Soulbiker Nikolausride 2014 Recap

PierreJohne1900

Unser Burgerexperte Michael Weh war bei der alljährlichen Mountainbike-/Donwnhill-Nikolaus-Ausfahrt in Stuttgart dabei, u.a. zusammen mit unserem lieben Stammleser Joe aka Afro-Dieter.

Vor ca. nem Monat wurde ich von Joe via Facebook auf die Veranstaltung “Soulbiker Nikolausride 2014” aufmerksam gemacht und fand das Gruppenbild mit ca. 100 Nikoläusen und ihren Fahrrädern schon sehr witzig.

Kurzentschlossen hab ich als einer der ersten bei der FB-Veranstaltung zugesagt.

Es gab nur spärliche Infos, was genau passieren wird. Joe meinte nur “Ach man sammelt sich am HBF und dann geht es ziemlich chaotisch ab. Irgendwann fahren alle durch den See vorm Staatstheater…”. Dann kam die Rückfrage: “Mit welchem Bike willst Du eigentlich mitfahren? Aber nicht etwa mit dem Rennrad, oder!?”

Welches sonst!? Leider besteht mein Fuhrpark nur aus dem einen >Singlespeed< und daher… “Ok, dann sag halt, dass Du von der Presse bist, dann passiert nix!” Die DH (Downhill) Gemeinde, welche die Aktion organisiert, mit ihren “Fullies” (voll gefederte Räder, die gerne mal über 4.000 EUR kosten) ist wohl eine verschworene Gruppe und gerne unter sich.

Mit diesem Wissen rückte der Termin immer näher. Das Nikolauskostüm, welches es für 4 EUR bei Ebay gibt, bestellt, Kumpel Wolfgang mit eingeladen und Zack, standen wir am Bahnhof unter Dutzenden von Bikern mit exakt dem gleichen Outfit und harrten der Dinge.

Anders als befürchtet, eine durchwegs lustige und freundliche Gruppe. Hab also keine Haue bekommen 😉 Meine Anwesenheit hat das gefühlte Durchschnittsalter allerdings mal gschwind von 20 auf 21 angehoben.

Wie angekündigt ging es um 19:00 Uhr los. Per Kinder-Megaphon kam die Ansage “Piuh-Piuh – wir fahren über die Theo!”.

Mein erster Gedanke: die Theo hat ja breite Gehwege – das wird schon passen. Aber weit gefehlt, die Gruppe von mittlerweile 130 Bikern fuhr geradewegs die 3-spurige Kraftfahrstraße entlang, bis zum Rotebühlplatz. Das befürchtete Hupkonzert der PS-Boliden blieb überraschenderweise aus – wenn gehupt wurde, dann immer in Verbindung mit “Ihr seid ja geil!”. Was direkt wieder übertönt wurde vom permanenten “Hohoho!” der Nikoläuse.

Die Tour ging mehrmals quer durch den Kessel. Stopps waren auf der mittleren Königstraße, vor dem Staatstheater, Breuninger, Marienplatz, Schocken, oberen Königstraße, ehem. Busbahnhof am HBF, Mailänder Platz und vorm Milaneo.

Immer begleitet von lustigen Weihnachtsliedern und engagierten Fotografen, die alles von den unglaublichsten Winkeln aus dokumentierten.

Höhepunkte, neben der Fahrt bei Nacht über Theo, Königstraße und Heilbronner Straße, waren sicher die Wanderung (Räder wurden ordnungsgemäß geschoben) quer durch den Hauptbahnhof mit Polizeibegleitung und diverse Stunt-Breaks über Treppen in und um die Königstraße.

Alles in allem war das eine dermaßen klasse Aktion – ich bin immer noch geflasht. 130 Teilnehmer, keine Zwischenfälle, kein Ärger, keine Gewalt, nur Spaß und Freude. Selbst die Polizisten konnten sich ein Lächeln nicht verkneifen, die zahlreichen Zuschauer dokumentierten alles fleißig.

Ich hoffe, dass dieser Event auch kommendes Jahr wieder stattfindet und ich mit meinem ungefederten Rennrad wieder daran teilnehmen darf!

Alle Fotos zur Verfügung gestellt von Pierre Johne

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