Repost (+5 Jahre): Als ich vor 20 Jahren aufwachte war die Welt eine andere

mauer

Repost von 2009, still true.

Meine Eltern haben mich nicht aufgekl√§rt. Zumindest nicht dar√ľber wie die Babys in den Bauch von der Mama kommen und so. Das hat der Biologie-Unterricht in der 6. Klasse √ľbernommen.

Doch: Mein Vater hat es tatsächlich zuvor mit der Bienchen-Nummer versucht. Da war ich noch sehr jung. Ich meine, ich war noch unter 10. Eltern sehen sich da glaube ich in einer gewissen Pflicht.

Ich weiß zwar nicht genau was mir mein Vater in dem Moment erklären wollte, ich weiß nur noch, dass sein Vortrag sehr wirr war und er ihn auch ohne zwingendes Ergebnis voreilig abgebrochen hat. Ich habe mir erst einmal nichts weiter gedacht. Mir ist das erst Jahre später wieder eingefallen.

Ich weiß nicht, wie Kinder heutzutage aufgeklärt werden. Ob sie mit Acht einfach schon bumsen oder sich mit Sechs einen Porno in den DVD-Player schieben oder ihn einfach kurz aus dem Internet saugen.

In den 80ern war Kind sein glaube ich einfacher. Entweder drin Lego spielen oder raus Skateboard fahren oder kicken.

Aus dieser Zeit weiß ich nicht mehr allzu viel. Ich weiß nur noch, dass ich doch von meiner Mutter aufgeklärt worden bin. Hinsichtlich einer ganz anderen Beziehung.

Ich hatte die Angewohnheit, mich nach dem Mittagessen auf die Essbank zu legen und am Ende die Beine runterbaumeln zu lassen. So konnte ich meiner Mutter ewig lang zuh√∂ren. Wie an diesem einem Nachmittag, vor weit √ľber 20 Jahren.

Sie erkl√§rte mir, warum auch immer, was ich davor so genau nicht wusste. Dass Deutschland ein geteiltes Land ist. Dass es noch ein anderes Deutschland gibt. Dass die Menschen im anderen Deutschland nicht einfach dahin reisen k√∂nnen, wo sie hinreisen wollen. Dass die Menschen im anderen Deutschland √ľberwacht werden.

Dass die Superm√§rkte im anderen Deutschland immer leer w√§ren. Dass man 20 Jahre lang auf ein Auto warten muss. Dass es prinzipiell an allem mangelt (sie erw√§hnte sicherlich auch die gute alte Banane, aber ich wei√ü es nicht mehr genau). Sprich im anderen Deutschland herrscht schlicht und einfach das B√∂se. H√§lt Menschen gefangen, ein paar 100 Kilometer entfernt von unserer heimeligen Westk√ľche.

Ich hörte stark interessiert zu, wie ich glaube ich noch nie zuvor meiner Mutter zugehört hatte. Man hat sich vielleicht schon mal wage gefragt, z.B. bei der Vierschanzentournee, warum es eigentlich eine Bundesrepublik Deutschland und eine Deutsche Demokratische Republik gibt, aber diese vermeintliche Wahrheit hat mich sprachlos gemacht.

Ich wei√ü nicht, wie es dr√ľben wirklich war. Ob das Bild, dass ich Westkind von meiner Westmutter vermittelt bekam, akkurat gezeichnet war. Sprich, ob die Menschen wirklich ungl√ľcklich waren. Unzufrieden mit der Situation sicherlich, sonst w√§re es wohl nicht so gekommen wie es gekommen ist. Aber das war meine Aufkl√§rung √ľber ein geteiltes Deutschland. Ein denkw√ľrdiges Gespr√§ch f√ľr die Ewigkeit.

Auch wenn dich das als kleiner Junge zun√§chst schockiert, kannst du die Lage nat√ľrlich √ľberhaupt gar nicht einsch√§tzen. Du wei√üt zwar, in dem Land in dem du lebst l√§uft irgendwie etwas falsch, aber du spielst trotzdem weiter gl√ľcklich Lego oder f√§hrst Skateboard.

Wie sehr aber dieser Zustand die West-Erwachsenen bedr√ľckte, realisierte ich endg√ľltig am Morgen des 10. November 1989, also heute vor genau 20 Jahren, in einer Reaktion der v√∂lligen Gl√ľckseligkeit. Meine Mutter st√ľrmte in mein Zimmer, r√ľttelte mich unsanft wach, rief laut, voller Euphorie und mit leuchtenden Augen: ‚ÄěMartin! Die Mauer ist gefallen! Die Menschen sind frei!‚Äú So gl√ľcklich habe ich meine Mutter bis dahin noch nie erlebt.

Die finale Revolution habe ich sch√∂n verschlafen. Als 12j√§hriger ging man sch√§tzungsweise sp√§testens gegen 22:00 Uhr ins Bett, Tagesschau habe ich wahrscheinlich auch keine gesehen, die Geschichtsb√ľcher dokumentieren eine verworrene Nachrichtenlage am Abend des 9. November. ‚ÄěGeflutet‚Äú wurde gegen 23:30 Uhr, wie ich erst letzte Woche nochmals im Spiegel gelesen habe.

Schon am gleichen Tag, auch daran erinnere ich mich noch, warnte mein damaliger Klassenlehrer, ein ehemaliger Landtagsabgeordneter der Gr√ľnen, vor dem neuen Deutschland, dass da nun vielleicht entsteht. Denn immer wenn Deutschland fl√§chenm√§ssig gross war, argumentierte er anhand der Geschichte, flippen die Deutschen gerne mal aus.

Ein unendlich gl√ľckliche Westmutti und linke Ansichten an einem Tag, das war fast schon zu viel des Guten. Aber wenn eines Tages mein Leben wirklich nochmals innerhalb zwei Sekunden Sekunden ablaufen sollte, kurz davor, dann werde ich meine Mutter noch einmal rufen h√∂ren. Dass die Menschen frei sind.

74 Comments

  • NO 2da RA sagt:

    Martin! Was f√ľr eine Story und ohne Schei√ü ich hab Tr√§nchen in den Augen! Schon krass, dass einen die Bilder und die Geschichte immer wieder so mitnehmen – mich jedenfalls. Denn ich bin ein Ossi-Kind. Ich war damals 5 und bin mit meinen Eltern im Mai ’89 nach Frankfurt gezogen, denn f√ľr meine Eltern war es so wie deine Mama sagte. Ich selbst hab nichts von einer “Unterdr√ľckung” oder “Gefangenschaft” gemerkt: Wie du schon sagst als Kind ist es wichtiger, dass man sein Spielzeug hat. Und ne Banane hat mir auch nicht gefehlt – was man nicht kennt kann man nicht vermissen. Alles woran ich mich erinnern kann war die Tatsachen, dass ich meine Gro√üeltern nun doch wiedersehen konnte. Denn am Tag unserer Ausreise, war mir eins klar: Es ist verdammt realistisch, dass du den Rest deiner Familie nicht mehr wieder siehst. Konnte ja keiner ahnen, das ein halbes Jahr sp√§ter alles anders ist…..

  • Annette sagt:

    Sehr schön geschrieben.

    Ich war 9 als die Mauer fiel und wusste, nur, dass es eine Gro√ücousine Heidi in Plauen gab und dass man ihr immer mal wieder P√§ckchen mit Kleidern und Lebensmitteln schickte, weil es in der DDR ja nichts gab. F√ľr mich h√§tte die DDR aber genau so gut auf dem Mond sein k√∂nnen.

    Gro√ücousine Heidi kannte ich weniger gut als die Schulfreundin meiner Mama aus Australien – die war n√§mlich schon mal zu Besuch da, im Gegensatz zur Verwandschaft von dr√ľben.

    Als dann die Mauer fiel war klar, dass es was Großes war. Schließlich haben sich die Erwachsenen gefreut. Aber warum genau? Das wurde mir erst deutlich später klar.

  • Ossi Rolf sagt:

    “Superm√§rkte im anderen Deutschland”… “Konsum” oder “HO” hei√üt das Alter!

  • skp sagt:

    r√ľckblickend gibt es au√üer f√ľr leute, die sich gerne am nationalen heim-ins-reich taumel besaufen nichts zu feiern. die gr√ľnde, warum die leute in der ddr auf die stra√üe gingen waren bestimmt nicht, da√ü sie endlich mit einer brd vereint sein wollen, wo es neben vollen schaufenstern auch massig arbeitslose, obdachlose – kurz elend gab – und eine freiheit, die nur die freiheit ist, sich beim arbeiten f√ľr andere interessen vernutzen zu lassen, so man denn gebraucht wird. denn ohne diese vernutzung kann man sich die paar m√∂glichkeiten dieser freiheit gar nicht leisten.

    die ddr war scheiße Рaber das was danach kam ist nicht besser, nur anders. es gibt nichts zu feiern.

  • skp sagt:

    da√ü in den ganzen spektakeln der regierungsorgane und der medien f√ľr die vereinigung der deutschen nation schlichtweg banalisiert wird, was am 9.11.1938 war, um in ruhe feiern zu k√∂nnen sagt schon alles aus.

  • chris sagt:

    …. more drama baby!!!

    irgendwie kann ich mich nicht mehr so genau daran erinnern, eigentlich schade. Aber an was ich mich noch sehr gut Erinnern kann, ist das ich in Erdkunde ne schlechte Note bekam weil ich die neuen Bundesländer irgendwie nie richtig benamen konnte. Daruf hin hab ich mit meiner Mutter die neuen Bundesländernamen und ihre geographische Lage gelernt. Ich war davon damals sehr genervt.

