So ein Theater

Es gibt ja sowas wie Lebensabschnitts-Lieder. Immer wenn man die hört, denkt man an damals – als Franz Beckenbauer noch Kanzler war oder Helmut Kohl die Nationalmannschaft trainiert hat, zum Beispiel.

Hab auch so was: Jahrelang dachte ich, dass The Clash die beste Band der Welt wären und ihre Platte „Stink“ die beste Platte der Welt. Leider wurde man als 11 Jähriger selten darüber informiert wenn sich rausstellte, dass die große Schwester des besten Freundes ihre Kassetten nachlässig beschriftet hatte.

„Stink“ war von den Replacements, nur die restlichen Lieder auf dem Tape waren von The Clash. Dabei stand da laut und deutlich „The Clash Stink“ auf der Kassette. Trotzdem: Jedes Mal wenn ich „Kids don’t Follow“ höre, denke ich: „The Clash sind auch ganz schön gut.“ Zum Glück wird Joe Strummer das nie erfahren.

Wer auch so eine Schrulle spazieren trägt, der kann heute – wie meine Altpunkerkumpels sagen:  „für umme“ – ins Theater und sich „Alles in Ordnung“ im Rahmen von „Was ist was wert?“ anschauen. Läuft im Theater Rampe. Einfach an der Kasse Lieblingslied zuzüglich Erinnerung aufschreiben und gegen Theaterkarte tauschen. Super Deal eigentlich.

Nach dem Stück reden Eva Hosemann und Andreas Vogel über „Musik als Anker der eigenen Biografie“. Dann gibt’s satte DJ-Disco-Action mit Andreas Vogel im Bühnenbild.

Noch mal herzblattsusimäßig: 19 Uhr, Theater Rampe, Filderstr. 47, S-Süd

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