52 Albums/38:
The White Stripes “Elephant”

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Indie-Wochen bei kessel.tv. Nach dem Happy-Weekend-Mix vom guten Frl. Eckert von mir wieder mal ein Album aus der Gitarren-Ecke.

Eine Schande, wirklich eine Schande, dass ausgerechnet ein Lied von einem Genie wie Jack White zum Stadion-Ballerman-Ibiza-Mitgröl-Hit wurde. Aber gut, was will man machen – “Seven Nation Army” von den White Stripes ist halt ein Jahrhundert-Hit und hat, was glaube ich sonst noch keiner geschafft hat, ohne Remix den Weg in die Clubs gefunden.

Ich weiß nicht, wie viele “Seven Nation Army”-Bootlegs ich habe, aber am besten geht immer noch das Original. Obwohl man das im Club natürlich irgendwie nicht mehr bringen kann.

Auf jeden Fall hab ich damals 2003, eher so auf Verdacht, das ganze Album von den White Stripes gekauft. Und ich war so was von begeistert.

Das Besondere an dieser Band ist ja zum einen, dass Jack und Meg White glaube ich immer noch ein Geheimnis daraus machen, ob sie ein Ehepaar oder Geschwister sind, und zum anderen, dass alle Stücke mit nur zwei Instrumenten eingespielt wurden.

Jack White hat in einem Interview mal gesagt, er weiß nicht, warum er mehr Instrumente einsetzen soll, wenn es mit zwei noch so viele Möglichkeiten gibt. Auf jeden Fall ist das Ergebnis der Hammer, auch wenn Meg White die wahrscheinlich schlechteste Drummerin auf Gottes Erden ist.

Aber das gleicht Jack White mit seiner Gitarre, die er auch gern mal als Bass verwendet, mehr als aus. Und wenn Meg dann mal singt, wie etwa bei “In the Cold, Cold Night”, dann hört man wo ihre wirklichen Talente liegen.

Ansonsten gefallen mir die Songs durch ihren Minimalismus, den ich ja abseits elektronischer Musik schon mit D’Angelo beim Soul und dann eben mit den White Stripes beim Rock gefunden habe.

Neben dem Überhit gefallen vor allem “The Hardest Button To Button”, das ich sogar auf 7Inch habe, das aber nie so richtig zum Hit wurde, die grandiose Coverversion von Burt Baccharacs “I Just Don’t Know What To Do With Myself” oder “There’s No Home For You Here” mit super Lyrics.

Aber auch sonst – wie sagt man so schön: All killer, no filler.

Die folgenden zwei Alben der beiden hatte ich dann irgendwie nicht mehr so im Blick, auch wenn mir die Singles immer gefallen haben. Ich fand auch die Kollabo mit Alicia Keys, “Another Way to Die” für einen James Bond-Film, im Gegensatz zu vielen anderen ziemlich gut.

Auch optisch haben die White Stripes immer was zu bieten, Outfits, Layouts und Videos sind immer in den Farben Rot, Schwarz und Weiß gehalten. Und die Videos taugen auch immer recht viel – hier ein schönes Beispiel:

Jack White gilt allgemein wie schon erwähnt als musikalisches Genie, und ich hab in der Glotze mal ein White Stripes-Konzert in einer Oper o.ä. gesehen, was diese Tatsache für mich bestätigt hat. Ansonsten gründet Jack auch gern mal weitere Bands, so wie The Raconteurs oder The Dead Weather.

Und er hat ein eigenes Label namens Third Man Records – und auf diesem ist vor kurzem eine 7Inch mit Carl Sagans Autotune-Remix erschienen, den ich hier vor einiger Zeit schon mal vorgestellt hatte. Und ich freue mich, bei dieser Gelegenheit dieses unglaublich schöne Video noch mal posten zu können:

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