  • julia sagt:

    ich kann mich leider an diesen abend auch nicht mehr erinnern. ich glaube auch, dass mir meine eltern dass nicht erklärt haben, aber weiß es nicht mehr.

    ich wei√ü nur, dass wir bekannte und verwandte im √∂sten hatten, die an weihnachten oft ihre schokolade r√ľbergeschickt haben und wir unsere zu denen. das war ungef√§hr lindt gegen aldischoki, so vom geschmack und wert her ūüėČ

    ich war auch mal dr√ľben, in bautzen. kann mich noch bissle an die wohnung der bekannten erinnern und wie es auf der stra√üe so aussah. die waren ja dort zum gro√üteil gepflastert und da knatterten dann die trabis und co. dr√ľber.
    ich wei√ü aber, dass in kleinen d√∂rfern die stra√üen immernoch so aussehen. das geld wurde ja eher f√ľr die gro√üst√§dte und autobahnen verprasst. wenn man dort ins “landesinnere” f√§hrt in so 50-seelen-d√∂rfer, dann ist es noch fast wie damals. nur halt mit bananen jetzt ūüôā

  • Cathrin sagt:

    Ich sag nur Nordkorea. Wei√ü kein Mensch so richtig, was da im Land drin los ist und wie das allt√§gliche Leben der Menschen aussieht. Ich f√ľrchte allerdings, den Kindern dort gehts entscheidend dreckiger als es den Kindern in der DDR jemals ging. Und in Turkmenistan regieren doch auch nur so Irre. Kriegt man halt leider nix von mit. Das macht mich schon ab und zu mal wahnsinnig, was f√ľr Probleme wir hier zu haben glauben, w√§hrend anderen auf der Welt elementarste Menschenrechte vorenthalten werden.

    Martins Text zum Thema finde ich √ľbrigens wieder sehr gelungen. Ich denke, so √§hnlich wie Du haben die meisten kessel.tv-Leser die Wende erlebt und solche Erinnerungen finde ich genauso relevant wie aufregende Fluchtgeschichten.

  • Dejan sagt:

    Das schönste Video zum Mauerfall:

    http://www.youtube.com/watch?v.....r_embedded

    R.I.P. Wolfgang Mischnick

  • franzi sagt:

    ich war damals auch 9 und kann mich noch gut daran erinnern wie wir vor dem fernseher saßen und gesehen haben wie die menschen auf der mauer standen. hab mich damals auch sehr von der freude meiner mutter anstecken lassen, die dort verwandte hatte und es gar nicht fassen konnte, dass die mauer eingerissen wird!

    davor war ich komischerweise immer der meinung, in der ddr m√ľsste es ganz toll sein: meine mutter hat immer p√§ckchen mit s√ľ√üigkeiten, klamotten und geld dort hin geschickt und wir kinder durften nie dort hin = was einem als kind nicht erlaubt ist kann ja nur toll sein war damals meine schlu√üfolgerung ūüėČ
    aber ich hab ja dann schnell mitbekommen das ich damit ziemlich falsch lag…

  • Ivonne sagt:

    Also ich bin ein gl√ľckliches Kind in der DDR gewesen….und wir hatte Bananen ‚Äď nur waren die eben meistens noch gr√ľn ūüėČ die wurden dann erstma zum reifen neben die Heizung….ehm den Holzoffen gepackt!

    Ansonsten fehlte es mir pers√∂nlich an nichts…okay ne echte Barbie w√§re schon cool gewesen ….aber ich w√ľrde meine Kindheit nie umtauschen wollen! Und Bautzen ist mittlerweile wieder ein sehr sch√∂ne Stadt!

    Ein Tip f√ľr alle: einfach mal hinfahren und sich selbst ein Bild machen statt hier vage Vermutungen √ľber den verbleib von Subventionen anstellen ūüėČ

    PS: Und unsere Superm√§rkte, damals besser bekannt als Konsum….waren nicht leer, nur eben mit anderen Produkten gef√ľllt!

  • Bj√∂rn B. sagt:

    Ich finde den Osten immer noch spannend (au√üer den Osten von Berlin, den finde ich total asso, aber das ist ne ganz andere Geschichte) und ich freu mich, dass ich Freunde aus dem Osten habe, die meinen arroganten West-Arsch ab und zu mal treten, wenn ich mich mit Kommentaren √ľber Bananen, Kleinwagen und Soljanka nicht im Griff habe.

    Obwohl, meine erste Begegnung mit der Grenze 1985 in der Rh√∂n war wenig friedlich. Meine Eltern haben mir damals zum ersten Mal erkl√§rt, was hinter dem Zaun so abgeht und dass man Menschen erschie√üt, die versuchen, zu uns zu kommen. Ich hab das nicht verstanden, ebenso warum die Deutschlandkarte in den Nachrichten rechts noch so einen kleinen Fleck hatte, der anscheinend dazugeh√∂rt. Sah immer aus wie ne Insel, ein Meer gabs da aber nicht – seltsam. Auf jeden Fall hab ich damals in der Rh√∂n einen Stein genommen und √ľber den Zaun geworfen. Prompt gabs √Ąrger mit den Eltern, obwohl ich beteuerte, nur die b√∂sen Grenzer aus dem Osten treffen zu wollen. Ich wette, seit dem gibts von mir ne Stasi-Akte – hab aber nie nachgefragt.

  • The Rocket sagt:

    Schöne Erinnerungen, Martin!

    Meine Familie v√§terlicherseits kommt aus dem Osten, aus dem Harz. Wir hatten schon immer sehr viel Kontakt nach dr√ľben und wenn meine Oma mal Geburtstag hatte, durften auch die Cousins meines Vaters einreisen. Oder wir waren eben mal zu Besuch, was sicher auch nicht so ganz einfach war. Ich erinnere mich haupts√§chlich daran, dass es im Osten immer ganz anders gerochen hat (Braunkohle/Trabbis?)…

    Meinen Gro√ücousins habe ich immer meine alten Bravos abgetreten – da haben dich sich d’rum gekloppt und auf dem n√§chsten Flohmarkt ausgerissene Artikel z. B. von Wham! f√ľr ein paar Ostmark verkauft. Da war ich als kleines M√§dchen schon echt platt.

    Wie der Fall der Mauer von Statten ging, daran kann ich mich auch komischerweise nicht mehr richtig dran erinnern. Aber auf einmal war’s ganz einfach, die Verwandtschaft zu sehen.

  • NO 2da RA sagt:

    @ skp: Finds extrem schade, dass du das so siehst. Ich bin absolut der Meinung, dass es was zu feiern gibt! Nat√ľrlich wollten die DDRler wieder zum Westen dazugeh√∂ren, schlie√ülich war Deutschland immer ein Land. Ich kenne niemanden (meiner Ostdeutschen Leute) der sich ernsthaft damit abgefunden hat, dass es 2 Deutschland gibt.

    Der Feiergrund ist doch wohl klar: normale B√ľrger wie du und ich haben es ohne Gewalt und Waffen sondern einfach nur mit ner Menge Courage gegen ein √ľbels System geschafft zwei L√§nder zu vereinigen. Wenn das kein Grund zum Feiern ist wei√ü ich auch nicht! Und zu ’39: Wei√ü nicht was du gesehen hast, aber die Merkel z. B. hat ganz klar auf die Nacht hingewiesen. Ne Sondersendung zur Progromnacht gabs auch, von wegschieben oder verleugenen kann also keine Rede sein!

  • skp sagt:

    ja, alles ostdeutsche nationalisten, die dem hinterhergetrauert hatten. niemals behauptet, da√ü es die im osten nicht gab. war ja schon in der nationalhymne textlich erw√§hnt. als ob das einen unterschied gemacht h√§tte, f√ľr die leute wo sie leben – einzig wie sie leben ist punkt von interesse. von mir aus h√§tte es auch gar kein deutschland mehr zu geben brauchen. diese nationalisten haben letzten endes auch die oberhand gewonnen, obwohl von denen, die anfangs wirklich das risiko auf sich genommen haben KEINER was mit einer wiedervereinigung am hut hatte. denen ging es drum ihre lebenssituation zu verbessern.

    wer nationalismus feiern will – f√ľr den gibt es einen grund. sonst gibt es nichts zu feiern.

    klar, die merkel ist kurz drauf eingegangen mit ein paar nebensätzen! Рda muss man doch nichts mehr zu sagen.

  • No 2da Ra sagt:

    Nationalistin weil ich gern in Deutschland lebe??? Na jeder wie er es gern h√§tte…

    Mal im Ernst: Gestern haben wir die Wiedervereinigung gefeiert (oder eben auch nicht). Ich finds super, dass die Progromnacht nicht gänzlich verschwiegen wurde! Das sind 2 verschiedene Dinge.

    Vielleicht wurde an deinem Geburtstag in irgendeinem Land irgend was schlimmes verbrochen. Aber du feierst deinen Geburtstag! Das sind 2 unterschiedliche Dinge. Judenverfolgung war schei√üe ohne Frage, aber wieso muss man an einem Tag der deutschen Einheit wieder dieses Thema abgrasen???? Wenn das alles ne Woche sp√§ter oder fr√ľher passiert w√§re w√ľrde es doch auch keinen bocken…

  • skp sagt:

    “Nationalistin weil ich gern in Deutschland lebe???”

    Ja, was denn sonst? Nationalismus ist nichts anderes als der positive Bezug auf den jeweiligen Nationalstaat. Und das machst du mit der Aussage eindeutig.

    Was dein Beispiel betrifft: sorry, das ist blanker Blödsinn. Das hat beides mit Deutschland zu tun und zwar ganz direkt. Das so hinzukonstruieren wie du, daß das nichts miteinander zu tun hätte ist Geschichtsrevisionismus pur. Wieso war dieser Kackstaat denn zurecht geteilt? Davon willste nichts wissen, um in Ruhe deinem nationalen Taumel nachgehen zu können. Ganz billiger Move.

  • se sagt:

    sch√∂ner text von martin. ich fands damals mit meinen knapp 10 jahren auch ziemlich surreal was abging, hab aber das ganze ausma√ü auch noch nicht fassen k√∂nnen. war dann einen sommer sp√§ter im osten unterwegs, mit freunden die einen kleinen familienzirkus haben, f√ľr die war das der ganz gro√üe reibach, jeden tag zwei mehr als ausverkaufte vorstellungen, was auch ganze 6 jahre anhielt, dann is aber langsam die hysterie “wow, wir k√∂nnen und d√ľrfen jetzt auch alles konsumieren was wir wollen” wieder abgeebbt und der zirkus kam zur√ľck zum touren in die alten bundesl√§nder. was f√ľr mich damals das eindr√ľcklichste war als ich das erste mal im osten unterwegs war: endlich hatte ich eine vage vorstellung davon wie es in den 50er jahren in deutschland allgemein ausgesehen haben muss, sprich, ich f√ľhlte mich ganz oft wie in die familienfotos meiner gro√üeltern gebeamt… die letzte oder vorletzte tournee die der zirkus im osten spielte war ich dann auch wieder mit bei und ich war oft ganz neidisch dass die im osten so wahnsinnig gro√üe malls pl√∂tzlihc hatten. in jeder gr√∂√üeren stadt wurde aus dem nichts, im nichts, ein fettes einkaufszentrum hingebolzt, was mich als teenie ungemein beeindruckt hat

  • Lino sagt:

    na ganz so krass w√ľrde ich das nicht sehen, dass jemand ein Nationalist ist, weil er gerne in “seinem” Land lebt. Umkehrschluss w√§re ja, dass man total unzufrieden sein muss, um kein Nationalist zu sein.
    Bisschen teilen ich kann ich allerdings dir Vorbehalte was so Fahnenbesoffenheit und Projektionen von Stolzgef√ľhlen auf ein Land angeht (nicht Deutschlandspezifisch). Stolz kann ich eigentlich nur auf selber erreichtes sein, f√ľr die anderen kann ich nix. Aber das hab ich in der Diskussion jetzt hier nicht rausgelesen.
    F√ľr mich als Italiener mit rein italienischer Familie war das Ganze recht unemotional, hab ich keine richtigen Bezugspunkte gehabt. Normal.

