Eine Woche im März 2020

Schocken, proTON, Yart, Samstag 14. März

14. März. Nightlife-Shutdown-in-Wohnungen-rumhocken-Opening-Event

Abends: Etwas ratlos hocken meine Frau und ich am Esstisch. Ja, was machen wir jetzt? Sollen wir noch RAUS? „ICH muss auf jeden Fall raus, ich MUSS DAS sehen!“, sag ich, also die Shutdown-Innenstadt. WOHIN sollen wir aber genau? Einfach mal loslaufen! Die sind alle beim Dings daheim. Können wir da dazustoßen? Ich check mal. Ja passt. Okay, dann laufen wir mal los mit diesem Ziel. 

Unser üblicher Gang: Downtown Reinsburg. Am Gerber vorbei. Durch die Marienstraße. Darkness, Motherfucker! (Dave Chappelle Voice). Hirschbuckeltreppe runter, Fotos vom schlafenden Schocken, proTON, Yart, abgebogen in die Hans-im-Glück-Zone, oh wow, ist das KRASS. Wir klingeln bei einer Wohnung über dem Kottan. Große Begrüßungsfreude. 

Genau eine Woche nachdem ich meinem Geburtstag drei Stockwerke tiefer gefeiert habe, hocken wir zu siebt, acht am Tisch, werden dicht und dichter, rennen zwischendurch wie Teenies zum REWE, ab und zu schlechtes Gewissen, ist das überhaupt okay, was wir hier gerade tun? 

Wahrscheinlich absolut nicht. Schnaps. Wir stoßen mit Eierbechern als Schnapsgläser an, mein Sinnbild dieses ersten Abends in einer neuen, uns bis dahin unbekannten Ära. Das Zeitalter der privaten Leergut-Generierung hat begonnen. Zu zweit, zu viert, zu zehnt, je nach Lage, je nach Erlaubnis von Winnie und Angie. 

Dieser 14. März ist seitdem der neue Dauerloop, in verschiedenen Kombinationen und Variationen. GaLieGrü an alle. An meine über alles geliebte Frau, an meine gesundgebliebenen Eltern, Schwester inkl. Neffe und an die unzähligen grandiosen Menschen um uns herum, mit denen die letzten zwölf Monate trotz allem einzigartig und immens wertvoll geworden sind. 

Danke.

Eine Woche im März 2020. Never fucking forget.

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