Patacon Obi in Heslach

Alles, was man im Leben mal gemacht haben sollte, kann man eigentlich ziemlich gut in Heslach machen. Außer Fallschirmsprung vielleicht.

Neuerdings auch saumäßig gut westafrikanisch essen. Im Patacon Obi, einem kleinen Streetfood-Imbiss in der Böblinger Straße. Dort kocht die superfreundliche Vanessa Obi gute, einfache Rezepte aus Nigeria, wo ihre Eltern herkommen, und Kamerun, wo sie selbst geboren wurde.

Das liest sich auf der kleinen Speisekarte recht unspektakulär und schmeckt umso besser. Long live Kochbanane & Rock’n’Roll. Wobei: Vanessas Soundtrack an diesem frühen Abend der gesamte Backkatalog von Celine Dion ist. Gemixt mit Dialogfetzen vom Nebentisch:

Machst du Sport?

Paintball.

Ah, deshalb hast du dich bei einem Rüstungskonzern beworben.

Dann kommt auch schon der schöne Probierteller mit Reis, Kochbanane, Kidneybohnen in einer feinen Sauce und so aufgepufften Teigdingens mit Chilli. Schmeckt alles super.

Wir fangen schon mal an, sonst wird’s kalt – sagt der Nebentisch. Gut, denkt sich der Paintballschütze, kann ich ja solange noch was vom Paintball erzählen und dem Typ von kessel.tv ein paar schöne Flöhe ins Ohr und auf den Blog setzen:

Wir schießen mit ner Feuer-Frequenz von…(Straßenbahn U1 fährt vorbei und ich verstehe die Zahl leider nicht) pro Sekunde. .. das ist sehr munitionsintensiv. Das geht ins Geld. Ich bin aber auf einer eher munitionssparenden Position. Und die Kugeln sind ja sowieso biologisch abbaubar… 

Und dann erst sehe ich, dass ich die ganze Zeit unter einem Veronika Kienzle Plakat saß. Auf dem sie ankündigt, dass sie am Samstag auf den Erwin-Schoettle-Platz zum Boule spielen kommt. Boule – das Paintball der Pazifisten.

Mit biologisch abbaubaren Kugeln und mit einem Abstecher zu Patacon Obi, hoffe ich.

Patacon Obi,
Böblinger Straße 96,
Mo-Sa 11-20 Uhr
Website, Insta

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