    @No 2da Ra
    “normale B√ľrger wie du und ich haben es ohne Gewalt und Waffen sondern einfach nur mit ner Menge Courage gegen ein √ľbels System geschafft zwei L√§nder zu vereinigen”

    Möchte bestimmt nicht die Courage den Leuten absprechen, die Unrecht dort erlitten haben und auf der Straße demonstriert haben, auf gar keinen Fall! Aber glaub die Erklärung, dass es deswegen ein wiedervereinigtes Deutschland gibt, greift ein wenig kurz. Da waren dann doch die globalen Machtveränderungen ausschlaggebend (Gruß an Gorbatschow).

  • franzi sagt:

    @skp: du lebst doch vermutlich in diesem “kackstaat”, oder?!

    was hast du denn persönlich relevantes (positiv oder negativ) zur deutschen geschichte beigetragen?! vermutlich nichts, wie wir alle hier, oder?

    und deswegen kann man doch nicht bis in alle ewigkeiten den j√ľngeren generationen die gr√§sslichen taten des 3. reiches vorwerfen! es steht ja v√∂llig ausser frage, das dies schrecklich war, sich niemals wiederholen darf und das man dies auch niemals vergessen darf!

    ich kann absolut nachvollziehen, wenn die menschen, die in der DDR gelebt haben diese zust√§nde √§ndern wollten, weil ein gro√üer teil einfach mal nichts daf√ľr konnte und eingesperrt und unter zwang leben musste.

    und das diese menschen jetzt einfach mal an dieses ereignis erinnern wollten, welches das leben von den deutschen beeinflusst hat, und ich wage mal zu behaupten in vielen fällen eher positiv als negativ, ist doch völlig in ordnung!

  • NO 2da RA sagt:

    @ Franzi: Danke! Genau so sehe ich das auch!

    @ Lino: Logo, ohne die “Oberen” geht es nicht – ganz klar, aber wenn die Menschen damals nicht so einen Druck gemacht h√§tten, von wegen Botschaft besetzen oder eben √ľber Ungarn nach Westdeutschland ausreisen, h√§tte sich das wohl noch weitere 40 Jahre hingezogen.

    @skp: Oh man ja sischi hat beides direkt mit Deutschland zu tun, aber dann k√∂nntest du auch in diese Reihe keine Ahnung was f√ľr ein deutsches geschichtliches Ereignis einreihen, Gr√ľndung der RAF oder sonst was…Es ist viel falsch gelaufen in unserer Geschichte, das streitet niemand ab. Besatzungszonen waren schon eine gute Sache, aber komischer Weise haben weder die Briten noch die Franzosen oder die Amis jemals versucht ihre Besatzungszone zu “behalten” und von Deutschland abzugrenzen….

    Kackstaat? Wie schon gesagt, wenns dir hier nicht gef√§llt – “Ciao”! Aber alles was hier gut ist nimmst du doch sicherlich auch gern und mit offenen H√§nden…

  • skp sagt:

    “was hast du denn pers√∂nlich relevantes (positiv oder negativ) zur deutschen geschichte beigetragen?! ”

    na, ich hoffe mal rein gar nichts. zur einer spezifisch deutschen geschichte habe ich auch keinerlei absicht etwas beizutragen. und das ich hier lebe – daf√ľr kann ich nichts. das hei√üt auch nicht, da√ü es woanders relevant besser w√§re. abgesehen davon ist diese angedeutete aussage deinerseits ein problematischer standpunkt von leuten, mit denen du vermutlich nichts zu tun haben w√∂lltest, wenn ich das jetzt direkt ansprechen w√ľrde.

    es wird nicht daran erinnert, da√ü die menschen ein lebenswerteres leben wollten, sondern daran, da√ü dies der anfang vom ende war – ergo der schritt in die wiedervereinigung. nicht immer alles durcheinander bringen bitte. da wird besoffen die nationale einheit gefeiert. da√ü die leute im osten arbeitslosigkeit, obdachlosigkeit, ausbeutung durch billigl√∂hne oder eine reisefreiheit, die sich nicht unrelevant wenige ja gar nicht leisten k√∂nnen wollten (all das bedeutet diese hochgefeierte freiheit ja auch, da muss man sich doch nichts vormachen) nur um heim ins reich zu k√∂nnen, als sie zum ende der ddr auf die stra√üe gingen bestreite ich glattweg. das war 1992 ganz sicher schon anders, als sich die ausw√ľchse des nationalistischen taumels ge√§u√üert haben.

    es w√§re nichts dagegen einzuwenden zu feiern, da√ü die menschen das, wof√ľr sie auf die stra√üe gingen auch erreicht h√§tten. dem ist aber gar nicht so. muss man sich nur mal die bilanz anschauen und das was jetzt ist mit dem abgleichen, was damals gewollt wurde. aber geschichte wird von den siegern geschrieben und so wird das halt mal kurzerhand umgedeutet, um zu behaupten, da√ü die ja schon immer alle ein teil der brd sein wollten.

  • skp sagt:

    “Kackstaat? Wie schon gesagt, wenns dir hier nicht gef√§llt ‚Äď ‚ÄúCiao‚ÄĚ! ”

    ein beliebter slogan der npd btw. Рschönen tag noch

  • NO 2da RA sagt:

    *lol* genau DARAUF hab ich gewartet! “Du w√§hlst sicher die NPD weil du gern in Deutschland lebst” – NA KLAR und ich ess auch kleine Kinder!!!!

    Du checkst einfach nicht was ich meine! Ich zieh doch auch nicht nach England weils mir da zu viel regnet. Jeder kann selbst bestimmen wo er wohnt. Wenn es dir hier nicht gef√§llt, was tust du dann hier???? Ich versteh das einfach nicht…Ich will auch nicht auf ne M√ľlldeponie – gef√§llt mir einfach nicht da, also geh ich dahin wo ich mich wohlf√ľhle…

    Und mal ganz ehrlich, du kannst nichts daf√ľr, dass du hier lebst???? H√§√§√§√§? Ich wiederhol mich nicht, du wei√üt was meine Meinung dazu ist!

  • NO 2da RA sagt:

    Richtig, stimm dir absolut zu, dass es den Leuten im Osten beschissen geht und dass da unbedingt was passieren muss, aber das √§ndert doch nichts daran, dass Ost und West zusammen geh√∂ren! Bei der Umstrukturierung und Eingliederung der “neuen” ist einfach viel vers√§umt worden, das h√§tte von Anfang an anders laufen m√ľssen. Fehler passieren, niemand ist unfehlbar, aber das √§ndert rein gar nichts – Deutschland ist nur Deutschland mit allen 16 Bundesl√§ndern!

  • Weini sagt:

    @NO 2da RA: WORD! Ich stimme dir voll und ganz zu!!!!

  • PhilGrooves sagt:

    @skp

    An den 9.11.1938 wurde sehr wohl erinnert, du hast doch wohl die zentralen Grußworte des Bundespräsidenten und der Bundeskanzlerin nicht verpasst?

  • skp sagt:

    “‚ÄúDu w√§hlst sicher die NPD weil du gern in Deutschland lebst‚ÄĚ ‚Äď NA KLAR und ich ess auch kleine Kinder!!!!”

    hab ich nicht gesagt Рich hab gesagt du skandierst npd parolen. und das ist nachweislich und unbestreitbar so. klar, daß da wieder so ein billiger move kommt.

    wenn du unbedingt willst, da√ü ich dich einen nazi nenne, da sag das doch einfach. ich hab das nicht gemacht, weil das nicht stimmen w√ľrde. du bist halt nationalist – da gibt es unterschiede. aber diese billige “oh-du-nennst-mich-nazi” nummer zeigt auch nur auf, das da keine argumente da sind, du aber ne diskussion argumentfrei f√ľr dich entscheiden willst. ich hab dich nicht so bezeichnet und das aus gutem grund. punkt.

    “dass Ost und West zusammen geh√∂ren” sagt wer au√üer nationalisten was deutschland betrifft? welche argumente gibt es denn, da√ü irgendwelche menschen unbedingt in diesem einen staat leben m√ľ√üten?

  • skp sagt:

    “Wenn es dir hier nicht gef√§llt, was tust du dann hier???? Ich versteh das einfach nicht”

    weil du anscheinden etwas schwer im verständnis bist. hab ich oben deutlich geschrieben Рwoanders ist es auch nicht besser. das ist dummes palaver an ungeliebten kritikern. dich nervt halt, daß nicht jeder in deinen heiti-teiti-nationalismus einstimmt. die sollen alle weg! hauptsache du mußt dich nicht damit auseinandersetzen.

  • PhilGrooves sagt:

    Die Kommentare passen ja zum Thema, die “Fuck the System”-“Der Staat ist schei√üe”-Einstellung ist ja auch aus den 80ern. :p

  • Ken sagt:

    @ skp:

    kann es sein das du einen hass auf alles und jeden hier in deutschland hast?

    man k√∂nnte meinen, du hasst dich selbst ein gutes st√ľck!

