Kommunalwahl 2014 – wählen ab 16

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Bleiben wir bei der Politik, zweite Kommunalwahl in BW in unserer kleinen Blog-Geschichte. 2009 holten die Grünen die meisten Sitze (16) im Stuttgarter Gemeinderat, gefolgt von der CDU (15), SPD (10), Freie Wähler (7), FDP (6), SÖS (3), Linke (2) und REP einen. Am Sonntag, 25. Mai 2014 wird der Gemeinderat neu zusammengewürfelt, die Briefwahlunterlagen können ab dem 22. April angefordert werden.

Drei neue sind dieses Jahr am Start: Die AfD, die Stadisten und die Studentische Liste. Außerdem darf man erstmals ab 16 zur Wahl gehen, was dieses Jahr einem Potential von circa 8000 Menschen entspricht. Find ich gut. Mehr Infos dazu auf der nächsten Seite und auf der Homepage www.deine-wahl.net.

Die Wahlbeteiligung ist leider immer etwas niedrig, dabei sind die Kommunalwahlen extrem wichtig für uns Bürger. Denn die Damen und Herren im Gemeinderat gestalten unsere Stadt, egal ob es  um die neue Skate-Anlage, Feuersee-Renovierung oder um Wohnungsbau geht – nur drei Beispiele von unendlich vielen. Scheinbar vergessen das immer ziemlich viele.

www.kommunalwahl-bw.de

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Gemeindewahlausschuss lässt alle Wahlvorschläge zu

Der Gemeindewahlausschuss hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 3. April, alle zwölf Wahlvorschläge zugelassen, die für die Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 eingereicht wurden. Die Reihenfolge der Wahlvorschläge richtet sich nach dem Wahlergebnis der Gemeinderatswahl 2009. Neue Wahlvorschläge werden nach der Reihenfolge ihres Eingangs sortiert. Die Reihenfolge lautet:

1. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE)

2. Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

3. Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

4. Freie Demokratische Partei (FDP)

5. Freie Wähler Kreisverband Stuttgart e.V. (Freie Wähler)

6. Stuttgart Ökologisch Sozial (SÖS)

7. DIE LINKE (DIE LINKE)

8. DIE REPUBLIKANER (REP)

9. Alternative für Deutschland (AfD)

10. Piratenpartei Deutschland (PIRATEN)

11. DIE STAdTISTEN (STAdTISTEN)

12. Studentische Liste – junges Stuttgart

Insgesamt stellen sich 668 Bewerber zur Wahl. Auf zehn Listen stehen je 60 Bewerber, auf der Liste der Republikaner sind es 45, auf der Studentischen Liste – junges Stuttgart 23 Bewerber.

Stuttgarter Bündnis „Wählen ab 16“ wirbt für politische Beteiligung

In diesem Jahr dürfen erstmals junge Menschen ab 16 Jahren bei einer Kommunalwahl ihre Stimme abgeben. Mit der Landeshauptstadt, der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft (stjg), dem Stadtjugendring (SJR), den Stuttgarter Schulen, dem Internationalen Bund (IB), der Landeszentrale für Politische Bildung (lpb) und den Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) haben sich im Stuttgarter Bündnis „Wählen mit 16“ mehrere Akteure zusammengeschlossen. Sie wollen junge Menschen motivieren, sich politisch zu beteiligen und so die Politik in ihrem Sinne mitzugestalten.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat die Schirmherrschaft übernommen und das Bündnis am Mittwoch, 12. März, gemeinsam mit Sieghard Kelle, Geschäftsführer Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft, Bernd Umbach, Verbundgeschäftsführer des Internationalen Bundes, und Jörg Titze, Vorsitzender des Stadtjugendrings Stuttgart, auf dem Stuttgarter Marktplatz vorgestellt.

„Im Stuttgarter Bündnis haben sich wichtige Institutionen und Einrichtungen zusammengeschlossen, die nah an den Jugendlichen dran sind. Sie wissen auch, wie sie die Erstwähler erreichen können, um sie zu motivieren, an den Kommunalwahlen teilzunehmen. Demokratie lebt davon, dass die Wahlberechtigten ihr Wahlrecht nutzen. Deshalb appelliere ich besonders an die jungen Erstwähler, nutzen Sie diese Chance, nutzen Sie Ihre Stimme, denn die entscheidet mit, welche Politik in unserer Stadt und in der Region in den nächsten fünf Jahren gemacht wird“, sagt Oberbürgermeister Fritz Kuhn.

