Bloggen kann teuer werden

Das Schöne am Bloggen ist ja, das es nix koschtet und jeder machen kann. Zumindest wenn man sich für die Blogspot-Chose entscheidet, hat man genau null Ausgaben. Deswegen gibt´s so viele Blogs. Ist wie mit Techno. Kann jeder produzieren, deswegen gibt es unendliche viele Veröffentlichungen und immer mehr Labels. Obwohl alle die Krise beheulen.

Wenn man allerdings im Urlaub bloggt, sollte man etwas vorsichtig sein. Laut einem Artikel unserer Lieblingszeitung taz hat Kai Diekmann, BILD-Redaktions-Häuptling und einer der beliebtesten Deutschen, während seines dreitägigen (!) Marokko-Urlaubs 42.000 Euro (!) Roaming-Gebühren angehäuft, weil er dauernd Bilder und Videos auf seinen 100-Tage- Blog Kaidiekmann.de knallte (mal draufklicken, ist so eine Art „künstlerische“ Zusammenfassung seiner 100 Blog-Tage).

Ich kenne mich mit Roaming-Gebühren im Ausland absolut nicht aus, aber das klingt abartig hoch.

Wie auch immer, die Telekom bittet Herrn Diekman stramm zur Kasse und der wiederum bat schockiert seinen alten Buddy René Obermann, oberster Angestellter Telekom, die Rechnung doch mal zu überprüfen. Der entgegnete, Dieki solle sich doch bitte wie alle anderen motzenden Kunden hinten stellen. Laut TAZ zahlt die Rechnung sowieso die BILD und nicht Diekmann privat.

Was lernen wir daraus? Don´t blog outta Marokko!

Zum TAZ-Artikel

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9 Comments

  1. says: neongrau

    http://www.youtube.com/watch?v=rX7wtNOkuHo

    Sorry, was anderes fällt mir dazu nicht ein.
    Offensichtlich scheinen Menschen, die ihre Rechnungen im Normalfall nicht selbst zaheln (ACHTUNG, fiese Vermutung) äußerst unreflektiert mit Geld umzugehn.
    Mein gesunder Menschenverstand (Oder liegts dran, dass ich Schwabe bin?) muss mir doch sagen, dass das nen Arsch voll Geld kostet. Und wenn ichs genau wissen will, informier ich mich VORHER über du eanfallenden Kosten.

    Vielleich dachte er sich ja auch einfach „Das Beschte oder nix“?

  2. says: anska

    Ich seh schon die nächste Schlagzeile…“Kessel TV bittet blogger zu Spende..ab jetzt darf nur noch nach Abgabe von den gelben Seiten oder den Mr. Wash-Sauger Gutscheinen geposted werden!“

  3. says: Whiskydrinker

    Da hab ich mich schon gestern darüber krank gelacht und dann nur noch gewundert. Wer sich ebenfalls wundern möchte:

    Marokko ist bei T-Mobile in Ländergruppe 3. Da kosten 50 kB 79 Cent.

    Bei 42.000 Euro muss Kai also läppische 2,6 GB Traffic verballert haben.

    Und jetzt kommt der zweifelnde Nerd, ob es sich nicht um irgendwelches virales Marketing handelt.

    Kai ist bei T-Mobile, da kann er laut Homepage von T-Mobile in Marokko UMTS nur im Netz von IAM nutzen. IAM hat eine maximale Geschwindigkeit von 1,8 MBit/s mit HSDPA. Das bedeutet, dass da maximal etwa 230 kByte/s über die Leitung gehen. Also müsste Kai für 3,25 Stunden mit maximaler Datenrate nonstop Daten übertragen haben.

    In der Praxis erreicht man aber ziemlich sicher keine 230 kByte/s wie im Labor, sondern deutlich weniger. Knapp 100 kByte/s dürften realistisch sein. Damit verlängert sich das Surfen mit voller Ausnutzung der Leitung über die ganze Zeit schon auf über 7 Stunden.

    Wenn er nur EDGE haben sollte (geht bei beiden Netzen in Marokko), dann kommt er so auf 40 kByte/s. Mach dann etwa 18,5 Stunden Dauersurfen mit vollem Durchsatz.

    Und das soll er dann in drei Tagen geschafft haben?

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