Halt’s Maulgruppe, Du Alte Sau!

Kurz mal kluggeschissen: Punk ist, was man draus macht. Und gleich nochmal einen für die Galerie rausgestrebert: Immer wenn man Jens Rachut schreibt, muss man in Klammern Angeschissen, Blumen am Arsch der Hölle, Dackelblut, Alte Sau, Oma Hans, Kommando Sonne-Nmilch und haufenweise andere Bandnamen dazu schreiben. So will es das Gesetz.

Das sieht dann ungefähr so aus: Jens Rachut (Angeschissen, Blumen am Arsch der Hölle, Dackelblut, Oma Hans, Nuclear Rapid Fuck Bomb, Kommando Sonn-Nmilch, Alte Sau).

Wird bald noch enger in der Klammer. Der Hamburger Schauspieler, Autor, Musiker hat schon wieder eine neue Band: Maulgruppe. Dieses Mal zusammen mit Musikern von Yass und Ten Volt Shock. Das Prinzip ist ähnlich geblieben: Punk.

Vielleicht auch a bissle Elektropunk, das sagen Punker ja immer, wenn jemand ein Keyboarddingens zum Rempeltanzen mitbringt oder im Hintergrund einer Elektrogewergel macht. Elektrowave, Postpunk, ach leck mich doch.

Wie so vieles von Rachut klingt auch “Tiere in Tschernobyl” sensationell toll. Ein bisschen, als würde man kurz nach dem Aufwachen, wenn man noch gar nichts blickt, von jemand angebrüllt werden, der jede verdammte Einzelheit vom Albtraum hören will, aus dem man gerade zum Glück aufgewacht ist.

Manchmal nervt dieses kryptische Frontalgeschrei natürlich auch wahnsinnig, aber dann schalte ich die Musik halt aus. Am Samstag, 8. Juni, spielen Maulgruppe im Komma in Esslingen, 20 Uhr. Saustark.

Hier noch drei Zeilen, die ich gerne mal von Rachut gebrüllt hören möchte:
“Leute für mich ist jetzt auch sechste Stunde”
“Mittwochs bin ich manchmal auf Facebook”
“Yolo, Ihr Ficker!”

Auch ziemlich super: “Gezeiten” von der “Tiere In Tschernobyl”-Platte:

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