Die Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft hat die neue, interaktive Plattform www.deine-wahl.net für Erstwähler zwischen 16 und 23 Jahren eingerichtet. Die Jugendlichen können dort ihre Themen und Ideen zur Kommunalwahl in verschiedenen Formaten wie Podcast, Track oder Film hochladen und in einem Forum diskutieren. Begleitend dazu gibt es Workshops und Wettbewerbe. Damit soll das Demokratieverständnis Jugendlicher geschärft und über die anstehende Wahl informiert werden.

Das Ziel ist, Erstwähler zu motivieren, mitzumachen und eigene Standpunkte und Themen einzubringen. „Wir sehen bereits erste Diskussionen und Themenbeiträge auf unserer Seite“, sagt Sieghard Kelle, Geschäftsführer der Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft. „Die Jugendlichen diskutieren Fragen wie ‚Warum dürfen Jugendliche nicht arbeiten?‘ oder ;Warum hör ich immer nur ;Ausländer?‘.“

Unter der Federführung eines jugendlichen Beirates wolle man junge Stuttgarter Erstwähler motivieren, sich laut, bunt und kreativ mit der Kommunalwahl zu befassen, so Kelle. „Sich interaktiv einzubringen, das sind Jugendliche gewohnt. Auf www.deine-wahl.net können sie ihr Demokratieverständnis schärfen und erste Erfahrungen sammeln, wie man bereits mit 16 Jahren seinen politischen Willen zum Ausdruck bringt.“

„Wir als Internationaler Bund fördern alle Jugendlichen in unseren Häusern dabei, sich aktiv an der politischen Diskussion und damit an der Weiterentwicklung des demokratischen Gemeinwesens zu beteiligen. In anderen Ländern kämpfen Menschen um Demokratie und Wahlrecht – wir wollen, dass die Jugendlichen und jungen Erwachsenen von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen und sich aktiv an der politischen Willensbildung beteiligen“, sagt Bernd Umbach, Verbundgeschäftsführer IB Landesrepräsentant Baden-Württemberg.

Der Stadtjugendring hat in seiner Aktion „Wahllotsen on Tour“ mehr als 20 Jugendliche im Alter von 16 bis 23 Jahren als Multiplikatoren ausgebildet. In den nächsten Wochen sind die Wahllotsen im Demokratiebus des Stadtjugendrings unterwegs und werden einen Teil der rund 8000 Stuttgarter Jugendlichen ansprechen, die an der Kommunalwahl am 25. Mai erstmals wählen können.

„Wir wollen nachhaltige Beteiligungsmöglichkeiten und das Engagement junger Menschen fördern. Jugendliche sollen wählen gehen, aber ihre Stimme behalten“, sagt Jörg Titze, Vorsitzender des Stadtjugendrings Stuttgart. „Aus Sicht des Stadtjugendrings war es ein richtiger Schritt der Landesregierung, das Wahlalter zu senken. Seit Jahren fordern Jugendringe diese Gesetzesänderung vor allem auch vor dem Hintergrund des demographischen Wandels. Die Interessen von Jugendlichen dürfen nicht randständig werden.“

„Ich engagiere mich als Wahllotse, weil ich meine Generation dafür begeistern will, ab sofort die gegebene Chance zu nutzen, bei der Wahl persönlich unsere politischen Meinungen und Interessen zu vertreten. Wir können damit aktiv unsere Demokratie und unsere eigene Zukunft mitgestalten, statt nach dem Motto ‚Bringt eh nichts, wenn ich wählen gehe!‘ gleich resigniert die Politik vor der Glotze zu verfolgen, ohne die Möglichkeit des Wählens in Betracht gezogen zu haben“, sagt der 18-jährige Schüler und Wahllotse Jan Elm.

Weitere Informationen zum Online-Projekt der Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft unter www.deine-wahl.net. Auf der Homepage www.wahllotsen.de wird aktuell über das Projekt „Wahllotsen on Tour“, die Wahllotsen, Termine und Angebote informiert.

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