China in 20 Zahlen

Hallo meine Lieben, ich war in China, und ich hab für Euch die ultimativen Reisetipps und den besten Nasi Goreng in ganz Asien!!!

Nee, natürlich nicht. Aber der jährliche #territorytrip von Kumpel TKZ und mir hat uns in diesem Jahr nach China geführt – fünf Tage Hongkong, fünf Tage Peking. Und neben sehr vielen “Ist das echt euer Ernst?”-Momenten sind natürlich sehr viele Eindrücke aus einem Land hängengeblieben, über das man viel hört, aber doch wenig weiß.

Deshalb eine Reihe beeindruckender und vielleicht oft eher unbekannter Zahlen.

1,7 Mrd. Menschen leben in China, das ist 1/5 der Weltbevölkerung (Quelle).

Bild: Die Verbotene Stadt (Kaiserpalast) in Peking, die heute ein (fast) komplett begehbares Museum ist.

Knapp 19% ist der Anteil Chinas am globalen Bruttoinlandsprodukt – die ganzen Leute WERTSCHÖPFEN also auch ordentlich was weg (Quelle).

Bild: Macao. Ein Tagesausflug von Hongkong, hier haben sie sieben Casinos aus Las Vegas nachgebaut, nur noch größer. (Wer noch nicht in Las Vegas war, was nicht schlimm ist, wenn man noch nie in Las Vegas gewesen ist, die Casinos dort sind bescheuert riesig.)

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180 Millionenstädte gibt es in China, d.h. Städte, die mind. 1 Mio. Einwohner haben. 180!

Bild: Hongkong vom The Peak aus fotografiert, einem Aussichtsberg über der Stadt. Und von dort hat man wirklich eine der besten Aussichten der Welt, schwör.

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Ab dem Jahr 2030 dürfen in China keine neuen Autos mit Verbrennungsmotor mehr zugelassen werden (in Indien, wo weitere 1,7 Mrd. Menschen leben, übrigens ebenso). (Quelle)

Bild: Kein Porsche Cayenne, sondern eins der berühmten Klone eines chinesischen Autoherstellers.

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40% seiner produzierten Autos verkauft VW in China, Mercedes-Benz immerhin 25%. Was die Zahl oben noch mal in ein anderes Licht rückt. (Quelle)

Bild: Hongkong, die Stadt mit der höchsten Milliardärsdichte der Welt.

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Apropos – 373 Milliardäre gibt es in China, damit ist das Land auf Platz 2 hinter den USA und vor Deutschland auf Platz 3. (Quelle)

Bild: Ein KFC-Klon in Peking, auf dem Foto vielleicht auch ein Milliardär.

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200 Mio. Elektroroller gibt es in China. In Peking sind so gut wie alle elektrisch, weil man Roller nur gegen sehr hohe Gebühren mit Benzinmotor fahren darf.

Bild: Elektrofahrzeuge in Peking. Die gibt es in allen Größen, Formen und Bauarten.

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0 Personen in Peking (und wahrscheinlich Rest-China) sprechen Englisch. Gefühlt. Aber wenigstens ist alles wichtige (U-Bahn, Schilder) in Englisch ausgezeichnet.

Bild: Die U-Bahn in Peking. Sehr gut ausgebaut, sehr leicht verständlich.

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Solarzellen mit der Fläche von 1 Fußballfeld werden täglich in China installiert.

Bild: Blick vom Kohlehügel hinter dem Kaiserpalast. Das neblige ist tatsächlich Smog, aber wir hatten Glück – an üblen Tagen sieht man wohl wirklich nur ein paar Meter weit.

7 Mitglieder zählt der Ständige Ausschuss des Politbüros der KP – das ist de facto das Parlament der Volksrepublik China und hat vielfältige und weitreichende Funktionen. Also kein Wunder, das mit der sozialistischen Effizienz, die in anderen Ländern Angst bis Faszination (Stuttgart-Klassiker: “Also in China wäre der Bahnhof schon fertig!!!1!!1!!!!1!”) auslöst. (Quelle)

Bild: Eingang zur Verbotenen Stadt in Peking. Nicht unironisch, dass auf den ehemaligen Palast des Kaisers einfach das Bild des großen kommunistischen Führers Mao Zedong gehängt wurde.

12 Euro hat umgerechnet die 1,5-stündige Fahrt mit dem Taxi vom Flughafen zum Hotel gekostet. Die Hin- und Rückfahrt zur chinesischen Mauer mit dem Taxi inkl. zwei Stunden vor Ort warten hat ca. 40 Euro gekostet. Auch alles andere ist sehr billig, selbst in Hongkong kann man in einem einfachen Restaurant für unter 5 Euro Mittagessen.

Bild: Die chinesische Mauer, die von Peking aus gut zu erreichen ist und ursprünglich eine Länge von knapp 21.000 km hatte.

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30 Euro zahlt man in Peking für Fake-Nikes, die allerdings, was die Qualität angeht, nicht mal das wert sind (im Gegensatz zu anderen Fälscherszenen, aber anderes Thema). Für echte/normale Ware zahlt man Preise wie in Europa.

Bild: Die Shopping-Gegend in Festland-Hongkong, wo auch der Ladies Market und die Sneaker Street sind.

