Kein Spiel!

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Das Landeskriminalamt springt auch auf den Bierzug auf. Spässle. Mit einem wie immer epischen Symbolbild warnt dasselbe vor dem Gruppenzwang im Netz durch tödliches Trinkspiel. Gut, grundsätzlich tötet Blödheit allein noch nicht, zumindest nicht immer, aber im Wesentlichen haben die Kollegen natürlich recht. Und immer an die Reflexion des eigenen Trinkverhaltens denken.

“Kein Spiel: Social-Beer-Game

Trinkspiel-Videos breiten sich derzeit als viraler Kettenbrief in sozialen Netzwerken aus. Infolge dieses so genannten Spiels kam es jedoch bereits zu Todesfällen – hier hört der Spaß auf!

Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg warnt vor dem Trend des Online-Trinkspiels, welches sich ähnlich einem Schneeballsystem ausbreitet.

Das Trinkspiel trägt verschiedene Namen u. a. „Social Beer Game“, „Neknominate“ oder „Biernominierung“.

Die Regeln des Trinkspiels werden auf diversen Fan-Seiten oder als Beitrag direkt auf die Seite von Facebook-Freunden gepostet. Hierbei wird auch ein Video, welches grundlegender Bestandteil des Trinkspiels ist, gepostet.
In diesem Video trinkt eine Person einen halben Liter Bier und benennt drei Facebook-Freunde, die es nachmachen sollen.
Verweigert man sich diesem so genannten Spiel verlangt der fiktive Ehrenkodex, dass man demjenigen, welcher einen nominiert hat, einen Kasten Bier schenkt.

Die Gefahren des angeblich harmlosen Trinkspiels werden aufgrund des Gruppenzwangs und der angeblichen Strafe bei einer Verweigerung meist übersehen. Man möchte nicht als Langweiler dastehen.

Das Landeskriminalamt weist auf folgende Gefahren hin:

– Die eingestellten Videos können von Euren gesamten Facebook-
Freunden (Freunde, Familie, Arbeitgeber, …) gesehen werden und damit Euren Ruf schädigen.

– Um bei diesem fiktiven Kräftemessen im Internet mithalten zu können, stellen die Teilnehmer immer außergewöhnlichere und gefährlichere Videos ein. Hierbei kam es in den vergangenen Wochen in Irland bereits zu einem Todesfall.

– Ebenso wird zur Steigerung des „Spiels“ von manchen Teilnehmern hochprozentiger Alkohol oder Alkoholmischungen anstelle von Bier getrunken. Dies hatte in den vergangenen Wochen bereits zwei Todesfälle in Irland und England aufgrund einer Alkoholvergiftung zur Folge.

Es hat nichts mit Mut zu tun einen halben Liter Bier vor laufender Kamera „auf ex“ zu trinken.

Wenn Ihr eine solche Einladung/Nominierung erhaltet raten wir Euch dazu, diese abzulehnen oder mit einer klugen Verweigerung einen neuen Trend zu schaffen, indem Ihr die Regeln des Spiels neu definiert und eine ungefährliche Variante ohne Alkohol und Selbstgefährdung in den Umlauf bringt.

Euren eigenen Standpunkt zu vertreten ist mutig. Lasst Euch nicht einreden, dass Ihr für Eure eigene Meinung einen Kasten Bier zur Strafe zahlen müsst. Echte Freunde werden Euer „Nein, danke.“ akzeptieren.

Weitere Informationen zur Reflexion des eigenen Trinkverhaltens findet Ihr auch unter folgendem Link (Stand 12.02.2014):

http://www.polizei-bw.de/Praevention/Documents/Drogen/FALTBLATT_Raffst_Du_es.pdf

Eure Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit”

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