The Soul of KTV (30)

Sommer Sonne Sonnenschein, zieh ich mir am liebsten mit Soulmusik rein. Kalauer zum Frühstück und Musik zum Wachwerden. Herzlich willkommen zur 30. Ausgabe von The Soul of KTV, nach einer kleinen Pause im Juni back on the track.

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Und auch in diesem Monat gibt es wieder eine The Soul Party im Wurst & Fleisch, bevor die wiederum im August die verdiente Sommerpause macht. Diesmal ist der Wohni von unserem Setzer, DJ Jens-O-Matic, zu Gast, mit dem ich zum letzten Mal vor ungefähr 10 Jahren bei Soul Glow aufgelegt habe, bis wir vor zwei Wochen beim sehr schönen und erfolgreichen Soul Summit im Keller Klub wieder die Ehre hatten.

Und jetzt den ganzen Abend nur wir beide all night long, ich freu mich drauf und ich würde mal tippen, dass der Abend sehr 60s-lastig wird.

THE SOUL

Sa 13.07.2013, 22 Uhr
Eintritt frei
Wurst & Fleisch, Rotebühlpl. 9, Stuttgart
Soul & Funk 1960-1979

DJ Jens-O-Matic (The Horse Soul Club, Club Miaow)
DJ Thorsten W. (The Soul, Kessel.TV)

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Zu Beginn ein Lied, das mir schon seit einem Monat unter den Nägeln brennt. Pharrell Williams – von dem ich ja großer Fan bin – feiert dieses Jahr ja so ein kleines Comeback, mit “Get Lucky” mit Daft Punk, mit “Blurred Lines” mit Robin Thicke und jetzt eben mit Happy. Ein unglaublich guter Song, Motown-Soul der so gute Laune macht wie ich sie gerade habe.

Das Lied gehört zum Soundtrack für den Film Ich – einfach unverbesserlich 2, um den es gerade einen kleinen Hype gibt, für den viel Werbung gemacht wird und den ich mir auch anschauen werde.

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Dann noch was Brandneues, gefunden von Jan: Hier kann man das neue Album von Mayer Hawthorne, das am 16. Juli erscheint, bereits vorab als Stream anhören. Und vom Reinhören (noch keine Zeit um es durchzuhören) bin ich schon mal ziemlich begeistert, er entwickelt sich musikalisch aus den 60ern weiter in Richtung 70er Disco-Funk-Gefilde, was aber gut funktioniert und sauber produziert ist. Werd ich kaufen.

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Nach dem von mir nach wie vor wild gefeierten The XX-Cover von “Finally” haben sie bei dem von ihnen im Mai in Berlin organisierten Night + Day Festival jetzt Music Sounds Better With You von Stardust gecovert. Und obwohl die Soundqualität bei der Aufnahme beschissen ist – wenn Jessie Ware in den Gesang einsteigt gibt’s Gänsehaut.

Den gleichen Song hat die Band Giraffage bereits vor einem Jahr gecovert – auch nicht schlecht, und hier natürlich in guter Qualität.

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Und dann einfach auch wieder mal was von Aloe Blacc, von dem es glaube ich nicht viel Neues gibt. Außer ein Feature bei einem grauenvollen Eurotrash-HipHop-Track, keine Ahnung mit wem. Hier ein recht frischer Mitschnitt des Songs Wake Me Up bei einem Festival in Belgen Ende Juni.

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Charles Bradley ist einfach ein verdammt cooler Typ. Wie direkt aus den 70ern ins Heute katapultiert, mit einer Stimme zum Häuser abreißen. Hier performt er den Love Bug Blues zusammen mit zwei langhaarigen Bombenlegern.

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Sowas sollte man als DJ eigentlich nicht in die Welt raustragen. Wird bestimmt ne Waffe beim nächsten Set – ein Remix von Nuthin But A G Thing mit Funk-Break drunter, ein wenig im Mashed Up Funk-Style, auf jeden Fall sehr sauber produziert. Gibt’s auch als Instrumental und zusätzlich sogar in der Clean Version für die Kinderdisco.

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Auch schon ein Jahr alt ist dieser Song vom Meister der depressiven Soulmusik: Nicolas Jaar sampelt I Got A Woman von Ray Charles. Und er macht es, ähm, ein wenig anders als Kanye West bei “Golddigger”.

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Ebenfalls ein Jahr alt, und an dieser Stelle sei wieder mal ein Ausflug in Housegefilde erlaubt, ist der Mördertrack Righteous Sound von Zombie Disco Squad. An der Stimme müsste Omar sein, und gerade dieser Daniel Dexter Remix schiebt unglaublich gut nach vorne.

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Gerade eben die fünfte Staffel Breaking Bad zu Ende geguckt. Ja, die Serie ist wirklich so gut wie alle sagen, definitiv. Und den Song, der wohl besser als jeder andere dazu passt, haben sich die Macher für die (vorerst) letzte Folge aufgehoben: Tommy James & The Shondells mit Crystal Blue Persuasion. Und auch hier ist alles großartig: Der Bandname, der Songname, das Cover, und natürlich der Song.

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Kommen wir zu ein paar alten Perlen bzw. Goldschätzen, die ich bei meinen letzten Soul-Gigs wiederentdeckt habe. If I Could Only Be Sure von Nolan Porter ist ein absoluter Norther Soul-Klassiker und vielleicht eines der besten Lieder, die es je gegeben hat. Das mein ich jetzt ernst, ey.

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Auch einfach ein Brett, What Do You See In Her von Inell Young. Sonst weiß ich nix über die gute Frau, aber ich würde jetzt mal tippen dass das ihr mehr oder weniger größter oder einziger Hit war.

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Und noch so eine Bombe. Willie Wright mit Right On For The Darkness. Das ganz laut im Club auf ner guten Anlage wenn der Beat einsetzt. Und auch über Willie Wright weiß ich nicht viel, richtige Soul-Experten mögen mir verzeihen.

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Noch ein kleiner Kauftipp am Ende: DJ Friction hat den nächsten Release auf seinem eigenen Label Replay Records draußen: Re-Edits von “Dancer” und “It’s Alright” von Gino Soccio. Gibt’s hier als Download zu kaufen.

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Kommen wir zu den Veranstaltungen, und da sieht’s leider ein wenig mau aus in nächster Zeit. Samstag in einer Woche, am 20. Juli, gibt es die nächste Soul Explosion im Bix, und am 3. August feiert Jens-O-Matic eine Summer Summer Summer-Ausgabe seines The Horse Soul Club im Goldmark’s zusammen mit Stompin’ Johnson.

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