Band of Bloggers

Setzisetzen_shooting

(Lights – Camera – Action Setz’schen)

Erst hochalpines Motivations- und Leadership-Wochenende, dann Fototapeten-Shooting: aus dem kleinen, sympathischen Turnschuh-Blog von nebenan wird zunehmend ein Big Player im Medienzirkus.

Next level: Wir lassen uns wie Jérome von Jay-Z managen. Oder zumindest von dem Typen, der Timo Hildebrand jahrelang beraten hat – der scheint ja ein Händchen zu haben.

kessel.tv – das ist inzwischen kein Blöggchen mehr, sondern längst eine Success-Story in 12 Punkt Arial, die sich selber weiter schreibt. Wir denken da deshalb auch in Punkto Merchandise out-of-the-box und in Mousepads, To-go-Becher und Jutetaschen.

Und deshalb war auch gestern Fotoshooting. Wir brauchten bimetrische Bewerbungsfotos für stuggi.tv – und der gute Maximilian Schwarz mit seiner ohnehin schon guten Portraitserie hatte Bock und eine Kamera.

Exkurs: Beim Schulfotografen musste man früher ja immer ankreuzen, ob man nur die Passbilder mit Zahnspange als Abzug will oder das Klassenfoto auch. In der 9c haben wir mal mit dem Mathelehrer Steim aus Schülern eine „Wurzel aus…“ gelegt. In der Mitte saß der Pauker Steim und wir waren die Wurzel allen Übels.

Die Wurzel aus dem Mathelehrer führt heute übrigens das Fluxus und möbelt demnächst unser Lieblings-Einkaufszentrum auf, aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Im Vorfeld des Fotoshootings stellte sich natürlich die Frage, was man anzieht (‚Dresscode Dunkel. Eher Setzer als Elbe.’), ob jemand zum pudern kommen soll (‚gnihihi, höhöhöhö, für mich auch’), und ob es H’ugo’s Trüffelkoks sein muss oder ob es das normale aus dem Cavos tut.

Mir selber war morgens schon peinlich, dass ich abends etwas riechen würde, weil ich mich beim Hundespaziergang eingeschwitzt hatte, aber vor dem Termin nicht mehr nach Hause kommen sollte. Blöd, denn lauter Blogger auf einem Bild und einer davon der kuschelfreudige Setzer – da war eigentlich vorher klar, dass das nachher eng werden würde für 9×13.

Eigentlich hätte man’s ja so machen können, dass ich auf unserem schönen Village People Starschnitt der Indianer mit dem freien Oberkörper, dem Kopfschmuck und ohne das müffelnde T-Shirt bin. Haben wir aber nicht.

Nachdem wir mit den Einzelportraits für unsere Autogrammkarten durch waren, kam die große Frage: „Was sollen wir denn auf dem Gruppenfoto machen?“Wie soll denn das eigentlich werden?“

Wie ein Bandfoto – war der Plan. Aber was für ne Band, da gingen die Meinungen auseinander. Da merkte man dann schon den Generationsunterschied und die Gräben zwischen den Plattensammlungen. Wie so ne Band also, die sich wegen musikalischer Differenzen auf ihrem Bandfoto auflöst, bevor sie sich überhaupt richtig gefunden hat.

Während die einen also unter Band mindestens Motörhead, die Band verstanden, war für andere Band sowas wie Zoot Woman, die Band. Wobei ich gar nicht weiß, wie die auf Fotos so rumstehen. Und die dümmsten Ideen werden im Zustand der Unentschlossenheit geboren. Also hatte jemand im Off den Vorschlag, wir sollten doch wie Blogger posieren. Plötzlich waren wir schon in der Liga von Die Prinzen, die Band.

Au ja, was mit Stift oder Maus oder wir gucken alle ins iPhone oder noch besser: wir machen ein Selfie.

So rasend schnell ging der Niedergang von die Prinzen, die Band zu Die Hörste, die Band. Das Ergebnis gibt’s ab der Septemberausgabe als Starschnitt über 24 Ausgaben im Wochenblatt. Save the date, collect them all.

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