  • skp sagt:

    jaja klar – wer deutschland hasst, der muss sich selber hassen. f√ľr nationalisten sind das subjekt und die nation halt eines – da ist dann die negative position zum einen gleich eine negative zu sich selbst.

    was das allerdings damit zu tun h√§tte wieso ich “jeden” – also menschen einfach so, die schlichtweg nur hier wohnen – hassen sollte, die erkl√§rung bleibst du schuldig. das reicht, wenn man sowas einfach mal als pseudofrage suggeriert. aber anders ist es dir wohl nicht erkl√§rbar, dass es leute gibt, die sich tats√§chlich nicht von nationalistischem gelaber vereinnahmen lassen.

    sorry ken, da hatte ich was reflektierteres von dir erwartet als so nen bei√üreflex, der nur drauf aus ist einen – also mich – der einen dir nicht genehmen standpunkt hat ein psychoanalythisches krankheitsbild (selbsthass – eine klasse pathologisierung von dir k√ľchenpsychologen – alle achtung) anzudichten, um dann eine allgemeine ebene zu verlassen und pers√∂nlich zu werden.

    es ist ja auch viel einfacher den gegen√ľber als f√ľr nicht ernstzunehmend hinzustellen – und somit als abweichler von der norm, als krank und nicht ganz zurechnungsf√§hig – sowas hat ja vorher schon immer gut funktioniert – als sich mit den angesprochenen inhalten auseinander zu setzen. bring doch mal ein argument anstatt hier den hobbyfreud zu mimen.

    zum text selbst: ich sa√ü vorm fernseher, gerade ein jahr im westen und fand’s schei√üe, weil ich schon wu√üte, was die anderen erwartet. zwar eine entledigung unangenehmer und oft sch√§dlicher repressionen auf der einen seite – und neue sch√§den dann auf der anderen. nur anders – nicht unbedingt besser.

  • Jimbou sagt:

    Hmmm ich komm voll nich mehr mit, Ich bin also, unwissend, Nazi weil ich es toll finde, in einem vereinigten Deutschland zu leben?

    Gott sei dank bin ich Mitglied in der Partei DIE PARTEI (Wer das Programm nicht kennt: http://www.youtube.com/watch?v.....re=related). Puuh grad noch mal Gl√ľck gehabt kein Nazi zu sein.

  • skp sagt:

    “Hmmm ich komm voll nich mehr mit, ” das machste in deinem ersten satz auch ohne zusatz klar. LERN LESEN!

  • stephan sagt:

    Als ich vor 20 Jahren aufwachte, war eigentlich alles wie immer. Ich war acht und lebte auf einem Dorf in der DDR. Nur meine Eltern, die waren ganz aufgeregt und haben irgendwas davon erz√§hlt, da√ü eine Mauer, die ich nie gesehen hatte, pl√∂tzlich offen sein sollte. Aber erst als wir Jungs auf unserem Lieblingskieshaufen die Pioniert√ľcher zu Piratenfahnen umfunktioniert hatten, d√§mmerte mir, das irgendetwas entscheidenes passiert war.

    Ich bin unglaublich froh dar√ľber, dass ich die Repressalien der DDR nicht mehr erleben mu√üte. Gen√ľgend Leute aus dem eigenen Verwandten- und Bekanntenkreis mussten Stasi√ľberwachung, spontane Verhaftungen, Berufsverbote und dergleichen ertragen. Ich kenne Menschen, die Freunde f√ľr den eigenen Vorteil politisch angeschw√§rzt haben und Menschen, die wegen Staatsflucht monatelang in Isolationshaft sa√üen.

    Das das vorbei ist, ist DEFINITIV besser, als alles andere!

  • Martin Sch. sagt:

    Erstma: Super geschrieben, der Artikel!
    Ich hab mir die Diskussionen hier durchgelesen und mich nur kurz √ľber manche (oder nur die EINE!?) Ansicht aufgeregt. Stattdessen habe ich mit Zufriedenheit festgestellt, dass wir in der Bundesrepublik eine im Grundgesetz verankerte Meinungsfreiheit haben… Und dass kein “System” √ľber kessel.tv wacht… ūüėČ

  • NO 2da RA sagt:

    @ Martin Sch.! Jawohl! Es lebe die Meinungsfreiheit

    Und genau aus diesem Grund sag ich nur noch eins zu skp: Du tust mir unendlich leid, dass du dich in dieser Welt nicht wohlf√ľhlst. Ich mag mein Leben und jeder ist selbst f√ľr sein Gl√ľck verantwortlich. Wenn du nichts gegen deine Unzufriedenheit tun willst, dann mecker halt weiter rum. Komisch nur, dass Deutschland irgendwie doch die beste Alternative zu sein scheint. “…weil es woanders auch nicht besser ist”

    Und von wegen NPD: Du scheinst kein bisschen besser zu sein als ich, denn auch du drehst es dir wohl so wie es dir in den Kram passt!

    Zu den Argumenten: Es gibt ne Menge Argumente warum Ost und West zusammen geh√∂ren. Der wichtigste Grund: Weil Sie schon IMMER ein Land waren! W√§re Hitler nicht dazwischen gekommen h√§tte es wohl niemals Besatzungszonen gegeben und damit auch keine Sowjetunion die unrechtm√§√üig gesagt hat: N√∂ unsern Teil geben wir nicht mehr her. 2. Grund, die Menschen: 1 Volk, eine Geschichte, eine Sprache. Familien wurden durch die Teilung zerissen, Freundschaften gekappt….Wieviele Gr√ľnde brauchst du noch????? Man darf nicht vergessen WIESO die Mauer gezogen wurde, weil sich so viele Ossis klar waren, das es im Osten einfach schlechter abgeht als im Westen. Und weil man Schiss hatte, dass irgendwann keiner mehr da ist hat man sich gesagt, alles klar ziehen wir ne Mauer. Allein dieser Punkt schreit doch gerade zu das Wort “Ungerechtigkeit”.

    “heiti-teiti-nationalismus” Wie bereits gesagt, Meinungsfreiheit ist was tolles und ich akzeptiere deine Meinung. Du tust mir nur unglaublich Leid! Ich kenne einfach niemanden der an einem Ort bleibt der ihm nicht gef√§llt! Und dass du nicht mal eine Alternative f√ľr dich kennst ist noch soooo viel trauriger. Was macht dein Leben lebenswert? Das w√ľrde mich echt mal interessieren…Wohlf√ľhlen ist doch ein Grundbed√ľrfnis ohne das man alles andere wie Freunde, Familie, Wohlstand gar nicht aufbauen kann.

  • franzi sagt:

    @ No 2da RA

    bin absolut deiner meinung!

    manche menschen sind einfach gegen alles und jeden, rumnölen ist ja auch das einfachste!

  • NO 2da RA sagt:

    Oh ja das ist echt das einfachste…ach ja und weil du (skp) ja noch meintest, dass Ken pers√∂nlich geworden ist…. Da bist du ja wohl ganz vorne mit dabei! Schlie√ülich unterstellst du hier Leuten sie k√∂nnten nicht Lesen, sind schwer von Verst√§ndnis und unterstellst man w√ľrde die NPD zitieren….

    Das find ich mal “nen ganz billigen move”!

  • Lino sagt:

    Deutschland war schon immer ein Land? Seit es halt Deutschland gibt, davor nicht. Und gleich ausgesehen hat es auch nicht immer und wird es auch nicht (wie √ľbrigens alle anderen L√§nder auf dieser Erde auch; Blick in die Geschichtsb√ľcher! Grenzen unterliegen immer einem Wandel). Insofern isses ein bisschen problematisch so zu argumentieren, dass es schon immer so war, und Bewohner einer Nation als absolut homogene, unver√§nderbare Einheiten zu sehen.

    “W√§re Hitler nicht dazwischen gekommen”.
    M√∂chte dir nix in den Mund legen, aber das war kein Au√üerirdischer, der einen Haufen schuldloser Widerstandsk√§mpfer verf√ľhrt hat, die danach total unfair ihr Land geteilt bekommen haben.

    “1 Volk, eine Geschichte, eine Sprache”
    mal vom komischen Sound des Satzes abgesehen, dar√ľber kann man aber auch trefflich streiten.

    Aber ich m√∂chte hier niemanden die Freude f√ľr die Wiedervereinigung nehmen, find’s nur f√ľr mich ganz angebracht den Nationen- und Volksbegriff vielleicht etwas n√ľchterner und unemotionaler zu sehen.
    Und wenn’s zwei Nationen mit Deutschen, oder 2 Nationen mit Italiener g√§be, wo w√§re das Problem? Solange es den Leuten prima geht (war in der DDR halt definitiv nicht der Fall, insofern braucht man ihr auch nicht hinterherzuweinen). Aber find’s vollkommen ok sich zu freuen, wenn man merkt, dass die Wiedervereinigung eine Verbesserung f√ľr die Menschen gebracht hat.

  • NO 2da RA sagt:

    Hast schon Recht, das Deutsche Reich war um einiges größer als das jetzige Deutschland. Aber durch die Siegermächte wurden die Grenzen Deutschlands eingerichtet. Ich bin von diesen Grenzen ausgegangen. Nicht von denen von vor 100 Jahren.

    Dass Deutschland unfair geteilt wurde finde ich schon, wie gesagt FR, GB und USA haben ihre Teile nicht f√ľr sich behalten wollen. Die SU schon….

    Um das mal auf die heutige Zeit zu beziehen: Wenn nun ein Obama kommt und sagt: So Freunde in Italien, die Mafia is voll schei√üe, damit das ein Ende hat helf ich euch. Wir teilen euer Land auf dann haben wir alles bissl besser im Griff. Ein Teil betreut die USA, einen Deutschland, einen Spanien und die Franzosen kriegen den letzten Teil. DT, SP und FR geben nachdem das Mafia-Thema abgevespert ist ihre Teile wieder zu einem Italien. USA sagt, och n√∂, eure europ√§ischen Systeme finden wir doof und unser Teil soll von der USA gepr√§gt werden…was w√ľrden wohl die Italiener dazu sagen???? Alles klar, dann lassen wir das halt so? Kann ich mir nicht vorstellen…

  • Lino sagt:

    @NO 2da RA

    vollkommen klar, dass eine von oben herabbefohlene, gewalt√§tige Teilung nicht ok ist, muss man auch gar nicht dar√ľber diskutieren.
    Und wie gesagt, dass die beiden Teile Deutschlands wieder zusammen sind, find ich auch hat seine Logik.
    Hat allerdings auch seine Nachkriegslogik gehabt, dass es geteilt war nachdem was passiert ist, sorry.

    Ging mir nur darum, dass ich’s ein wenig problematisch finde wenn man zu einer abstrakten Einheit, wie es eine Nation oder ein Volk ist, so eine starke, emotionale Bindung aufbaut. Mir ist das v√∂llig fremd. Meine Zuneigungen gelten den Menschen, die mir was bedeuten. Der Akt der Wiedervereinigung per se l√§sst mich kalt. Wenn sie allerdings zur Folge hat, dass dadurch mehr Menschen zufriedener sind und das Ganze eine Verbesserung der Lebensverh√§ltnisse darstellt, dann freu ich mich. Wollte nur das sagen.

