Bushido macht Praktikum

(Nix besseres gefunden, Cosimo geht immer) 

Bushido will in die Politik gehen beziehungsweise eine Partei gründen. Das hat er nicht erst neulich groß angekündigt und alle stürzten sich auf das Thema, die Titanic hat es vor rund zwei Wochen am besten auf den Punkt gebracht…

…sondern schon mal vor zwei Jahren angedeutet, hatten wir auch hier drauf.

Aktuell scheint bei ihm das Projekt Politik derartig Priorität eins zu sein, dass er gerade ein Praktikum im Bundestag absolviert, genauer gesagt bei dem Bundestags-Abgeordneten des Wahlkreises Schwäbisch Hall – Hohenlohe Christian Freiherr von Stetten (CDU). Wie es zu dieser Schwaben-Berlin-Allianz kam weiß ich nicht, ich weiß nur, dass ich mal, nach etwas Training, mit dem Renndrad nach Schwäbisch Hall fahren könnte, sind hin und zurück 150 Kilometer. Auf diese Steine können sie bauen – Bushido-Hall.

Der werte Freiherr betont gegenüber der Welt Online, dass der Mann von Mesuts Ex keine Sonderbehandlung bekommt. „Er hat seinen Schreibtisch in meinem Büro wie andere Praktikanten auch.“ Kann man sich das vorstellen? Bushido am Schreibtisch sitzend? Tu mich schwer. Gegenüber der BZ wiederum meint der schwäbische CDUler, Bushido sei „hochinteressant“ und „hochintelligent“.

Hochinteressant auch die Pressemitteilung, die gestern von Stetten rausgehauen hat,  also im Praktikumszeitraum von Bushido.

Zunächst denkt man, dass nicht nur Stefan Kaufmann aus Weilimdorf dem Thema Gema angetan scheint, sondern auch seine Parteikollegen. Weiterhin kann man spekulieren, ob da der einwöchige Praktikant die Initiative ergriffen hat.

Wäre nach Sichtweise sowohl kontraproduktiv als auch ein ehrenhafter Einsatz. Zum einen weiß man, dass Bushido ein Faible für Geld hat und sicherlich vom GEMA-System mitunter ganz okay profitiert, je nachdem z.B. wie seine Stücke im Radio liefen, das mit Karel Gott ging bestimmt ganz gut, bei anderen Tracks wäre ich mir da nicht so sicher.

Auf der anderen Seite wird gerade er wissen, das in Clubs manchmal der Grundstein für höhere Musikkarrieren gelegt wird – kenne persönlich allerdings keinen Laden, in dem Bushido läuft oder lief.

Die Anti-Gema-Tarifreform-Maschinerie läuft derweil auf Hochtouren. Vergangenen Montag haben in Berlin über 5000 Leute gegen die geplante Tarifreform demonstriert, am Samstag soll bundesweit unter dem Motto „Es ist fünf vor zwölf“ in vielen Clubs für fünf Minuten die Musik ausgestellt werden, berichtet der Spiegel. Ob es das allerdings in Stuttgart bringt weiß ich nicht. Um fünf vor zwölf sind die Läden, die ich kenne meist noch leer – und bei angekündigten 30 Grad sowieso.

 

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7 Comments

  1. says: MCBuhl

    Ne, da versteh ich kein Spaß: Hohenlohe ist nicht Schwaben. Hohenlohe ist fränkisch. Baden-Württemberg, ja, klar, aber nicht Schwaben.

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