The city never sleeps: Schulstraße News

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“The city never sleeps”, meinte Geige heute früh unserem Whatsapp Chat, als wir, wie jeden Morgen, die Lage der Shopping-Nation besprachen (immer um 6:30 Uhr, nach dem Workout mit der Daniel Aminati-DVD und vor dem veganen Uhrenvergleich).

Was steht heute im Milfaneo an? Was passiert im Gerber? Welcher Prada-Schuh steht im Focus beim Breuninger? Wie laufen die Spargel-Wochen im Karls Kitchen? Welche Sex-Wochen sind bei Lidl? Es gibt immer viel zu besprechen.

Weiteres Thema heute früh: Die Schulstraße. Im stetigen Wandel und immer in Richtung Übergewicht. “The city never sleeps.”

Stuttgart bekommt einen Kickz. Es geht ein Foto durch die WP-Gruppe.

“Das ist der Ex-VfB-Fanshop. Gut, den braucht man ja jetzt eh nicht mehr.” Geige vollstreckt eiskalt, wie Kevin Kampl, der sich mit seiner High-Performance am Dienstag ganz offensichtlich beim VfB bewerben wollte.

Dabei vergas der Shopping-Guru und Einkaufszentrum-Motivationstrainer Kai Thomas Geiger (Tagessatz 2500 Euro): Zwischendurch war da der White Sole drin. Ein Turnschuh-Fashion-Laden. Den brauchte aber wohl scheinbar auch niemand (oder es war ein temporärer Pop-up Store, wer weiß das heutzutage schon noch genau, wo es an allen Ecken poppt und tutet).

Ob jemand einen Kickz braucht, weiß ich nicht und kann auch nicht einschätzen, wie viele Turnschuh-Läden eine Stadt noch verträgt. Ich sage: Macht doch lieber mal wieder ein Nagelstudio auf. US Nails gehen immer.

Ich habe Kickz weder negativ noch positiv abgespeichert, gut, schlecht oder doch Foot Locker. Früher, wann auch immer das war, hieß es, wenn man in Berlin ist, sollte man neben der Solebox auch bei Kickz in der Torstraße vorbeischauen, da gebe es die gute Ware.

Allgemein spreche Kickz, so ein anonymer Anrufer, eher das Basketball-Publikum an (was wiederum auch das Wir-sind-in-Stuttgart-gelandet-Motiv suggeriert), wollten aber in Stuttgart “einen auf Torstrasse Berlin machen, mit Limited Releases und so”.

Sieh an. Aber heutzutage ist irgendwie alles limitiert. Vinyls auf 300 Stück, wovon dann doch nur 150 verkauft werden, goldene Apple Watches und Sneakers sowieso. Ich möchte wirklich nicht den Tag erleben, an dem Trinkwasser limitiert ist (oder Ensinger Sport.)

Paletten hingegen sind wohl nie limitiert.

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Paletten gehen grad einfach. Dazu meinte neulich ein anderer anonymer Anrufer: “Mal gucken, wie viel Paletten die Stadt noch verträgt.” War eher ein Seitenhieb auf Gastro-und-Freiluft-Projekte und deren Gestaltung. Passt auch allgemein der Satz.

Der Kickz war gestern Abend jedenfalls (gefühlt) so gut wie eingeräumt, am Samstag Store Opening und Aftershow-Party im Kupferstecher. Guckst rein. In den Store. Gibt wohl auch was zum Trinken.

(Und jetzt ein Schulstraße-Platzhalter-Bild, um anzudeuten, dass gleich ein anderes Thema angerissen wird. Getty Images.)

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(Und jetzt das andere Thema.)

Haufler. Leer. Schreit geradezu nach Zwischennutzung. Benutze mich! Zwischen! Läuft. Laut dem Fassaden-Branding geht da Herr Kächele mit seinen Maultauschen rein. Für sechs Monate. Der ist bislang schon ein Fluxus-Außensatellit.

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Soll demnächst starten. Weiß nicht, ob Maultaschen die richtige Belebung sind. Ein Tatti in groß wäre mir persönlich lieber gewesen. Kommt da gut Sonne hin, an diese Ecke?

Das Gebäude soll verkauft werden und der neue Eigentümer präsentiert dann einen Mieter, schrieb die StZ letzte Woche. Und weiter:

Aus Sicht des ­Immobilienmaklers kommen sowohl ­verschiedene internationale Modemarken als auch Gastronomieketten als spätere Nutzer am Marktplatz in Frage. Da nach dem Verkauf das Hauses wohl ein aufwendiger Umbau des Gebäudes sowie, je nach Art der endgültigen Nutzung, ein möglicherweise längeres Genehmigungsverfahren ansteht, wurde die Interimsnutzung auf die Dauer von sechs Monaten angelegt.

Internationale Modemarken. Gastronomieketten. Morgens um 6:30 Uhr wird es nie langweilig.

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