Corona: 25 Neuinfektion nach Privatfeier im Club

Suprise: Corona ist noch da. Schwierig alles. Sommer, Urlaub, PlĂ€tze voll mit Menschen, man wusste es ja doch, aber vielen fĂ€llt es schwer sich an die Regeln zu halten, man kennt’s vielleicht auch von sich selbst.

Jedenfalls steigen die Neuinfektionen wieder und das leider aus dem Partykontext heraus. Was natĂŒrlich nicht geil ist, wenn sich viele anderen Gastros sehr viel MĂŒhe geben, alles korrekt und gewissenhaft umzusetzen.

Anfang des Monats hatten sich etwa 40 Menschen in einem Club getroffen, um privat einen Geburtstag zu feiern. Mehrere Teilnehmer waren zuvor in Kroatien, wo sie sich offenbar infiziert hatten. Neben 24 Teilnehmern ist nun auch eine Kontaktperson eines Infizierten positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Es sollen mehr Kontrollen und Konsequenzen geben. Mehr unten.

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Coronavirus: 25 Neuinfektionen nach Privatfeier in Club – Eindringlicher Appell an Gastronomen – BĂŒrgermeister kĂŒndigt Kontrollen und Konsequenzen an 

Nach einer Feier hat das Stuttgarter Gesundheitsamt 25 Infektionen mit dem Coronavirus festgestellt. Anfang des Monats hatten sich etwa 40 Menschen in einem Club getroffen, um privat einen Geburtstag zu feiern. Mehrere Teilnehmer waren zuvor in Kroatien, wo sie sich offenbar infiziert hatten. Neben 24 Teilnehmern ist nun auch eine Kontaktperson eines Infizierten positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

Der BĂŒrgermeister fĂŒr Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Martin Schairer, sagte am Mittwoch, 12. August: „Wir leben in einer Pandemie, das Virus macht keinen Urlaub. Die Lockerheit Einiger kann zu einem Lockdown fĂŒr Alle fĂŒhren. Das wollen wir verhindern und das öffentliche Leben weitest möglich aufrechterhalten.“ Er hat daher Gastronominnen und Gastronomen in der Stuttgarter City angeschrieben und an ihre Verpflichtungen erinnert. 

In dem Schreiben heißt es: „Die Gastronomiebetriebe bilden als attraktive Treffpunkte fĂŒr die Menschen die Basis fĂŒr die Wiederherstellung der urbanen Lebenskultur in unserer Stadt. Damit kommt dieser Branche eine zentrale Verantwortung hinsichtlich der Verhinderung der Ausbreitung des Virus zu.“

Die Vorgaben der Corona-Verordnung seien daher zwingend einzuhalten oder umzusetzen. Schairer appelliert eindringlich an die Gastronomen ihrer „besonderen Verantwortung in der aktuellen Situation bewusst“ zu werden und im „eigenen Interesse ihren Teil zur Überwindung dieser beispiellosen Krise“ beizutragen. 

 Als zentrale Punkte werden aufgefĂŒhrt: 

– die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m zwischen den GĂ€sten, der nur bei nahen Verwandten, Angehörigen des eigenen Haushalts und deren Partnern sowie bei bewusstem Zusammentreffen von bis zu 20 Personen nicht gilt, 

– die Begrenzung der GĂ€stezahl, so dass diese Mindestabstandsregeln innerhalb der GastrĂ€ume oder in der AußenbewirtschaftungsflĂ€che eingehalten werden können, 

– die regelmĂ€ĂŸige und nachhaltige LĂŒftung von GastrĂ€umen, 

– die regelmĂ€ĂŸige Reinigung oder Desinfektion von hĂ€ufig berĂŒhrten OberflĂ€chen und GegenstĂ€nden wie etwa den TischflĂ€chen und den Speisekarten, 

– die Erhebung der Kontaktdaten der GĂ€ste und 

– die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung fĂŒr Mitarbeiter mit direktem Kundenkontakt. 

Die Stadt erreichen immer wieder Hinweise oder Berichte, wonach es zum Teil schwerwiegende VerstĂ¶ĂŸe gegen diese Auflagen gibt. Schairer schreibt: „Vor diesem Hintergrund wird auch die Landeshauptstadt Stuttgart als zustĂ€ndige Infektionsschutzbehörde ihrer Verpflichtung zum Schutz der BĂŒrgerschaft nachkommen und gegen die Missachtung der geltenden Vorschriften mit der gebotenen HĂ€rte des Rechts – erforderlichenfalls bis hin zur Schließung einzelner, grob regelwidrig gefĂŒhrter Betriebe – vorgehen.“ 

Dr. Florian Hölzl, der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamts, unterstĂŒtzt diese Vorgehensweise: „Das neuartige Coronavirus lĂ€sst sich nur eindĂ€mmen, wenn wir Infektionswege nachvollziehen und damit auch unterbrechen können. Wenn sich Restaurant- und Barbetreiber oder ihre GĂ€ste nicht an die Vorgaben der Corona- Verordnung halten, erschwert uns dies die Nachverfolgung oder macht sie gar unmöglich, denn die Netze von Kontakten werden zunehmend komplexer. Dies könnte einer unkontrollierbaren Ausbreitung des Virus TĂŒr und Tor öffnen. Gezielte Maßnahmen zur EindĂ€mmung von Infektionen sind dann auch nicht mehr ausreichend. Das zu verhindern – durch Einhaltung hygienischer Grundregeln – ist auch Aufgabe jedes Einzelnen.“ 

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