  • xx sagt:

    Es tut mir auch leid, dass skp solch negative Erfahrungen in Deutschland gemacht hat. Konkrete Kritikpunkte bleibt er jedoch schuldig au√üer ein paar Schlagw√∂rtern; “arbeitslosigkeit, obdachlosigkeit, ausbeutung durch billigl√∂hne oder eine reisefreiheit”. Ich selbst bin im Westen aufgewachsen und z√§hle deshalb unverschuldet und gl√ľcklicherweise nicht zu den Verlierern der Wende. Klar ist auch, dass es die gibt. Andererseits kann ich sagen, dass ich momentan in Ostdeutschland studiere und die Situation so wie du sie beschreibst mehr als schwarzgemalt ist. Ich habe hier in den ersten Wochen des Studiums keine Unterkunft gehabt und “musste” couchsurfen. Ich habe hier sehr viele weltoffene, tolerante und vor allem reisebegeisterte Menschen kennengelernt, die sich sehr wohl den Traum vom Reisen erf√ľllt haben und mittels Couchsurfing um die halbe Welt gereist sind. Das ist sicherlich ein Privileg, das nur wenige genie√üen k√∂nnen. Ich selbst konnte es mir auch noch nicht leisten gro√üartig herumzukommen und habe es noch nie aus Europa hinaus geschafft. Aber irgendwann werde ich mir den Wunsch sicherlich erf√ľ√ľllen k√∂nnen. Ich habe jedenfalls die M√∂glichkeit dazu.
    Du stellst Sicherheit vor die Freiheit des Einzelnen und unterstellst damit den Menschen, die in diesem Land leben Unm√ľndigkeit. Dein Freiheitsbegriff ist derart reaktion√§r, dass ich dabei echt Ausschlag kriege. Ich bin ehrlich gesagt froh, dass wir in der westlichen Welt die Aufkl√§rung bereits hinter uns haben. √úberhaupt, wo bleibt bei dir die Freiheit. Schon klar, dass du deshalb unsere freiheitlich demokratische Grundordnung nicht akzeptieren kannst. Aber zum Gl√ľck leben wir in einer wehrhaften Demokratie, die keinen Platz f√ľr rechts-, als auch linksextremes Gedankengut bietet.
    Du sprichst das Thema Arbeit f√ľr Alle an, ein sch√∂ner Traum, der in der DDR ein System SIMULIERTE, dass sich ohne die Hilfe anderer Staaten nicht am Leben erhalten konnte. Nat√ľrlich tr√§umen wir alle von einer Welt, in der es Armut, Arbeitslosigkeit und Ausbeutung nicht mehr gibt. Aber einige von uns arbeiten wenigstens an dieser Vision, weil sie sich am demokratischen Prozess beteiligen. Dies setzt aber aufgekl√§rte und m√ľndige Individuen voraus (s.o.).
    Wie jeder wei√ü, stand die DDR ’89 vor dem finanziellen Ruin und bisher hat es noch kein kommunistisches System geschafft zu funktionieren. Ohne Repressalien durch den Staat. Du aber wiegst die Opfer von staatlichem Terror mit Sicherheit f√ľr alle auf. Dies jetzt weiter zu hinterfragen w√ľrde eine philosophische Diskussion aufwerfen, die an dieser Stelle zu weit f√ľhren w√ľrde und auf die du sicherlich auch nicht abzielst, denn du hast nicht dar√ľber nachgedacht. Ich finde es erstaunlich, dass du selbst keine Alternativen aufzeigst, es verwundert mich jedoch nicht; weil es kein “ideales” System gibt. Ein System kann auch nicht hermetisch und abgeschlossen sein sondern ist immer auch ein Prozess aus dem, was die Gesellschaft daraus macht. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein isolierter Staat in der globalisierten Welt noch √ľberlebensf√§hig ist. Beispiel China und Nordkorea. In Nordkorea leben die Menschen wirklich in erb√§rmlicher Armut. Und China spendiert den Menschen Zuckerbrot in Form von demokratischen Elementen, finanziellem Wohlstand (Kapitalismus+Kommunismus wohl?), das fr√ľher oder sp√§ter zu einer Demokratisierung f√ľhren wird und die Leute ruhigstellt. Du nutzt das Internet scheinbar wie alle hier, ein Medium der Informationsgesellschaft, das wohl in einem isolierten Deutschland nicht in der Form zug√§nglich w√§re. Alles in allem bin ich irgendwie nur verwundert √ľber deine Ansichten. Jedenfalls habe ich nicht kapiert, was deiner Meinung nach die Alternative w√§re. Der Nazivergleich hinkt einfach immer und die an der Diskussion beteiligten in diesen Kontext zu stellen verbietet sich daher. Sch√∂ne Gr√ľ√üe

  • julia sagt:

    mensch, da hat aber wieder jemand zeit zum schreiben gehabt ūüėČ

  • skp sagt:

    schon lustig – da schreibt man explizit, da√ü man nirgends irgendwo gesagt hat jemand w√§re ein nazi – aber wenn dieser bl√∂dsinn wiederholt auftaucht, dann darf man da nicht mal drauf hinweisen, da√ü diejenigen sich gef√§lligst mal durchlesen sollten, was man schreibt, anstatt oberfl√§chlich nie gesagten schwachsinn hineinzubehaupten. das ist schon unerh√∂rt von mir. aber das ist sie halt die meinungsfreiheit – eine meinung darf man haben, ob die wahr ist oder aus blo√üem grobfug besteht – das ist egal. ich hab dir nicht unterstellt du w√ľrdest die npd zitieren – du HAST sie zitiert – das ist ein unterschied ums ganze.

    “Es gibt ne Menge Argumente warum Ost und West zusammen geh√∂ren. Der wichtigste Grund: Weil Sie schon IMMER ein Land waren! W√§re Hitler nicht dazwischen gekommen h√§tte es wohl niemals Besatzungszonen gegeben und damit auch keine Sowjetunion die unrechtm√§√üig gesagt hat: N√∂ unsern Teil geben wir nicht mehr her. 2. Grund, die Menschen: 1 Volk, eine Geschichte, eine Sprache. Familien wurden durch die Teilung zerissen, Freundschaften gekappt‚Ķ.Wieviele Gr√ľnde brauchst du noch?????”

    dein EINZIGES argument ist nationalismus – also ein ideologisches konstrukt, was nicht einfach mal so von natur aus da war, sondern erst mal in einem lange w√§hrenden prozess geschaffen werden mu√üte – nennt sich nationbuilding, um menschen, die vorher nichts gro√ü miteinanxder zu schaffen hatten, einzureden sie m√ľ√üten aus h√∂heren gr√ľnden eine schicksalsgemeinschaft bilden. wenn man das dann so bennent wie es einfach offensichtlich ist – n√§mlich da√ü du schlicht weg nationalist bist – dann ist das geschrei wieder gro√ü. wieso eigentlich? die ganz klaren nationalistischen inhalte vertrittst du doch trotzdem? meine aussage, da√ü es au√üer f√ľr nationalisten nichts zu feiern g√§be best√§tigst du doch mit jedem satz.

    “Dass Deutschland unfair geteilt wurde finde ich schon, wie gesagt FR, GB und USA haben ihre Teile nicht f√ľr sich behalten wollen. Die SU schon‚Ķ.”

    So ein quatsch – die ddr war KEIN teil der UDSSR – nie. Die brd wurde zuerst gegr√ľndet und hat sich auch als erstes eine eigene w√§hrung verpasst – das lernt man sogar im geschichtsunterricht in der schule – selbst im westen. Was daran unfair sein soll, da√ü das dritte reich territorial aufgeteilt wurde, damit deutsche ihren gr√∂√üenwahn nicht mehr ungehindert ausleben k√∂nnen – da spricht entweder die pure ungebildetheit oder halt der umnebelte nationalistische geist, der seinen fetisch deutschland gef√§hrdet sieht. f√ľr dich mal eine wunderbare band: frankreich muss bis polen reichen. http://www.youtube.com/watch?v=D7SsdIa1nOM

    ‚Äú1 Volk, eine Geschichte, eine Sprache‚ÄĚ – hei√üt korrekt “ein volk, ein reich, ein f√ľhrer” und umfasst √∂sterreicher, sudetendeutsche und s√ľrtiroler und auch schweizer mit – da ist doch klar, wessen geist das kind ist.

    deine anspielungen auf meine pers√∂nliche lebenssituation in einer diskussion um allgemeine weil gesellschafltiche inhalte ist eine √§u√üerung deiner geistigen armut. das selbe wie bei ken – wenn man halt nichts zum inhalt sagen kann, dann muss man den gegen√ľber halt auf andere weise versuchen zu dikreditieren. aber keine sorge – mir geht es pers√∂nlich sehr gut – nur darum geht es hier nirgends. das √§ndert auch nichts an den vorgebrachten punkten.

    “arbeitslosigkeit, obdachlosigkeit, ausbeutung durch billigl√∂hne oder eine reisefreiheit, die man sich leisten k√∂nnen mu√ü” – das sind nat√ľrlich keine konkreten kritikpunkte – das ist was v√∂llig abstraktes. vielleicht f√ľr gutsituierte b√ľrgerliche aus dem s√ľden, die die lebenswirklichkeiten anderer menschen gar nicht mehr mitbekommen.

    “Das ist sicherlich ein Privileg, das nur wenige genie√üen k√∂nnen. ” – ja, aber die ossis – die konnten das nach der wende ALLE. da wird mal glattweg aus einer richtigen erkenntnis was falsches, wenn das in einer erz√§hlung auftaucht, wo ein paar leute aus der direkten erlebniswelt ein bisschen gereist sind.

