Stallwächterparty 19

Über die Einladung des Staatsministeriums Baden-Württemberg zur Stallwächterparty in Berlin freu ich mich jedes Jahr, weil: Schönes Event an der Schnittstelle zur Kulinarik, spannenden Menschen, die spannende Dinge tun, Party und BW-Leistungsschau, home of the Weltmarktführers. Stallwächterparty, der jährliche Erklärungs-Rewind:

Die Stallwächterparty findet seit 1964 jedes Jahr statt, zunächst in Bonn, um die Sommerpause etwas aufzulockern. Aus einer kleinen Grillparty mit 80 Leuten wurde eine riesiger Event in Berlin, bei dem heutzutage 1.500 Gäste bewirtet werden, vor allem Politiker, Angestellte aus dem Politikbetrieb, Leute aus der Wirtschaft und Journalisten.

Bereits zum fünften Mal hat das “StaMi” Blogger in die Landesvertretung eingeladen, für den Buzz, gell. Und weil das Motto der Stallwächterparty in diesem Jahr “Baden-Württemberg – im Herzen Europa(s)” war, waren z.B. neben Merve (primamuslima) auch Blogger aus Irland, Schottland, Frankreich und Bulgarien dabei.

Erstes Highlight bei der Anreise per Zug, Tindermatch in der Bahnfahrer-Typologie-App: Die aufgedrehte Studentin mit Riesen-Rucksack auf dem Weg zum Auslandssemester oder Festival, die sich lautstark mit ihrer Freundin über den Gang weg über schnöselige Mitstudenten unterhalten und dabei Reiswaffeln gegessen hat (warum stinken eigentlich nach nichts schmeckende Reiswaffeln immer so?). Im Anschluss hat sie die Tupper mit Stinkekäse ausgepackt. Natürlich.

Die Stallwächterparty selbst war same same but different und genau deswegen ist es ja jedes Jahr eine große Freude, dabei zu sein. Eine kleine Foto-Review alias Politiker-Insticle, wie Geige sagen würde.

Teil 1: Sponsoren und Firmen

Die heilige Auto-Dreifaltigkeit aus Baden-Württemberg. Wie man sieht findet die Zukunft der Elektromobilität vor allem im Gelände statt.

Die heilige Start-Up-Dreifaltigkeit aus Baden-Württemberg, wie z.B. Facebook, born and raised in einer kleinen Garage in Winnenden, jeder weiß. Und es gibt jetzt einen Facebook-Guide für Stuttgart mit Tipps aus Gruppen. Gedruckt, weil Print lebt.

Teil 2: Politiker und sonstige Promis

Wichtigste bei der Stallwächterparty: Welche Politikpromis sind da? Und am wichtigsten: 1. kommt Merkel, 2. kommt Oettinger? Dieses Jahr: 1. nein und 2. zum Glück nicht (Insider).

So schnell ändern sich die Zeiten: Bei meiner ersten Stallwächterparty vor vier Jahren wurde ich wegen Bart und fehlender Socken noch komisch angeguckt, jetzt bringt Gesundheitsminister Jens Spahn seinen Freund mit und dessen Bart juckt keine Sau.

Klar, MP Winfried Kretschmann als Gastgeber natürlich immer am Start, diesmal leider ohne seine smarte Frau Gerlinde, aber Biolehrer-Schlappen wie immer on fleek.

Natürlich jedes Jahr dabei: Grünen-Fels Cem Özdemir (erhält btw den Preis für die Rede des Jahres 2018). Außerdem waren da (nicht im Bild) CDU-Vorsitzende AKK, BW-Landtagspräsidentin Muhterem Aras (immerhin die zweite Frau im Land) und natürlich Innenminister Thomas Strobl. Insgesamt mittleres Level an Personenschützerdichte.

3. Entertainment

Auf der schöne Dachterrasse hat sich mit einer soliden Jazzband der französische Kabarettist Alfons abgewechselt, den ich im SWR-Fernsehen mit Menschen auf der Straße immer witzig fand, war aber als Stand-Up-Comedy mit Franzosen- und Deutschen-Klischees eher mittel.

Surprise-Act auf der großen Bühne im Saal war Alvaro Soler. Kannte ich nicht, aber er hat wohl einen Sommerhit, den ich schon mal gehört habe. Die StaMi-Werkstudentin hat sich jedenfalls voll gefreut.

Im Anschluss: DJane Heidi von de Alm. Leider verpasst. Ohne etwas unterstellen zu wollen, über den Namen sollte man nochmal nachdenken. Wenn man wirklich aus Mannheim kommt. Von der Alm, sag ich nix.

4. Das Essen

Das Essen ist wichtig bei der Stallwächterparty. Und passend zum Motto gab es diesmal nicht wie sonst Spezialitäten aus Baden-Württemberg, sondern aus ganz Europa, unter anderem eine Raclette-Bar mit vier verschiedenen Käsesorten. Eine Raclette-Bar!

Thanks again StaMi für die Einladung, Gruß an die Mitblogger und Props ans WLAN am Flughafen Tegel, wo ich bei der Rückreise sieben Stunden verbringen musste, weil ich aufgrund kilometerlanger Schlange am Security den Flug verpasst hatte. Vielleicht sollte mal jemand einen neuen Flughafen in Berlin bauen.

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