Resolution des Gemeinderats: Keine Gewalt in Stuttgart

Der Stuttgart Gemeinderat hat am Donnerstag, 25. Juni die Resolution “Keine Gewalt in Stuttgart” verabschiedet (einm├╝tig, acht Enthaltungen). “Hemmungslose Gewaltt├Ąter versucht unserer Stadt ein Gesicht zu geben, f├╝r welches sie noch nie stand und niemals stehen wird.” Man betont die Liberalit├Ąt, die Toleranz und den wechselseitigen Respekts seit Rommels Tagen.

Anbei die Resolution im Wortlaut.

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Resolution des Gemeinderats: Keine Gewalt in Stuttgart

Mit tiefer Best├╝rzung haben die Stuttgarterinnen und Stuttgarter die schrecklichen Geschehnisse in der Stuttgarter Innenstadt vom 20. Juni 2020 zur Kenntnis genommen. In jener Nacht haben hemmungslose Gewaltt├Ąter versucht unserer Stadt ein Gesicht zu geben, f├╝r welches sie noch nie stand und niemals stehen wird.

Stuttgart war und ist seit den Tagen Manfred Rommels eine Stadt der Liberalit├Ąt, der Toleranz und des wechselseitigen Respekts. Der Gemeinderat der Landeshauptstadt Stuttgart setzt sich daher mit aller Entschlossenheit daf├╝r ein, dass dies auch k├╝nftig so bleibt.

In einer Stadt, in der eine Vielzahl von Menschen aus aller Welt zusammenleben, arbeiten und f├╝reinander Sorge tragen, hat es keinen Platz f├╝r Gewalt und gewaltt├Ątige Auseinandersetzung. In Stuttgart ist die Gemeinschaft gepr├Ągt und getragen von gegenseitigem Respekt, Freiheit, Frieden und Sicherheit f├╝r alle Stuttgarterinnen und Stuttgarter auf dem Boden des Grundgesetzes.

Diese gemeinsamen Werte haben Stuttgart ├╝ber viele Jahrzehnte zum Paradebeispiel f├╝r ein erfolgreiches Zusammenleben gemacht.

Wer aber diese Selbstverst├Ąndlichkeiten missachtet und hemmungslos Gewalt wie am letzten Wochenende aus├╝bt, legt Hand an das Fundament unseres Zusammenlebens, egal, ob er im Stadtgebiet lebt oder von au├čerhalb in unsere Stadt kommt.

Dabei ist es uns wichtig, dass nicht pauschal ganze Gruppen verurteilt werden, wie manche jetzt ungerechtfertigt die Party-Szene verantwortlich machen wollen, sondern dass die T├Ąter als das bezeichnet werden was sie sind: hemmungslose Gewalt- und Straft├Ąter. Der Umstand, dass es vor Ort sehr viele Unterst├╝tzungsbekundungen f├╝r die T├Ąter gab, die dadurch noch aufgeputscht wurden, macht uns besonders betroffen. Umso mehr m├Âchten wir uns bei den

Menschen bedanken, die gro├če Zivilcourage gezeigt und sich gegen diese T├Ąter gestellt haben. Wir verurteilen mit aller Sch├Ąrfe die gegen die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten sowie Rettungskr├Ąfte angewandten Gewalttaten und die begangenen Sachbesch├Ądigungen. Es ist erschreckend und abscheulich, mit welcher Lust und mit welchem Antrieb die Lebensgefahr von Freunden und Helfern in Dienstuniform in Kauf genommen wurde.

Der Gemeinderat verurteilt folglich in aller Deutlichkeit die Gewalt gegen unsere Polizei und unsere Rettungs- und Hilfskr├Ąfte – heute und morgen. Unser Dank gilt all diesen f├╝r ihren gef├Ąhrlichen Einsatz f├╝r uns alle und unsere guten W├╝nsche sind bei den Verletzten aus den Reihen der Polizei.

Kein Anlass, kein Geschehen, keine Thematik, keine Bewegung und auch kein pers├Ânliches Schicksal rechtfertigen die Verletzung von Recht und Gesetz wie es in Stuttgart geschehen ist.

Trotzdem m├╝ssen wir uns alle gemeinsam der Frage stellen, woher diese Gewalt am vergangenen Wochenende in Stuttgart kam und welche Umst├Ąnde dazu gef├╝hrt haben, dass so viele Menschen es geschehen lie├čen und zugeschaut haben. In den kommenden Wochen gilt es, gemeinsam verst├Ąrkt geeignete Ma├čnahmen und Aktivit├Ąten anzugehen, damit es nie wieder zu solchen Gewaltexzessen in unserer Stadt kommen kann.

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