    “Du stellst Sicherheit vor die Freiheit des Einzelnen und unterstellst damit den Menschen, die in diesem Land leben Unm√ľndigkeit. Dein Freiheitsbegriff ist derart reaktion√§r, dass ich dabei echt Ausschlag kriege. Ich bin ehrlich gesagt froh, dass wir in der westlichen Welt die Aufkl√§rung bereits hinter uns haben.”

    zu ersterem – sch√∂nes aus dem phrasenschwein, nur leider findet sich da kein pendant in dem, was ich geschrieben habe. was soll man dazu noch sagen, au√üer, da√ü man anfangen mu√ü dich ab hier nicht mehr ganz ernst zu nehmen. f√ľr einen dichtversuch ist es ziemlich ungelungen.

    zu zweiterem – aha, reaktion√§r. das ziehst du dann aus dem schlu√ü deines aufgebauten pappkameraden aus punkt eins. lass mich raten: dein freiheitsbegriff ist der der neoliberalen – also die blo√üe freiheit des marktes, die erz√§hlt leistung w√ľrde sich lohnen – also die unfreiheit derer, die den zwang haben lohnarbeit leisten zu m√ľssen, weil ihnen die kapitale zur investition fehlen. sogenannte minderleister.

    “Ich bin ehrlich gesagt froh, dass wir in der westlichen Welt die Aufkl√§rung bereits hinter uns haben. ”

    ja, da fragt man sich dann schon, wo du wohl in der phase der aufklärung warst. was den aufgeklärten westen betrifft Рstimmt super aufgeklärt das alles, nicht unbedeutender kreationisteneinfluss, offene schwulenfeindlichkeit sowie auch grundsätzliche homophobie, xenophobie Рalles außerordentlich aufgeklärte standpunkte. frontext ist auch eine sehr humanistische einrichtung.

    “Du sprichst das Thema Arbeit f√ľr Alle an” – niemals, so was w√ľnsche ich keinem – zumindest nicht wenn das wie in deinem sinne lohnarbeit sein soll.

    “in sch√∂ner Traum, der in der DDR ein System SIMULIERTE, dass sich ohne die Hilfe anderer Staaten nicht am Leben erhalten konnte.”

    aha, ich wei√ü ja nicht, was du f√ľr √∂konomische zahlen hast. kannst du aber gerne mal nach googeln: die ddr war √∂konomisch nicht handlungsunf√§hig und auch nicht au√üerordentlich anders verschuldet als andere staaten. es gab allerdings fehlentscheidungen in der investition – aber das ist nichts spezifisches, das gibt es in der brd auch zu hauf. zum anderen scheinst du ja die schuldenpolitik der brd seit den achtzigern nicht zu kennen – ohne kredite w√§re die n√§mlich auch nicht mehr lebensf√§hig. und bei der kommt dazu, da√ü das bruttosozialprodukt aus privatem eigentum besteht – also bis auf ein paar steuern nicht dem staat zur schuldenabwicklung zur verf√ľgung steht. fang mal an zu rechnen und dann wirst du den fehler in deinen behauptungen schon selber finden.

    “Wie jeder wei√ü, stand die DDR ‚Äė89 vor dem finanziellen Ruin und bisher hat es noch kein kommunistisches System geschafft zu funktionieren.”

    zu erstem: nein, das ist falsch. zu zweitem: es gab noch nirgends ein kommunistisches system – von dem her kann es auch nicht funktioniert haben. aber daf√ľr m√ľ√ütest du dir erstmal einen begriff davon machen, was das eigentlich sein soll und – das ist hier ja nachvollziehbar – du redest von dingen, von denen du nichts wei√üt.

    “Du aber wiegst die Opfer von staatlichem Terror mit Sicherheit f√ľr alle auf.” ein glatte l√ľge – da steht ganz explizit von mir was anderes. was soll denn das werden?

    “Ich finde es erstaunlich, dass du selbst keine Alternativen aufzeigst,”

    wieso? erwartest du bei anderen kritiken – z.B. der an musikst√ľcken – auch, da√ü der kritiker dann ausf√ľhrt wie es denn h√§tte besser gemacht werden m√ľssen? der sinn der kritik ist es doch an dem was ist, also am gegenstand, aufzuzeigen wo fehler sind. auch so ein komischer vorwurf, der immer dann kommt, wenn man sich nicht mit den angesprochenen punkten besch√§ftigen will sondern einen vorwand sucht einen maulkorb zu verpassen.

    “Jedenfalls habe ich nicht kapiert, was deiner Meinung nach die Alternative w√§re. Der Nazivergleich hinkt einfach immer und die an der Diskussion beteiligten in diesen Kontext zu stellen verbietet sich daher.”

    ja, viel gechrieben und leider wirklich nichts kapiert. vielleicht einfach nicht richtig gelesen – ein paar fehler von dir sind oben aufgef√ľhrt. zu dem nazibl√∂dsinn sag ich gar nichts mehr – das ist tats√§chlich nur noch pure ignoranz von euch – oder pisa hat recht und die lesef√§higkeit ist tats√§chlich rapide am abnehmen. aber so ist es wahrscheinlich musterdemokratisch – einfach anderen einen mist dranl√ľgen, wenn die einem nicht passen, damit man sich mit dem rest nicht besch√§ftigen muss.

    das tats√§chlich einzig vern√ľnftige kam von Lino – da besteht h√∂chstens eine diskrepanz darin, ob es denn tats√§chlich so ist, da√ü es den menschen objektiv wirklich besser geht. das k√∂nnte man diskutieren, aber ich glaub das hat hier nicht mal im ansatz sinn.

  • xx sagt:

    ohne worte. fragt sich wer hier wohl das phrasenschwein drischt. wenn ich zeit hab, werd ich auf deine populistischen argumente eingehen. mir ging es im grunde darum, dass f√ľr mich die freiheit vor der ideologie steht und dass wir uns gl√ľcklich sch√§tzen k√∂nnen in einer demokratie zu leben. ich habe nicht gesagt, dass es die oben genannten probleme nicht gibt aber deine anarchohaltung dagegen bringt mal gar nichts. beim thema nationbuilding gebe ich dir recht, aber meine identit√§t definiere ich erst an letzer stelle durch meine nationalit√§t. ich muss echt lachen, wo du meine neoliberale einstellung ansprichst, ich bin garantiert die letze, die die fdp w√§hlen w√ľrde. aber ich hab eher auf einen freiheitsbegriff im sinne kants angespielt, das scheint f√ľr dich aber wohl zu abstrakt zu sein. ich finde schon, dass man eine alternative aufzeigen muss, wenn man solche t√∂ne spuckt.nordkorea ist ein stalinistisches system und alle anderen autorit√§ren systeme werden gerne als ausrede genutzt, daf√ľr, dass der kommunismus nicht funktioniert, weil es nur nicht richtig gemacht wurde. kuba w√ľrde ich aber doch als kommunistisch bezeichnen. wie auch immer. ich wei√ü sehr wohl, dass es verlierer der wende gibt, hab ich auch erw√§hnt und wie gesagt kann ich mich gl√ľcklich sch√§tzen, dass ich wohlbeh√ľtet im westen aufgewachsen bin. zur aufkl√§rung eins: das konzept der aufkl√§rung ist ein ideelles konstrukt und unser ziel sollte sein, dies so gut wie m√∂glich zu erreichen. das schafft man aber nicht, indem man die gesellschaft ablehnt. ich habe mit keinem wort erw√§hnt,d ass ich die aktuelle politik gut hei√üe oder die sozialen probleme in diesem land auf die leichte schulter nehme und manchmal bin ich absolut sprachlos, was das betrifft. ich selbst sehe mich auch nicht ausreichend repr√§sentiert in der repr√§sentativen demokratie aber gerade das zwingt mich dazu politisch zu sein und eben nicht antidemokratisch. von mir kann ich jedenfalls sagen, dass ich versuche mich gesellschaftlich zu engagieren und nicht die gesellschaft ablehne. “kreationisteneinfluss, offene schwulenfeindlichkeit sowie auch grunds√§tzliche homophobie, xenophobie”, dass du mir in den mund legst so etwas gut zu hei√üen finde ich echt unversch√§mt aber ich denke durch meinen post ist auch nicht der eindruck entstanden, ich w√ľrde dies tun. und ganz ehrlich, ich habe die diskussion hier schon eine weile verfolgt, bevor ich mich dazu √§u√üern wollte aber du scheinst echt viel zeit und vor allem ein hohes aggressions- und frustrationspotential zu haben. ICH HEI√üE DIE PROBLEME IN DIESEM LAND IN KEINSTER WEISE GUT ABER WAS MAN DAGEGEN TUN KANN STEHT AUF EINEM ANDEREN BLATT UND DESHALB BIN ICH NICHT DARAUF EINGEGANGEN. aber mir fehlen eigentlich echt nur noch die worte und ich hab auch keine lust mehr gegen solche parolen stellung zu beziehen.

  • TH*KO sagt:

    @ skp
    Ich bin zwar erst nach dem Mauerfall geboren, kenne mich aber schon ein bisschen aus. Erstens w√ľrde ich mal sagen, dass man, wenn man schon in Deutschland wohnt, wenigstens die Sprache spricht und schreibt! Auch wenn’ s dir hier anscheinend nicht gef√§llt, empf√§nde ich es als eine Sache der Ehre und W√ľrde nicht wie ein eingeb√ľrgerter Engl√§nder zu schreiben (“das find ich mal nen billigen move!”) zumal du anscheinend selbst die Bedeutung deines vollkommen sinnlosen Satztes nicht verstehst .Was bist du dann wenn das billig ist was NO 2da RA und die anderen da schreiben? Zu den NPD Parolen: Wenn du sie nicht w√§hlst, woher kennst du die Parolen dnn so genau? also ich finde, ma sollte einfach mal die Klappe halten, wenn man nix vom Thema versteht, so wie du….
    Naja, bei Leuten wie dir kann man sich ja nur den Mund fusselig Reden!

    @ NO 2da RA ein kleiner Tipp von mir…ich bin aus W-bach… ūüôā
    Wollte/musste dich ja mal ein bisschen unterst√ľtzen bei dem ganzen Quark der hier von einer Person fabriziert wird….

  • xx sagt:

    ach ja und zu deiner these mit der direkten erlebniswelt. auch deine wirklichkeit ist letzendlich konstruiert. auf was es ankommt ist hingegen die objektivit√§t. dar√ľberhinaus habe ich nie gesagt, dass ALLE so sind noch ziehe ich mir irgendwelche kausalen zusammenh√§nge an den haaren herbei so wie du. nur um das nochmal klar zu machen. ich finde es traurig, wie wenig sich die meisten menschen in ost und west in den jeweilig anderen standpunkt hineindenken k√∂nnen und wollen und das macht auch mich traurig. mich macht es auch traurig, dass die lebensrealit√§t der meisten menschen hier echt bitter aussieht. aber das hab ich mir nicht mal eben bei bei ein paar leuten aus meiner umgebung angeschaut, das sehe ich jeden tag weil ich hier lebe und nur die 500 meter zum bahnhof runterlaufen muss. brennpunkt ol√©.

