Jessica Rankenmayer: Atlas Obscura

(Foto: Jessica Rankenmayer)

Ich geb’s zu: Wenn die Rankenmayers ‚Äď getrennt oder gemeinsam ‚Äď in den Urlaub fahren, habe ich regelm√§√üig Angst. Denn da ich beide sehr, sehr gerne habe, ist es Gift f√ľr mein Nervenkost√ľm, dass die nicht einfach mal Malle-Eimer-Schlagerparty machen k√∂nnen.

St√§ndig muss da irgendwas Irres her. Wie so Leute, die sich f√ľr die Welt, das Leben, die Spuren und alles dazwischen interessieren. Da wird mal locker durch Tschernobyl, Detroit, Vietnam oder Afrika gewandert, als ob einmal die Schwabstra√üe √ľberqueren nicht gef√§hrlich genug w√§re.

Und weil’s nicht reicht, guckt sich Jessi Rankenmayer dann auch noch mit der Kamara irgendwelche verlassenen Abbruchstadtteile an. “Abandoned Spaces” nennt sich das ‚Äď glaube ich. Und unser Thorsten macht ja auf Instagram auch gef√ľhlt nichts mehr anderes als abandoned Dingens zu besuchen.

Auf dem Amt hei√üt das √ľbrigens “Landfriedensbruch”, ist aber dennoch freundlich, da dort streng genommen ja niemand gest√∂rt wird. Ist ja niemand mehr da. Ich h√§tte trotzdem richtig Schiss vor denen, die eventuell genau deshalb dort sein k√∂nnten.

Jetzt gibt’s endlich eine sch√∂ne Ausstellung mit allerlei Bildern von Jessi Rankenmayer im Mos Eisley. Hier der Beipackzettel:

Wir schlagen einen Atlas auf und tr√§umen von unbekannten Orten, Pl√§tzen, die kaum ein Mensch zuvor betreten hat. Jessica Rankenmayers Atlas Obscura funktioniert in die entgegengesetzte Richtung: auch er f√ľhrt uns an unbekannte Orte, aber jene, die der Mensch vor langer Zeit schon verlassen hat. Die Spuren, die er hinterlie√ü, verschwinden vor unseren Augen, Momentaufnahmen zwischen bl√ľhender Vergangenheit und zerfallender Zukunft, ein Ballett der Verg√§nglichkeiten.

Hier die Faktenfaktenfakten: Vernissage Samstag, 15. April 2017, 19.30 Uhr,  Mos Eisley

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