle der abgewinkelten Treppe die Platzniveaus so angeglichen werden, dass künftig ein behindertengerechter Zugang direkt zur Rathauspassage gewährleistet ist.

Außerdem soll der Marktbrunnen saniert und stufenfrei zugänglich gemacht werden. Ob dafür eine Anhebung um rund 30 Zentimeter oder eine Anpassung der umgebenden Flächen infrage kommt, muss noch genauer untersucht werden, zumal das Landesamt für Denkmalpflege einer Anhebung bislang nicht zustimmt.

Vorgesehen ist auch, die Einfassungen der Pflanzbeete um zirka 30 Zentimeter zu kürzen. Statt den derzeitigen Holzbänken soll eine Beplankung der vorhandenen Hochbeete großzügige Sitzflächen um den Brunnen schaffen.

Der gesamte Marktplatz soll durch einen hochwertigen ­Natursteinbelag optisch auf­gewertet werden. Angedacht ist ein Granit-Natursteinbelag. Gleichzeitig müssen der Abschnitt der Marktstraße bis zur Eberhardstraße und die Münzstraße bis zum Sporerplatz, die als Hauptzufahrten zum Marktplatz dienen, neu gestaltet ­werden. Die übrigen zum Platz führenden Straßen werden ­dagegen erst in einem weiteren Bauabschnitt erneuert.

Im weiteren Verlauf der Planungen soll geklärt werden, wo und wie ein Fontänenbrunnen als modernes Pendant zum historischen Marktbrunnen auf dem Platz realisiert werden kann. Damit der gesamte Platz auch nachts gut zur Geltung kommt, ist die ­Erarbeitung eines Beleuchtungskonzepts notwendig.

Deutliche Verbesserungen sind auch in Sachen Außengastronomie angedacht. So wurde bereits im Dezember 2017 im Verwaltungsausschuss der ­Vermietung der Ratskeller­gastronomie an die Dinkelacker-Schwaben Bräu GmbH & Co. KG zugestimmt.

Ein wesentliches Kriterium für den Mieter war dabei sowohl die Bewirtschaftung der vorhandenen Terrasse am Rathaus als auch einer neuen, etwa 150 Quadratmeter großen temporären Außenfläche auf dem Marktplatz.

Die genaue Lage dieser Flächen muss allerdings noch mit den Gremien ab­gestimmt werden. Darüber hinaus be­absichtigt die Firma Breuninger im Laufe dieses Jahres Flächen am Marktplatz für eine gastronomische Nutzung anzumieten.

Für das gesamte ­Projekt hat der Gemeinderat im aktuellen Doppelhaushalt 8,4 Millionen Euro ­bereitgestellt. Nächster Schritt ist nun das aufwendige, europaweite Ausschreibungsver­fahren für die Planungsleistungen, das mindestens sechs Monate in Anspruch nehmen wird.

Die Weiterplanung des vorliegenden Konzepts kann somit frühestens im Herbst ­beginnen. Ziel vor diesem ­Hintergrund ist es, noch Ende 2019 mit den ersten Maßnahmen für den mindestens ein Jahr dauernden Umbau des Marktplatzes zu be­ginnen.

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