  • skp sagt:

    “Zu den NPD Parolen: Wenn du sie nicht w√§hlst, woher kennst du die Parolen dnn so genau? also ich finde, ma sollte einfach mal die Klappe halten, wenn man nix vom Thema versteht, so wie du‚Ķ.”

    was denn jetzt? hab ich keine ahnung oder besch√§ftige ich mich auch mit politischen gegnern wie der npd, um zu wissen, was die so daher skandieren? da w√ľrde man am liebsten mal ne treffende bezeichnung f√ľr leute wie dich benennen, aber dann ist das geschrei gro√ü weil die unweigerlich beleidigend sein muss. von typen wie dir lass ich mir bestimmt nicht den mund verbieten. zum inhalt kommt nichts.

    ne formkritik kannst du leisten, da√ü meine ausdr√ľcke nicht deinem deutschen schreibhabitus entsprechen. ja sowas auch, ganz schlimm. zu mehr reicht es halt nicht.

    daß meine wirklichkeit auch konstruiert ist, da brauch ich ne leuchte wie dich, um das mal endlich zu erfahen. haste im ersten semester bisschen was gelesen, was du endlich mal unterbringen wolltest oder wieso kommst du hier mit weisheiten daher, die hier nirgends bestritten wurden? es gibt auch auch durchaus sowas wie materialistische analysen, auf die man sich beziehen kann.

    “mir ging es im grunde darum, dass f√ľr mich die freiheit vor der ideologie steht und dass wir uns gl√ľcklich sch√§tzen k√∂nnen in einer demokratie zu leben.”

    da freu ich mich jetzt schon drauf, wie du das hinkriegen willst. ich bin ganz besonders gl√ľcklich dar√ľber, da√ü demokratische staaten eine einrichtung wie die frontex haben, die menschen in der w√ľste dem verrecken √ľberlassen. da k√∂nnen demokraten richtig stolz drauf sein – immerhin sind nicht sie es, die diese einrichtung demokratischer nationalstaaten zu sp√ľren bekommen.

    “aber meine identit√§t definiere ich erst an letzer stelle durch meine nationalit√§t.” ich gar nicht und jetzt?

    “aber ich hab eher auf einen freiheitsbegriff im sinne kants angespielt, das scheint f√ľr dich aber wohl zu abstrakt zu sein.”

    ja kant ist mir viel zu hoch. und du sprichst von einem “reaktion√§ren” freiheitsbegriff und beziehst dich auf kant, der einen individualismusbegriff hatte, da√ü es einem die fu√ün√§gel hochrollt. aber dieser ist ja f√ľr seinen begriff von freiheit vermutlich irrelevant. ich kenn den ja nicht.

    “ich finde schon, dass man eine alternative aufzeigen muss, wenn man solche t√∂ne spuckt.” findest du – ich nicht – und jetzt?

    “das konzept der aufkl√§rung ist ein ideelles konstrukt und unser ziel sollte sein, dies so gut wie m√∂glich zu erreichen. das schafft man aber nicht, indem man die gesellschaft ablehnt.”

    vielleicht liest du zur abwechslung statt dem ollen kant mal horki und adorno. im zuge der aufklärung kam es auch zu revolutionen durch aufgeklärte, das scheint mir dann doch sehr komisch, wenn aufgeklärte doch die gesellschaft in der sie sind nicht abgelehnt haben. die fanden den ständestaat eigentlich gar nicht so schlecht oder was?

    “aber gerade das zwingt mich dazu politisch zu sein und eben nicht antidemokratisch.”

    aha – und wo soll sich das jetzt wiedersprechen? antidemokraten sind hochpolitisch, wie sollte das denn anders gehen?

    “‚Äúkreationisteneinfluss, offene schwulenfeindlichkeit sowie auch grunds√§tzliche homophobie, xenophobie‚ÄĚ, dass du mir in den mund legst so etwas gut zu hei√üen finde ich echt unversch√§mt”

    das habe ich dir nicht in den mund gelegt, sondern mal darauf verwiesen, was diese ach so aufgekl√§rte gesellschaft denn so f√ľr standards hat, also kein verweis auf dich sondern auf das lob, da√ü es hier eine aufgekl√§rte gesellschaft g√§be.

    “hohes aggressions- und frustrationspotential ” – ah, da isse endlich wieder die k√ľchenanalyse. ich dachte schon die w√§re unter den tisch gefallen. und selbst wenn ich frustriert w√§re – was w√ľrde denn das an der sache √§ndern? g√§be es dann weniger verlierer in der gesellschaftlichen konkurrenz um die verteilung des gesellschaftlich erschaffenen reichtums? w√ľrde dann der nationale taumel, der bei diesen feierlichkeiten mal wieder so sch√∂n zu beobachten war obsolet werden? g√§be es dann mehr zu feiern, weil es menschen besser ginge? ich hab mir bis jetzt nicht so eine allmacht zugeschrieben mit einer wandlung eines potentiellen gem√ľtszustandes einfach mal so die sachlagen zu ver√§ndern. warum es dich was angeht f√ľr was und wieviel zeit ich f√ľr irgendwas aufwende und was das zur sache beitragen sollte, das kannst du mir auch mal gerne ausf√ľhren.

    es ist schon beinahe albern von leuten, die mit unsachlichkeiten und argumentfreien bemerkungen, die nichts zur sache tun, gesagt zu bekommen, man w√ľrde populistische parolen skandieren.

    dein autoritätsverweis auf kant hilft da auch nicht weiter, denn wenn du dich auf dessen freiheitsbegriff beziehst, wenn du mich kritisieren willst, dann kannst du den schlichtweg nicht verstanden haben. lesen alleine ist es halt auch nicht.

  • xx sagt:

    ich will hier gar nichts und ich bedaure alle menschen, die unter jeglicher form von gewalt, repression, armut oder sonstigem leiden m√ľssen. wie gesagt identifiziere ich mich nicht mit den negativen aspekten die du erw√§hnt hast. ich hab leider nicht philosphie studiert aber ein abriss bei wikipedia reicht aus um die grundz√ľge der philosophie zu verstehen. auf meine argumente scheinst du nicht einzugehen und ich denke das einzige was du hier suchst ist stress. freu dich doch, dass sich soviele menschen √ľber die einheit einfach nur freuen k√∂nnen. das scheint dir ja abhanden gekommen zu sein.

  • Martin Sch. sagt:

    Das Coole an Meinungsfreiheit ist, dass man auch das Recht hat, seine Meinung NICHT zu √§u√üern. Davon mache ich hiermit Gebrauch. ūüėČ Mit anderen Worten: @skp ich hab kein Bock mit Dir zu diskutieren. Morgen auch nicht. Und ein andermal auch nicht.
    Viel Spa√ü noch in diesem thread, ich bin drau√üen…

  • knoxville sagt:

    …puuh, nach diesen h√∂chst intellektuellen diskursen d√ľrstet mich jetzt aber wieder nach nem entspanntem party- und turnschuh-beitrag! ūüėČ gibt’s grade keine coolen neuen nike-schlappen? ūüėÄ

  • skp sagt:

    “ich hab leider nicht philosphie studiert aber ein abriss bei wikipedia reicht aus um die grundz√ľge der philosophie zu verstehen.”

    haha, gro√üartig auf kant verweisen und das mit dem hinweis darauf, da√ü ich ja zu bl√∂d w√§re den zu verstehen und dann einen wikipedia artikel dazu gelesen haben. das ist ja satire pur. da erkl√§rt sich auch das niveau deiner einlassungen (was denn f√ľr argumente? – haste da auch den wikipediaartikel dazu gelesen?) und deine weigerung, denn deine hingeworfenen brocken auszuf√ľhren, weil du da keinen “bock” drauf h√§ttest. du kannst es schlichtweg nicht. das sind dann diskutanten, denen die demokratische meinungsfreiheit – v√∂llig autonom von inhalten – alles ist, weil sie dann ungehindert ihr unwissen in worte gekleidet rausschleudern k√∂nnen und daf√ľr nat√ľrlich eine legitimation haben wollen, um jedwede einlassung dagegen mit dem verweis auf die freiheit ungehindert seine unfundierte meinung in die welt zu lassen abzuschmettern. da sieht man mal wieder, was diese hochgelobte meinungsfreiheit au√üer ihrem moralischen impetus noch ist: eine einrichtung, damit leute, die mal einen wikipediaarikel gelesen haben und ihre offensichtlichen dummheiten zu einem thema gef√§lligst ernst genommen werden sollen.

    bei dieser ungebildetheit und reflexionsarmut bleibt es nur noch den schlu√ü zu ziehen – im osten w√§rt ihr genauso ideologische opfer gewesen, die die verh√§ltnisse nicht hinterfragt, geschweige denn kritisiert h√§tten, wie ihr es jetzt f√ľr den westen auch seid.

  • xx sagt:

    genau, das ist ironie. @ kessel: vielleicht solltet ihr dem guten herrn mal nen kasten bier hinstellen, dann w√ľrde er sich vielleicht mal locker machen. prost.

  • Weini sagt:

    Puh…was ne diskussion! jonervadderalder!

  • TH*KO sagt:

    @ skp:”da w√ľrde man am liebsten mal ne treffende bezeichnung f√ľr leute wie dich benennen, aber dann ist das geschrei gro√ü weil die unweigerlich beleidigend sein muss. von typen wie dir lass ich mir bestimmt nicht den mund verbieten. zum inhalt kommt nichts.”

    Man muss nicht unweigerlich Beleidigend sein, aber wenn dir keine andere Bezeichnung f√ľr “Leute wie mich” einf√§llt,zeugt das davon, dass es bei DIR zu nicht mehr reicht.
    Und wiedemal ein kleiner Tipp von mir :
    SCHLAG MAL IM DUDEN NACH, DA FINDET MAN IMMER WAS!
    Ach ne, lass mich raten, sowas hattest du noch nie in der Hand , oder ?

  • skp sagt:

    ne, duden kenn ich nicht. das ist doch nur was f√ľr eine gut ausgebildete b√ľrgerliche elite wie dich? so ein nachschlagekanon, wenn das begriffs- und sprachverm√∂gen der angestrebten vorgaukelei von qualifiziertheit, wie du sie hier betreibst, nicht entsprichst.

    f√ľr leute wie dich sind nun mal nur bezeichnungen treffend, die unweigerlich beleidigend sind. das ist ein sache von signifikat und signifikant, da kann ich leider nicht viel machen.

