Fraktus – 26.1. live in den Wagenhallen

Save the Date. And the World. And the Wagenhallen sowieso. Fraktus kommen in die Stadt, am Dienstag, 26.1.2016 live in den Wagenhallen.

Wobei, wie live das nachher wirklich ist, weiß ich gar net. Vielleicht auch so Kraftwerk live? Wo Hot Thorsten und Early Geige ja nicht erst im November in der Liederhalle, sondern schon im Spätsommer 2014 im ZKM waren. Wie so first mover oder Kultur-Hopper. Menschen, die arte-Beiträge nur auf der französischen Tonspur schauen und Kraftwerk schon kannten, als sie noch durch die Internet-Cafés tingelten.

Ich selber hab mich bei Kraftwerk nur gewundert, warum der eine die ganze Zeit seine Mails checkt. Aber irgendjemand muss ja die Tourneebuchhaltung machen. Die macht bei Fraktus vermutlich der oberemsige Heinz Strunk.

Lassen wir dazu einfach mal den Quatschhype weg, dass Fraktus Techno erfunden haben. Und tun wir mal so, als seien das in Wirklichkeit nicht die Elektropioniere Dicki Schubert, Bernd Wand und Torsten Bage., sondern die Studio Braun Masterminds Rokko Schamoni, Jaques Palminger und Heinz Strunk.

Bekannt von den Eimern über dem Kopf und den legendären Telefonstreichen “Motorsäge”, “Dunstabzugshaube” oder “Karten für die Flippers”.

Dann bleibt unterm Strich immer noch ein wahrscheinlich wahnsinnig witziger Event. Also für einige von uns. Thorsten (W., nicht Bage) zum Beispiel findet Fraktus nicht witzig. Ich dagegen kann mich köstlich darüber amüsieren, dass jemand seine Songs “Maler und Lackierer”, “Musik aus Strom” oder “Freunde sind friends” nennt und als Merchandise-Artikel die Internet-Creme erfunden hat:

“Eine Highspeed-Creme für außerordentliche Wireless-Performance. Für besonders zarte und empfindliche Internet-Verbindungen. Denn Netzwerke, die zum Wundsein neigen, brauchen eine intensive Pflege.” Sag das mal einer dem Krupa im Maschinenraum, bitte.

Aktuell behaupten die 3 Bigstyler steif und fest ihre neue Single “Die Toten schauen dir beim Wichsen zu” sei kurz vor dem Tourstart auf dem Index gelandet. Na gut. Ich bin trotzdem Fan der ersten Stunde. Also weniger 1. Stunde Fraktus, als 1. Stunde Studio Braun. Musste damals mit dem Auto rechts ran fahren, als ich die verstellte Dunstabzugshauben-Stimme das erste Mal gehört habe. Damals nicht wegen Feinstaub, sondern wegen Lachkrampf.

Ich hab dann Studio Braun live im Schocken gesehen, wo sie einen Stuttgarter Hotelier für alle hörbar aus dem Club anriefen und ihn verarschten. Und ich war bei Schamoni und Strunk auf mehreren Lesungen und hab mich amüsiert.

Highlight meines Fanboy-Daseins war aber, dass ich mit einem Stuttgarter Designstudio vor Jahren mal als Eigendarstellung einen Audioguide entwickelt habe. Und wir waren uns einig: das kann nur der Heinz Strunk sprechen.

Ohne Geld und Ahnung haben wir den einfach unbedarft angeschrieben: “Hallo Heinz, du sollst es als Erster erfahren. Wir haben uns für dich entschieden. Aber sag das nicht den anderen. Du musst unser Hörbüchlein sprechen…”

Wir waren uns sicher, dass der sich nie meldet. Paar Stunden später klingelte das Telefon und er meinte, wir sollen nach Hamburg in sein Studio kommen und er macht’s.  Hat er dann auch. War ein Mordsspaß, aber auch echte Arbeit.

Und am dollsten ist mir hängengeblieben, was ihn am meisten genervt hat: Dass die Leute immer gefragt haben, was man denn für Drogen nehmen müsse, um so einen Quatsch wie Studio Braun zu machen – und dass das für die drei aber ganz harte Arbeit sei. Glaub ich gern.

Merlin präsentiert:  Fraktus „Welcome To The Internet“ Tour 2016“
Fraktus are back!
Dienstag, 26.1.2016, 20.00 Uhr, Wagenhallen.

Pressetext:

Die drei Bigstyler sind zurück, um mit ihrem programmatischen Meisterwerk WELCOME TO THE INTERNET abermals die Tür zur Zukunft einzutreten. Mit diesem Opus Maximus vereint FRAKTUS endgültig die Akzeptanz der Opinionleader mit der Kompatibilität am Massenmarkt.

Heißt: FRAKTUS gehen endgültig durch die Decke! Dickie Starshine (ehemalig Schubert),Bernd „Bernd“ Wand und Torsten Bage (sprich Bäätsch), deren „Köpfe den gleichen Innenarchitekten“ (O-Ton Wand) haben, beweisen mit ihrem Mach3?Kraftwerk, dass sie alles andere sind als ein Freak Accident. Technisch auf Pole?Position, ausgerüstet mit den modernsten Tools, Apps und Gadgets, buchstabieren sie mit diesem Masterpiece die Zukunft der Musikgeschichte.

Bei der letzten Deutschland?Tournee haben sich die drei Hardcore?Acer den Ruf der „Besten Band Deutschlands“ erspielt. Jetzt gehen sie noch einen Schritt weiter. Mit „WELCOME TO THE INTERNET“ sind sie gekommen, um sich im obersten Stockwerk der internationalen Musik?Pyramide einzunisten.

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