Kehrmaschine, Kehrmaschine!

(Foto Stadt Stuttgart, Fotograf Thomas Wagner) 

Frage: Was ist eure früheste Kindheitserinnerung? Einschulung mit Schultüte? Meine, kein Scheiß, ist folgende: Ich war im Kindergarten und immer wenn eine Kehrmaschine vorbeigefahren ist, sind wir ans Fenster gesprungen und haben gejubelt und geschrieen: “Kehrmaschine! Kehrmaschine! Kehrmaschine!” Ich muss gleich weinen.

In 20, 30 Jahren wird auch eines klar sein, wenn man sich an heute zurück erinnert: OB Fritz Kuhn wird als Feinstaub-Bekämpfer in die Stuttgarter Geschichte eingehen. Es bleibt nichts unversucht, die Werte zu senken.

Nach der legendären Mooswand zündet jetzt die nächste Stufe, das vierwöchige Testprojekt Straßenreinigung. Im März werden von Sonntag bis Freitag nachts von 22 bis 5 Uhr “Teilabschnitte der Cannstatter Straße, der Heilmannstraße und der Straße Am Neckartor mit speziellen Kehrmaschinen der Firmen Faun, Kärcher und Reuther gereinigt”. Kehrmaschine! Kehrmaschine!

Mit Kehrmaschinen gegen Feinstaub, nicht wenige mussten als erstes an Wolfgang Schusteres Let’s Putz Kampagne denken und auch Neu-Stuttgarter freuen sich über den Eifer:

Danke und alles weitere in der PM.

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OB Kuhn: Testprojekt Straßenreinigung wichtiger Baustein im Kampf gegen Feinstaub – Dank an beteiligte Unternehmen und Eigenbetrieb AWS

Oberbürgermeister Fritz Kuhn und Dekra Vorstandsmitglied Clemens Klinke haben am Mittwoch, 1. März, auf dem Stuttgarter Marktplatz das vierwöchige Testprojekt „Straßenreinigung Feinstaub“ vorgestellt.

Kuhn sagte: „Wir lassen nichts unversucht, die Luft in Stuttgart zu verbessern und die Belastungen mit Schadstoffen zu senken. Das Projekt ‚Straßenreinigung Feinstaub‘ ist dazu ein wichtiger Baustein in unseren Bemühungen. Die intensive Reinigung der Straßen rund um das Neckartor kann helfen, die Spitzenwerte zu senken und Tage mit knappen Überschreitungen der Grenzwerte zu verhindern.“

Der OB verwies darauf, dass im Jahr 2016 an 15 Überschreitungstagen der Feinstaubgrenzwert von 50 Mikrogramm nur um bis zu fünf Mikrogramm gerissen wurde. „Außerdem bauen wir in unmittelbarer Nähe eine Mooswand, die auf 100 Metern Schadstoffe aus der Luft filtern soll. Und unsere intelligente Verkehrssteuerung verbessert den Verkehrsfluss auf der B14“, so Kuhn.

Testprojekt über vier Wochen

Über einen Zeitraum von gut vier Wochen werden im März von Sonntag bis Freitag immer nachts in der Zeit von 22 bis 5 Uhr Teilabschnitte der Cannstatter Straße, der Heilmannstraße und der Straße Am Neckartor mit speziellen Kehrmaschinen der Firmen Faun, Kärcher und Reuther gereinigt. DEKRA leitet die Testkoordination und organisiert die Messtechnik sowie die Analytik. Der Eigenbetrieb AWS Abfallwirtschaft Stuttgart unterstützt das Projekt.

Kuhn dankte den beteiligten Unternehmen, die dieses Projekt in kürzester Zeit auf die Beine gestellt haben. „Es ist toll, dass diese Unternehmen, initiiert und koordiniert von der Dekra, ihre innovative Technik zum Wohl der Stuttgarter Luft einsetzen. Wir als Stadt haben den Ball aufgenommen und uns gerne mit unserem städtischen Eigenbetrieb AWS daran beteiligt.“ Der OB würdigte das Engagement der Unternehmen Kärcher Reinigungstechnik, Faun Umwelttechnik und Reuther Straßenreinigung, die nicht zuletzt durch den Einsatz ihrer Fahrzeuge das Projekt erst möglich gemacht hätten. Kuhn dankte auch der AWS für die schnelle und flexible Unterstützung durch die Bereitstellung von Personal und Logistik.

1 Comment

  • Johannes sagt:

    Interessantes Projekt – war so ein Projekt wie ‚Straßenreinigung Feinstaub‘ denn auch schon in anderen Städten erfolgreich? In unserer Kleinstadt im Ruhrgebiet gibt es allgemein Probleme mit der effizienten Stadtreinigung – aktuell leider auch beim Thema Straßenreinigung nach Verkehrsunfall. Welche Tipps könnte man denn unserem Bürgermeister dazu gegen?

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