“Bengalo” von Empowerment

(Foto: Empowerment)

Immer diese Unsicherheit, beziehungswesie: Morgens immer erstmal gucken, ob „Heil Hitler“ schon wieder ein offizieller und standesgemäßer Gruß im öffentlichen Raum ist.

Zumindest Seehofer, Maaßen, Söder und den anderen Steigbügelhaltern würden schon Gründe einfallen, weshalb das so schlecht nicht wäre … und man ja nicht alles per se verteufeln muss. “Per se” sagen finde ich wichtig, das symbolisiert empirisch wasserdichte Weitsicht.

Empowerment aus Stuttgart Ost verfügen auch über Weitsicht, die fanden Nazis beispielsweise schon scheiße, als die noch in den kleinen Clubs gespielt haben.

Ich wiederum finde, Empowerment könnten gerne in viel größeren Clubs spielen. Schleyerhalle, Mercedes Dingsbums Arena und so: alles pickepacke voll, Fäuste in die Luft, Stimmung super, irgendjemand verschüttet vor Freude Prosecco und das ganze Stadion brüllt: “Sei gewiss, ich reich Dir meine Hand. Von Mensch zu Mensch”. Gänsehaut. Bengalos. Heim gehen und freuen, dass die Welt gar nicht so schlecht ist.

“Bengalo”, die neue Empowerment Platte, ist voll von knackigen Hits irgendwo zwischen gelebtem Menschsein, Galle, Wut, ordentlich dicke Jogginghose und mindestens ebenso so viel Herz.

Mehr Agnostic Front, mehr Metal und voll aufs Maul liegen serienmäßig bei. Super natürlich auch, der ruppige Bellgesang, der ohne Textblatt manchmal kaum einer Sprache zuzuordnen ist. Spitzenmäßiger Kraftrock, Hardcore, 161-Metal und, huch, HipHop ist auch drauf – Roger Rekless aus München als Feature. Kurz: Der Gemeinderat von Stuttgart Ost hat daumendick abgeliefert. So Stu York State Of Mind mäßig.

“Bengalo” gibt’s hier. Und die recht wuchtige neue Single “Unter meiner Haut” gibt’s hier:

Am Dienstag, 2. Oktober spielen Empowerment mit AYS, Krank, Terrorfett und sich selbst im Goldmarks. Wenn schon in den Tag der Deutschen Einheit reinfeiern, dann so.

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