The Soul of KTV (31) – Rare Groove Special

In diesem Monat macht die Partyreihe The Soul Sommerpause – und ist im September mit einem Special zurĂŒck. Diese Kolumne gibt es aber trotzdem, und weil draußen so schönes Wetter ist und weil ich in letzter Zeit einiges Zeug digital nachgekauft habe, was ich nur auf Vinyl besitze und teils auch ĂŒberhaupt nicht mehr auf dem Schirm hatte, diesmal ein kleines Special ausschließlich mit Songs aus den 70ern, die man wohl gemeinhin als Rare Groove bezeichnen wĂŒrde. Enjoy!

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Gwen McCrae, kennt man vor allem mit “Funky Sensation”, die Basis fĂŒr den Afrob-Thomilla-Hit “Get Up” und vielleicht noch mit “All This Love That I’m Giving”, das Cassius fĂŒr ihren Hit “Feeling For You” gesampelt haben. Hier 90% Of Me Is You, ein wunderbares, etwas langsameres Lied der Ex-Frau von George McCrae (“Rock Your Baby”) mit schönem Text.

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Nochmal schöne Sommerstimmung, Daylight von Ramp erinnert nicht zufĂ€llig an “Everybody Loves The Sunshine” von Roy Ayers. Der hat nĂ€mlich Songs auf dem Debutalbum der eher unbekannten Band geschrieben, und auch eine Version von “Everybody Loves The Sunshine” befindet sich auf dem Album.

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Boaaaah, das ist fĂŒr mich so ein Track, jedes mal wenn ich ihn höre krieg ich mich kaum mehr ein vor Begeisterung: Losing You von Courtial. Das Piano-Intro, wenn dann die Rhythm-Section einsetzt, die Breaks, wuah. Wie ich gerade rausgefunden habe, singt den Song offensichtlich Errol Knowles, der gleiche, der auch bei Coke Escovedo’s “I Would Not Change A Thing” singt – einem anderen Über-Lieblings-Track von mir, den ich hier auch schon vorgestellt habe.

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Noch mal so ein Burner. Ein relativ frĂŒher Solo-Song von Smokey Robinson, Virgin Man, nachdem er seine Karriere mit den Miracles eigentlich beendet hatte, um seinen Job als Vice President von Motown zu machen – dann hat er aber doch alleine weitergemacht. Besser isses.

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[vimeo]http://vimeo.com/68946169[/vimeo]

Was soll ich sagen, ein Meisterwerk jagt das nĂ€chste. Über Jon Lucien gibt es gar nicht so viel zu erzĂ€hlen, der Song Would You Believe In Me ist von seinem wohl viel beachteten Debutalbum “Rashida” von 1973 und ist fĂŒr mich unglaublich musikalisch.

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Dennis Coffey hingegen kennt man, allerdings eher mit seinem Jahrhundert-Funkbreak-Kracher “Scorpio”, dessen Sample-Liste lĂ€nger ist als die Börsen-Spekulationsliste von Uli Hoeneß. Hier aber ein wundervoller und unkitischiger Lovesong, wobei man beachten muss, dass Coffey ja kein SĂ€nger, sondern Gitarrist ist, deshalb sind die Vocals bei A Sweet Taste Of Sin von sonstwem.

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Der Song Freedom Time von Linda Tillery erinnert mich etwas an The Cinematic Orchestra, und sei es nur wegen seines entspannt langen Intro. Klassischer Rare Groove, viel Jazz, viel Funk, viel GefĂŒhl.

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Ich bin mir nicht ganz sicher, und bei Wikipedia findet sich nur was ĂŒber einen gleichnamigen Song von Celine Dion – aber ich wĂŒrde mal behaupten Think Twice von Donald Byrd ist das Original, und dann kam vieles andere. Zum Beispiel die sehr bekannte, sehr gute und sehr housige Version von The Detroit Experiment von 2002, oder die weniger bekannte, aber nicht minder gute Version von J Dilla zusammen mit Dwele. Das Original ist bei YouTube leider gesperrt, aber obiger Re-Edit ist zum GlĂŒck ziemlich nah dran am Original.

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Auch dieser Song ist bei YouTube gef…, Ă€h, gesperrt, aber zum GlĂŒck hat ihn jemand bei Soundcloud hochgeladen. Ich hab gerade noch mal gesucht, unglaublich dass ich ihn noch nie hier erwĂ€hnt habe. Labi Siffre ist nicht besonders bekannt, wĂŒrde ich mal behaupten, kommt aus England, hat aber mit “I Got The” (gesampelt von Eminem fĂŒr “My Name Is”) und eben The Vulture zwei Alltime-Rare Grove-Perlen rausgebracht.

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Von 1980 ist der Stomper Give Me Your Love von Sylvia Striplin, der gemeinsam mit Roy Ayers entstanden ist. Nach zwei Alben war ihre Karriere auch schon wieder vorbei, aber ein anderer ebenfalls gradioser Song von ihr, You Can’t Turn Me Away, wurde mehrfach gesampelt (Biggie), gecovert (Erykah Badu) und sonstwie gefeatured (Pharrell Williams). Ach komm, hier isser:

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So, zum Abschluss noch mal einer von 1980 – Last Night Changed It All von Esther Williams. Viel rausgefunden zu dieser SĂ€ngerin habe ich nicht, sie ist in der Jazz-Szene unterwegs und tritt wohl bis heute auf.

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