Gespräche, aufgeschnappt an der Downhillstrecke Degerloch.

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Es gibt ein herrliches Projekt Schrägstrich Buch mit dem Titel “Conversations overheard at the museum.” Da hat jemand in Museen und Gallerien genau hingehört, zum Teil mit Mikrofon, und einfach das, was Kunstkenner und Kunstnichtsokenner von sich geben, wenn sie vor Kunst stehen, gesammelt.

Wir haben was Ähnliches gemacht: die Ohren gespitzt, wo es abgeht. Oder besser down. Conversations overheard at The Einstieg Downhillstrecke in Degerloch sozusagen.

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Vor das Downhill hat der liebe Gott aber natürlich die Schwerkraft und das Uphill gestellt. An der Zacke gibt’s deshalb – jetzt neu – die Radversion von “rechts stehen, links gehen”.

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Hochfahren ist übrigens das neue runterfahren. Also ohne Zacke/Lore hochfahren, sondern händisch, bzw. füßisch. Und das WLAN Passwort da oben im Wald ist “forsthorst69”.

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Papierkorb hat’s noch keinen gereicht. Aber die kollektive Rewe Tüte wird als Ersatz angenommen. Manchmal sind’s halt die ganz einfachen Prinzipien, die funktionieren. Müll = Tüte. So doof wie alle immer sagen, sind die jungen Leute gar nicht. (Manchmal natürlich noch viel döofer – aber hier eben nicht.)

Eine knappe Stunde am Einstieg oben hat gereicht, um Ohrenzeuge folgender Original-Dialoge zu werden:

“Bin heut noch nicht einmal aufs Maul gebrettert”
“Ja und ohne ist’s kein richtiger Bike-Tag”

“Die Strecke ist nice aber zu kurz”
“Ja nice. Ich dachte erst, das wird n richtiger Kack-Trail”

“Hab meine Traum Rad Brille gefunden. Du denkst jetzt bestimmt: der Spast! Aber es ist ne Scott. Und die ist übel bezahlbar”

Spaziergänger zu Biker: “Da würd ich net hinhocke. Da brunst mein Hund immer na”

“An dem Wallride musst mit nem 360 raus”

“In Teneriffa ist schon auch krank pervers”

“Wer fährt zuerst runter? Du oder ich?” (Eine Mami mit Designer-Kinderwagen zur anderen. Gnihihihi. Milf-Humor.)

“Wie war Schräglage gestern?”
“Anstrengend. Viele Muschis und viel Beef”

“Was trägst du da drunter? n’ Cheeseburger?”

“Vermisst jemand sein Handy? Meine Oma hat gerade angerufen. Da liegt irgend so n’ Samsung rum im Garten”

“Omdergotteswille. Ich kann nicht mal auf der Ebene Radfahren” (Inge, ca. 70)

“Ich weiß jetzt gar nicht, ob ich mit oder ohne Handschuhe fahren soll”

“Au lass noch kurz Chillen. Ich bin so fertig”

“Letzte Fahrt darfst nie sagen. Sonst legts dich”

“Sind Sie Blogger?”
“Siez mich nicht”
“Bist du Blogger? Kannst du mein Profil verlinken?”

Ja, das kann der Internet-Onkel. Weil Ihr wirklich alle ausnahmslos topnett ward. (Früher hätte man gesagt “…Manieren habt”). Bitte sehr, Fistbump, Ihr Racker:

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Insta: schiconolze
fb: nicoscholzeofficial fanpage

Geil. Tschö. Ich muss weiter zum Naturgut. Wie so ‘ne ungebumste Soccer Mom.

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