Ab in den Sueden

Foto: Suedheim

Keine Ahnung, wie lange Mathias Bach mit seiner Suedheim-Platte im Kopf durch die Stadt geschlurft ist. Grobe Hochrechnung: wahnsinnig lange. In der Zwischenzeit haben sie ihn gleich zwei Mal ins Museum gehängt.

Einmal im Rahmen der Kolchose-Ausstellung und einmal bei der „Punk in Stuttgart“-Geschichte. Ungefähr das ist es auch, was man über Matze Bach wissen muss. Achso, und natürlich, dass “In deinen Schuhen” von Suedheim jetzt endlich raus ist.

Was man vielleicht auch noch ganz interessant ist: Es gibt anstrengende Musik und anstrengende Musik. Das ist ein himmelweiter Unterschied. Anstrengende Musik nervt, weil es anstrengt, sie hören zu müssen. Man freut sich, wenn das Lied endlich vorbei ist.

Anstrengende Musik dagegen, wie zum Beispiel die von Suedheim, ist super, weil man zuhören muss. Nix da: nebenher bügeln, Steuererklärung, Twitter oder rummachen. Högschde Konzendration – sonst verpasst man was. Klarinettensolo zum Beispiel. Also, ich glaube, dass das eine Klarinette ist. Saxophon gibt’s auch. Geil. Ist doch eines, oder?

Wasserstandsmeldung: Tom Liwa, Bücherregal, Bernd Begemann ohne Pop, Beatles in der Leimschnüffelphase, Post Rock Zeug, Folk und was Rio Reiser einst ins Blumenbeet geworfen hat. Anstrengend, gut anstrengend. Und auch a bissle, wie ich mir Jazz vorstelle, der nicht im Bix stattfindet.

„Über die Schwierigkeiten beim Hören der eigenen Stimme auf einer Tonaufzeichnung“, ist freilich ein sagenhafter Liedtitel. Haben Suedheim wahrscheinlich nicht so gemeint, aber ich stimme vollkommen zu: Man kann auch ohne eigenen Podcast glücklich sein. Und achso: Finale von “Big Ol’ Ballad” – sagenhaft. Episch.

“In Deinen Schuhen” gibt’s unter anderem bei Second Hand Records (Leuschnerstraße 3, S-Mitte) und bei Ratzer Records (Hauptstätter Str. 154, S-Sued, hihi). Grüße, bitte. Oder halt zum Download drüben bei Bandcamp.

Zum Vorspickeln:

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