52 Albums/42:
Matisyahu „Light“ by Tobitrash

Heute erzählt uns Tobitrash, der vor Heiligabend einen TripHop-Mix ablieferte, seine Geschichte über den mir bis dato unbekannten amerikanischen Künstler Matisyahu und wie er diesem ein Autogramm abluchste.

Vor zwei Jahren hörte ich zum ersten Mal Matisyahu auf dem iPod meines Schwagers und sogleich verliebte ich mich in seinen Sound, eine Mischung aus HipHop, Reggae und Rock. Außerdem ist der Flow dieses jüdischen Rappers und Sängers für mich einmalig.

Als DJ und Vinyl-Liebhaber musste ich mich auch gleich auf die Suche nach Schallplatten des Künstlers machen, was sich als nicht ganz so einfach erwies, da Matisyahu hauptsächlich in den USA bekannt ist. Mittlerweile bin ich aber stolzer Besitzer von insgesamt drei Doppel LPs – „Youth“, Youth Dub“ und „Light“.

„Youth“ ist meiner Meinung nach bis dato sein bestes Album, „Youth Dub“ folglich die Dubversion des Masterpiece und mit dem aktuellen Album „Light“, das Mitte letzten Jahres erschienen ist, verbinde ich mit diesem außergewöhnlichen Künstler folgende Geschichte .

Matisyahu ist in Deutschland wohl noch nicht allzu bekannt, deswegen gab er zur „Light“-Tour nur ein einziges Konzert in Good Old Germany – und das war in Berlin.

Was mach ich also? Flugticket buchen und ab nach Berlin. Das Konzert war im Columbia Club und mit ca.800 Besuchern recht klein und daher dachte ich das es kein Problem sein sollte nach dem Konzert ein Autogramm von ihm zu bekommen. Dafür hab ich freilich extra mein Vinyl-Exemplar seines aktuellen Albums mitgenommen.

Das Ganze war dann aber schwerer als gedacht – Konzert zu Ende, Matisyahu weg. Schon bald drängten die doch leicht aggressiven und genervten Securitys das Publikum Richtung Ausgang. Die Konversation, die ich mit einem der freundlichen Herren zwecks meines ersehnten Autogramms anfing,,endete damit das er mich persönlich hinausbegleitete.

Nun stand ich im strömenden Regen mit meiner Platte vor dem CC. Aufgeben? Fehlanzeige. Bald entdeckte ich das Tor wo auch der Tourbus reingekommen sein musste. Und da es nicht abgeschlossen war und auch nicht bewacht ging ich kurzerhand hindurch in Richtung Bus.

Anscheinend hielten die mich dort drinnen für ein Crewmitglied, denn als ich um und ja sogar in einem der Tourbusse herumlief wurde mir keinerlei Beachtung geschenkt. Aber leider war immer noch kein Matisyahu in Sicht.

Nach einer Stunde wollte ich dann doch fast schon aufgeben und bewegte mich wieder zum Ausgabe – aber just in dem Moment kam mein Zielobjekt umringt von seiner Crew aus einem Hintereingang heraus.

Ich stürmte also auf ihn zu und fragte den Künstler in meinem eher schlechten Schulenglisch: „Ey Matis do you can sign my record, please?“

Die Crew blieb verdutzt stehen, Matisyahu signierte gerne meine Platte und nach einem kurzen Fistbump war ich auch schon wieder glücklich und zufrieden auf dem Weg zum Flughafen Tegel.

www.matisyahuworld.com

Noch ein paar Songs:

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