Dinosaur Jr.

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(Foto: Sub Pop)

Ohne auch nur einen Funken Ironie: Wenn einer die Zombieapocalypse überlebt, dann J. Mascis. Der Sänger und Gitarrist von Dinosaur Jr. wäre der einzige Mensch, der nicht wegläuft. Der würde höchstens mit den Schultern zucken und die Zombies sogar noch fragen: “Yeah. Was geht, Jungs? Kann ich euch irgendwie helfen?”. Zombies sind mit derartiger Rhetorik komplett überfordert. Das ist die Lässigkeit, die gerade in harten Zeiten, leben retten kann.

Als früher die Rede von “Grunge” war, meinte man damit auch Dinosaur Jr. aus Massachusetts. Doch im Gegensatz zu all den anderen Bands, die damals ständig einen Kampf gegen irgendetwas führten, waren Dinosaur Jr. mit dem Krieg gegen sich selbst beschäftigt. Solche Leute schreiben erfahrungsgemäß die schönsten Lieder. Seit ein paar Jahren sind sie nun wieder im Top-Line-Up unterwegs: J., Lou & Murph – kann man fast nicht ohne “Herzle” tippen.

Weg oder gar “out” waren Dinosaur Jr. nie, das ist der Vorteil von Leuten, die nie “in” oder weg waren. Die Legende sagt auch, Mascis wollte nicht Schlagzeuger bei Nirvana werden. Ist aber auch klar: da is nix mit acht Minuten Gitarrensolo auf dem WahWah-Pedal. Und unterm Strich halten wir fest: J. Mascis hat somit sogar die Foo Fighters erfunden.

Bin froh, dass ich nicht alleine so nervös wie ein Teenager bin. Aufrechte Frauen sagen “Ohgottohgott, ich weiß gar nicht, was ich anziehen soll” und die Jungs stellen fest: “Mann, wir werden erst noch alt. Lass uns erstmal feiern wie 1994.” Und jetzt her mit den ausufernden Gitarrenkniedeleien und den anteilnahmslosen Zeilen.

Heute Abend, 21 Uhr zum Beispiel in der Manufaktur Schorndorf. Danach gehen wir dann geil skaten.

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