  • xx sagt:

    der arme saussure. aber ich notier mir schon mal “skp” als signifikanten f√ľr meinen vorstellungsbegriff f√ľr “pfosten” in meinen aktiven sprachgebrauch zu √ľbernehmen.

  • TH*KO sagt:

    @ skp zum Inhalt werde ich nix sagen, denn das w√§re auch unweigerlich beleidigend…
    Aber irgendwie finde ich es schon echt gail, wie sich manche Menschen auf solchen Seiten zum Vollpfosten machen ūüôā
    Dar√ľber kann man ja nur lachen ūüôā

  • skp sagt:

    “der arme saussure. aber ich notier mir schon mal ‚Äúskp‚ÄĚ als signifikanten f√ľr meinen vorstellungsbegriff f√ľr ‚Äúpfosten‚ÄĚ in meinen aktiven sprachgebrauch zu √ľbernehmen.”

    ja, der pfosten wo man die hohlbirnen von so eingebildeten elite b√ľrgerlichen wie dir gerne best√§ndig dagegen schlagen w√ľrde. du blamierst dich hier in dem du das maul aufrei√üt und mit kant um dich schmei√üt, den zu verstehen andere sowieso zu doof w√§ren und mu√üt dann zugeben, da√ü du von dem gar keine ahnung hast, sondern nur nen wikiartikel gelesen hast, sobald es auch nur einen kleinen ansatz zeigt, da√ü es an substanz gehen w√ľrde.

    was du da betreiben willst ist √ľbrigens nicht saussure’s sondern barthes’ gesch√§ft.

    @TH*KO: du kannst doch auch wie andere hier auch √ľberhaupt nichts zum inhalt sagen ohne dich selbst zu beleidigen.

    suhlt euch mal weiter in eurer eingebildeten diskurshoheit, f√ľr deren begr√ľndung ihr hier nichts geleistet habt, weil ihr nicht mal auf einw√§nde eingehen k√∂nnte, sondern nur bem√ľht seid davon abzulenken.

  • xx sagt:

    dann lies halt nochmal nach. aber sorry, hab vergessen dass du hier ja nur aggressiv mit aus dem zusammenhang gerissenen fachw√∂rtern um dich schmei√üt, bei dieser art von wissensarroganz in verbindung mir unsachlichkeit kommt mir im w√∂rtlichen sinne das kotzen. und was du alles glaubst √ľber mich zu wissen, erstaunlich. aber viel spa√ü noch. prost.

  • No 2da Ra sagt:

    Killer! Da is man mal ein paar Stunden nicht da und kommt mit dem Lesen nicht mehr nach….

    Ich bin extrem froh, dass es anscheinend wirklich nur einen “Pfosten” gibt, das beruhigt mich echt. Mittlerweile find ich dich skp einfach nur noch l√§cherlich. Du wirfst MIR vor, ich w√ľrde mir selbst wiedersprechen…liest du eigentlich deinen Kram oder sprudelt der einfach so aus dir heraus? Du bist nullinger besser, sorry aber jetz wei√üt dus….Du hast au√üer M√ľll nichts beizutragen….

    “So ein quatsch ‚Äď die ddr war KEIN teil der UDSSR ‚Äď nie” hab ich das irgendwo gesagt???? Vielleicht solltest DU mal Lesen lernen ūüėČ

    “Was daran unfair sein soll, da√ü das dritte reich territorial aufgeteilt wurde, damit deutsche ihren gr√∂√üenwahn nicht mehr ungehindert ausleben k√∂nnen” Bla, blabla, blabla, bla, bla! WTF??????Hab ich nie gesagt!

    @Martin Sch.: Du bisch echt der geilste ūüėÄ

    @TH*KO: Hab dich schon am Namen erkannt Herzblatt! ūüėČ

    Ich bin hin- und hergerissen. Auf der einen Seite m√ľssen wir skp ja dankbar sein, ohne ihn k√∂nnte/n ich/wir mich/uns nicht so gut aufregen…auf der andern Seite, Alter du bringst mich echt auf die Palme!

    @xx und kessel: ICH ZAHL DEN KASTEN BIER!!!!!Auch 2!!!!

    @Lino: “Ging mir nur darum, dass ich‚Äôs ein wenig problematisch finde wenn man zu einer abstrakten Einheit, wie es eine Nation oder ein Volk ist, so eine starke, emotionale Bindung aufbaut.”

    Da bin ich absolut einer Meinung. Es geht auch nicht darum, dass ich eine starke, emotionale Bindung zu Deutschland habe. Ich singe nicht jeden Morgen die Nationalhymne und hisse in meinem Vorgarten die deutsche Flagge. Mein Problem ist, dass ich Menschen nicht verstehe, die immer nur auf Deutschland schimpfen, aber eigentlich nix bei rauskommt. Keine Ahnung was unser skp so treibt, aber wenns mal hart auf hart kommt ist er froh dass er Krankenversichert ist (nicht wie z.B. in USA), finanzielle Unterst√ľtzung bekommt und in einer Demokratie lebt….Entweder er soll Deutschland akzeptieren mit seinen St√§rken und Schw√§chen oder sich einen Flecken auf diesem Planeten suchen, der es ihm “recht” macht. Das w√§r ihm jedenfalls zu w√ľnschen, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass er ein von Grund auf gl√ľckliches Leben f√ľhrt….

  • TH*KO sagt:

    @ No 2da RA
    Ich dachte du brauchst mal ein bisschen Unterst√ľtzung! Mir ist die Galle hochgekommen als ich gelesen habe, was der da f√ľr einen Ramsch zusammenschreibt!

  • No 2da Ra sagt:

    @Mark: I like ūüôā

    @TH*KO: Ging mir ganz genauso….

    @Lino: Eins noch. Zum Thema Stolz: Bist du sicher, dass du immer nur auf Dinge stolz sein kannst, die du selbst geschaffen, beeinflusst hast?

    Ich bin z.B. unglaublich stolz auf meine Eltern und meine Schwester. Ich k√∂nnte platzen vor Stolz wenn ich sehe was sie gele√≠stet haben oder Tag f√ľr Tag leisten…Deutschland hat mich z.B. 2006 unglaublich stolz gemacht. Die WM war was ganz gro√ües, dass man noch nie so erlebt hat. Und das sagen nicht nur Deutsche sondern die ganze Welt….

  • Lino sagt:

    @No 2da Ra: yepp, bin mir sehr sicher! Zu 100%!

  • Wasilis sagt:

    Ich war 2 als die Mauer fiel, kenne also die ganze Geschichte von der Schule.

    Es war & ist ein gutes Signal an die ganze Welt das die Berliner Mauer fiel, es gibt aber heute sehr viele Mauern z.b in Zyperns Hauptstadt Nikosia, in Jerusalem uvm.

    Viele Ostdeutsche wollen heute immernoch die DDR zur√ľck, habe ich auf Spiegel TV gesehen, viele Westdeutsch haben immernoch Vorurteile gegen Ostdeutschland, NPD ist sehr weit im Osten verbreitet, hohe Arbeitslosigkeit, Solidarit√§tszuschlag uvm.

    Das sind ernste Probleme die dringend gel√∂st werden m√ľssen

  • Daniela sagt:

    F√ľr mehr Emotionen, gegen n√ľchternen Pragmatismus:
    http://www.youtube.com/watch?v=Bf32MIhsHNo

  • Herr Cut sagt:

    Weiss bis heute nicht was ich vom Fall der Mauer halten soll. Fand es erst klasse und toll, heute denke ich ein wenig anders.
    Heute sehe ich das einfach so dass der Westen allen anderen sein kapitalistischen Stempel aufdr√ľcken will um Kohle zu scheffeln. Was w√§ren doch an Millionen zu verdienen den Osten wie Russland und anderen L√§ndern in die Richtung seine tollen Produkte zu verkaufen und im Gegenzug seine Rohstoffe zu entlocken.
    Nicht das es ok war den Leuten das Reisen zu verbieten und Dinge vorzuenthalten.

  • Daniela sagt:

    Mindestens 138 Todesopfer durch Fluchtversuche, mehrere zehntausende Suizide im Jahr (die irgendwann nicht mehr statistisch vom SED- Regime erfasst wurden), Familientrennungen,”Zersetzung” und Folter von Menschen…
    Da find ich Reisen verbieten jetzt nicht so wild.

    Dass die BRD auch nur ein Produkt politischer Interessen alliierter Siegerm√§chte ist, steht der Freude √ľber den Mauerfall deswegen nicht entgegen.

  • Herr Cut sagt:

    Vielleicht h√§tte man sich dem Osten zuwenden sollen ūüėČ
    Ne Spaß. Hast schon recht. Aber man lernt ja im Laufe der Zeit auch Mechanismen kennen und sieht die Dinge änderst.

  • Bj√∂rn B. sagt:

    Was mich in den letzten Tagen gest√∂rt hat waren die krampfhaften Versuche der linken Medien, den #Mauerfall mit der Schutzmauer in Israel und den (Armuts-)Fl√ľchtlingen aus Afrika zu verbindem. Schlimm auch, dass das viele als logisch und zusammengeh√∂rig empfunden haben. Selbst nachzudenken scheint aus der Mode zu kommen. Dabei ist es doch gar einfach: Die Berliner Mauer wurde von Land A gebaut, um zu verhindern, dass die Bewohner von Land A die Grenze √ľberwinden k√∂nnen – dass sie also am “Ausbrechen” hindert. So wie in Nordkorea also. Diese Grenze hingegen wurde von den roten Bessermenschen gekonnt verschwiegen. Aber kurz zur√ľck zum Thema: Ich freu mich wie damals, dass ich Freunde aus dem Osten habe, die mir ein zweites, ganz anderes Deutschland gezeigt haben. Beide Teile zusammen ergeben ein Ganzes, das ich damals wie heute mag.

  • Herr Cut sagt:

    Selbst nachzudenken sich informieren und daraus seine Meinung zu bilden ist heute nicht nur Out sondern wird auch durch die Gesellschaft unterbunden. Mitschwimmen mit der Masse und wehe du hast was daran auszusetzen. Da bekommst gleich die Shitstorm Keule.

  • Beraternase sagt:

    @Martin: Super Text.

    Ich freue mich. Mehr gibt es hierzu nicht zu sagen.

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