Stuttgart mi amor

Ich war nie im ersten Zapata. Wir waren zwar oft im ersten M1 im SĂŒdmilch-Areal (da wo jetzt der Ufa-Palast steht) und hatten vom benachbarten Zapata gehört, aber fĂŒr mich hat sich das immer so nach Salsa-Tanzkurs fĂŒr 30-JĂ€hrige (steinalt) angehört. Heute denke ich ich habe so einiges verpasst.

Entstanden ist das Zapata, als Marcelo Lagos, der in den 70ern vor Pinochet aus Argentinien flĂŒchten musste, seinen Schwarz-Weiß-Film “Stuttgart mi amor” ĂŒber seine neue Heimat drehte – und bei den Dreharbeiten die leere Fabrik am Nordbanhhof entdeckt hat.

So erzĂ€hlt es auch Stuttgarter Nachrichten-Kolumnist und Stuttgart Album-Macher Uwe Bogen in einem Blogbeitrag, fĂŒr den er Marcelo Lagos, der inzwischen in Berlin und Hamburg wohnt, bei seinem ersten Stuttgart-Besuch nach 16 Jahren begleitet hat.

Just jetzt ist bei Facebook die Seite Stuttgart mi amor von Marcelo (wieder) aufgetaucht, von der ich zuerst dachte, sie wÀre neu, tatsÀchlich gibt es sie seit 2014.

Hier lĂ€dt Marcelo laufend Fotos hoch, die er in den 80er und 90er Jahren in Stuttgart gemacht hat – Promis, Stadtnasen, altes Zapata, Mode und auch viel Straßenfotografie. Sehr tolle Aufnahmen meist in schwarz-weiß, immer leicht melancholische Zeitzeugnisse, und die Outfits von damals findet man fast deckungsgleich heute im Fluxus und am Marienplatz.

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