Guten Tag Kunden Nummer 59991

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(Blick auf’s Hotelbuffet. Und das kleine Schwein war sicher nicht aus Marzipan, sondern aus Schwein.)

Na Ihr Liftis? Wann ward Ihr das letzte Mal in Heilbronn? Und wenn ja, warum. Ich war neulich. Muss ich so schnell nicht wieder machen (was nicht¬†ganz stimmt, weil ich muss das bald mal wieder. Aber m√ľssen m√ľsst ich nicht.)

Heilbronn. Klingt ja schon mal bemitleidenswert. In Heilbronn ist nichts gut. Es gelingt Heilbronn sogar, Dinge, die per se gut sind, schlecht zu machen. K√§ssp√§tzle zum Beispiel. K√§ssp√§tzle kann man gut oder sehr gut machen, je nach verwendetem K√§se und der Zubereitungsart der Sp√§tzle. (Handgeschabt > Sp√§tzlespresse > Packung.) Heilbronn schafft es, K√§ssp√§tzle ungenie√übar zu machen. Und man fragt sich, ob man Heilbronn nicht den Status ‚Äěschw√§bisch‚Äú entrei√üen und den Status ‚ÄěUnterland‚Äú ganz offiziell anheften sollte.

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(…Und schlafen unser blinder Fleck).

Oder Hotel. Das ist ja auch per se nicht so schwer. Alles, was man braucht, ist ein Zimmer. Und in dem Zimmer muss ein Bett stehen. Manch Hotelgast w√ľnscht sich dazu noch einen TV-Sender, zu dem er seine Vorhaut rhythmisch hin- und herbewegen kann. Aber das war‚Äôs im Gro√üen und Ganzen. Auch das schafft Heilbronn nicht. Unser Herbergsbetrieb war glaub Heilbronner Hotel des Jahres. Und zwar des Jahres 1974, 1975, 1976 ‚Äď dann haben sie ein Jahr ausgesetzt ‚Äď und dann wieder 1978.

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(Der Countdown l√§uft…dann fliegt er los‚Ķund jetzt alle: EUROPAPOKAL!)

In diesem Leben werde ich Gastrofotograf f√ľr “Stuttgart geht aus”. Danke Condesa, danke Janusch. Hab da die letzten Wochen glaub mehr Zeit verbracht als Zuhause. Vermisse dich jetzt schon, obwohl du noch da bist.

W√ľrde sogar eine Petition unterschreiben, dass du bleiben musst. Oder mir einen Eimer selbstgemachte Limonade √ľber den Kopf sch√ľtten und dann DJ Elbe, Fritz Kuhn und Stefan Kaufmann nominieren. So tut doch was. Naja, machen wir wieder ein Kreuz an die Stelle im Herzen, an der es schon f√ľr das Wilhelmspalais blutet. Merke: nicht alles wird schlechter in dieser Stadt. Manches wird auch besser. Leider meistens¬†nur tempor√§r.

Die gute Nachricht: die anderen zwei Urban Hangouts Das Gerber und Die Milaneo haben¬†laut Szeneger√ľchten verl√§ngert und bleiben uns wohl noch ein bisschen erhalten. See you at the Photofix Automat.

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(Chanel No. 8 – Speedball. Riecht nach Erfolg und in der Kopfnote ein bisschen nach dicken Eiern)

Wenn ich in diesem Leben als Hoffotograf fertig bin, werde ich im n√§chsten Leben¬†Parf√ľmtexter. Noch st√§rkeres Selbstbewusstsein! Wirbt das noch f√ľr Parf√ľm oder schon f√ľr Kokain? Oder ich werde besser¬†gleich Parf√ľmkreateur. Und mixe ein Eau de la Place de la Marie. Den Duft zum Dutt.

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(Im Bohnenviertel macht man keinen Hehl draus)

Wenn ich¬†im √ľbern√§chsten Leben ein gut gehendes, kleines, bio-zertifiziertes Crack-Labor er√∂ffne, dann vertick¬ī ich das Zeug praktischerweise unter diesem Schild. Was bringt eigentlich dieses Kokain? Au√üer, dass es aus Horst Vollhorst macht?

Irgendwie ist Kokain der hochgestellte Polohemdenkragen in Pulverform. Und jedesmal wenn ich einen Menschen sehe, dessen Polokragen hochgestellt ist, denke ich an ein Cabrio-Windschott im SLK. Und habe das dringende Bed√ľrfnis, einfach mal r√ľberzugehen und dem Menschen den Kragen wortlos wieder runterzuklappen. Autokorrektur im richtigen Leben.

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(Die Modebloggerinnen unter uns sind schon ganz wuschig)

Wem Polokragen zu hoch und Dutt zu doof ist, der kann f√ľr die kommende Herbst/Winter-Saison gerne den Hipster-Kittel an der Garderobe abgeben. Es kommt n√§mlich was Neues. Das hat was von Fasching, wenn man sich selber summen h√∂rt: Lalala, n√§chsten Monat werde ich Preppy. Oder P-Diddy. Eins von beidem.

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