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200 Yuan Strafe (ca. 25 Euro) zahlt man laut Kumpel Bernd, der derzeit in Peking wohnt, wenn man mit seinem Auto in der Stadt fährt, wenn man eigentlich nicht darf – denn jedes Auto muss pro Woche ein Tag stehen bleiben, wegen der Luftverschmutzung. Das wird mit Verkehrskameras über das Kennzeichen kontrolliert, bei Missachtung bekommt man sofort eine SMS und kann über einen Link direkt online die Strafe zahlen.

Bild: Eine der sehr vielen sehr langen und sehr geraden Straßen in Peking.

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Eine App brauchen die Chinesen, viel mehr nicht: WeChat. Damit chatten sie, kaufen online ein, teilen Bilder, Videos und News und sie bezahlen damit. Den Eintritt im Museum, die U-Bahn-Fahrkarte und im Club. Auch ältere Leute. Und sie schauen in der U-Bahn dem Leben von jungen Mädels live zu und kaufen für sie virtuelle Geschenke.

Bild: Der Club Dada, in dem wir aufgelegt haben. Drinks bezahlt man, indem man dem Barkeeper einen QR-Code auf dem Handy hinhält, den er abscannt. Dauert drei Sekunden.

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0 Türen gibt es bei Scheißhäusern. Die Leute hocken sich hin, rauchen, gucken aufs Handy und unterhalten sich, während sie kacken, so hat Bernd erzählt.

Bild: Die Männertoilette im Dada

180 Mio. Überwachungskameras sind in China installiert, bald sollen es 600 Mio. sein (Quelle). Man sieht sie überall, draußen, drinnen. An Sehenswürdigkeiten wird der Ausweis kontrolliert, an allen U-Bahn-Eingängen wird das Gepäck durchleuchtet. Ansonsten sieht man nicht viel vom Überwachungsstaat, nur bei zivil angezogenen Leuten, die aus Polizeiautos ein- und aussteigen, wird einem etwas mulmig.

Bild: Eine ziemlich kitschige Touristen-Einkaufsstraße in Peking – einer der wenigen Plätze, wo man westlich aussehende Menschen sieht.

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Wir haben in China eine Doku über das viel diskutierte Social-Scoring-System gesehen. Es gibt zwei Ansätze. Es gibt einen Testlauf in ein paar wenigen Gemeinden, wo jede/r Einwohner/in am Jahresanfang 1000 Punkte hat.

Durch soziale/gemeinschaftliche Arbeit kann man Punkte dazu gewinnen. Räumt man den Müll vor dem Haus nicht weg, werden fünf Punkte abgezogen. Kontrolliert wird das von lokalen Parteifunktionären, deren Lohn vom Score in der Gemeinde abhängt. Und ein Nachbar zeigt natürlich auch gern mit dem Finger auf den anderen.

Außerdem muss man seinen Score jährlich steigern, d.h. man ist (bis zum Alter von 80) zur Gemeinschaftsarbeit gezwungen.

Bild: Ein riesiger Flohmarkt in Peking, wo vom Jadeschmuck bis zu Haushaltswaren alles angeboten wird.

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Ein anderer Social-Scoring-Ansatz ist der Credit Score, mit dem AliPay, die Konkurrenz zu WeChat mit WePay, arbeitet. Wer gut verdient, eine Immobilie besitzt, pünktlich seine Rechnungen zahlt und keine Strafzettel hat hat einen guten Credit Score und kommt auf eine (öffentliche) rote Liste.

Wer eine Rechnung zu spät bezahlt, in einer schlechten Gegend wohnt oder einfach arm ist, der kann auf die schwarze Liste kommen. Dann bekommt er keinen Kredit mehr, kann keine Reise buchen und als Geschäftsmann keine Waren bestellen und den Laden zuschließen.

Es gibt inzwischen Dating-Apps, die den Credit Score anzeigen. Eine junge Frau in der Doku meinte, einen Mann mit einem Score unter 800 datet sie nicht, weil der nicht zuverlässig und vertrauensvoll ist.

Bild: Junge Frauen beim Selfie in der Verbotenen Stadt.

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Bis zu 250 Euro pro Person kann ein Visum für China in Deutschland kosten, inklusive Gebühren für die Agentur. Die Beantragung ist relativ aufwändig und geht ohne Agentur quasi nicht, u.a. muss der Reisepass im Original bei der Botschaft vorgelegt werden. (Quelle)

Bild: Wolkenkratzer in Hongkong, von denen es dort sehr sehr viele gibt.

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3 Tage sind die Bahnen in Hongkong wegen der Proteste nicht gefahren, als wir dort waren. Die Unruhen waren sehr nah an unserem Hotel, in der Nacht wurden Banken, U-Bahn-Stationen und Starbucks angezündet. Wer mehr wissen will, der deutsche Kriegesreporter Enno Lenze war erst vor kurzem dort und hat harte Sachen getwittert.

Bild: Downtown/Bankenviertel Hongkong, ca. 1 km von unserem Hotel weg. Man sieht von den Protestanten aufgetürmte Barrikaden.

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Bonusfoto: Es stimmt, dass Chinesen Klamotten mit den unsinnigsten englischen Sprüchen tragen, und ich hab einige eingefangen. Episch.

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