Wir sind 585.890

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Doch nur 80,2 Millionen anstatt knapp 82 Millionen und nur 585.890 anstatt knapp über 600k Menschen leben in Deutschland und in Stuttgart – das sind nur zwei Ergebnisse des Zensus 2011, der ersten Volkszählung nach 1987. Die ersten Ergebnisse kann man unter www.zensus2011.de nachschlagen. Zur Erinnerung nochmals der Trailer von damals und weitere Informationen.

Genau genommen lebten am Stichtag 9. Mai 2011 80,2 Millionen (und eben 585.890) Menschen in Deutschland. Diese Zahlen gelten aber bis zum nächsten Zensus im Jahr 2021. Mehr Infos (auf Stuttgart bezogen) auf der nächsten Seite.

Beim Zensus 2011 ging es nicht nur um die Bevölkerungszahlen, sondern 26 Millionen Menschen waren damals aufgefordert, den 80.000 Interviewern weitreichende Informationen preiszugeben. 

So kam z.B. raus, dass es 41,3 Millionen Wohneinheiten gibt und davon 4,4 Prozent leer stehen, weiterhin ist die deutsche Durchschnittswohnung sage und schreibe 90,7 Quadratmeter groß.  Laut Spiegel liegen “ein knappes Viertel der Wohnungen zwischen 60 und 80 Quadratmeter, ein weiteres Viertel ist größer als 120 Quadratmeter.” Dem Zensus nach haben knapp 680.000 Wohnungen keine Heizung, kein Bad oder keine Toilette haben.

www.zensus2011.de  www.zensuskarte.de 


Mehr Infos zur Karte. 

Neue amtliche Einwohnerzahl Stuttgarts liegt vor

Das Statistische Landesamts Baden-Württemberg hat heute die neuen statistischen amtlichen Einwohnerzahlen Baden-Württembergs und seiner Städte und Gemeinden auf der Basis des Zensus 2011 bekannt gegeben. Danach hatte Stuttgart am Stichtag der Erhebung (9. Mai 2011) insgesamt 585 890 Einwohner mit Hauptwohnung. Diese Einwohnerzahl ist die neue Basis zur Fortschreibung der amtlichen Einwohnerzahl bis zum nächsten Zensus im Jahr 2021.

Gegenüber der „alten“ amtlichen Einwohnerzahl auf der Basis der Volkszählung 1987 bedeutet das eine Differenz von – 22 377 Einwohnern beziehungsweise – 3,6 Prozent zum Fortschreibungsstichtag 31. Dezember 2011. Die Einwohnerzahl Baden-Württembergs hat sich um circa 274 000 Einwohner (Stand 31.12.2011: 10,5 Mio. Einwohner) beziehungsweise um 2,5 Prozent zum Stand 31. Dezember 2011 verringert. Die Einwohnerzahlen der 16 größten Städte Baden-Württembergs werden im Schnitt um 4,1 Prozent nach unten korrigiert.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn: „Die letzte Volkszählung war vor über 25 Jahren. Es war an der Zeit, die amtlichen Einwohnerzahlen der Kommunen, der Länder sowie des Bundes statistisch zu überprüfen. Wie erwartet ist Stuttgarts Einwohnerzahl niedriger als bislang angenommen. Wie in anderen Großstädten leben hier viele Studierende, die Fluktuation allgemein ist recht hoch. Deswegen wird die statistisch erfasste Bevölkerungszahl über die Jahre ungenauer. Die Abweichungen von den Melderegistern sind nun korrigiert“.

Wie sich die neue Zahl auf den kommunalen Finanzausgleich auswirkt, ist unklar. Kuhn erklärte: „Dazu müssen wir erst den Feststellungsbescheid über die amtliche Einwohnerzahl der Stadt Stuttgart im Verhältnis zu den amtlichen Einwohnerzahlen der anderen Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg kennen. Außerdem wird sich die neue amtliche Einwohnerzahl nur schrittweise beim kommunalen Finanzausgleich niederschlagen.“

Erst 2016 wird die neue fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahl die alleinige Grundlage darstellen. Zunächst wird für die Jahre 2012 und 2013 die vom Statistischen Landesamt auf der Grundlage der alten Volkszählung weitergeführte Bevölkerungsfortschreibung bestimmend bleibt.

Im Jahr 2014 wird die vom Statistischen Landesamt auf der Grundlage der Volkszählung 1987 weitergeführte Bevölkerungsfortschreibung zum 30. Juni 2012 zu 50 Prozent und die auf der Grundlage des Zensus 2011 weitergeführte Bevölkerungsfortschreibung zum 30. Juni 2013 zu 50 Prozent berücksichtigt. Im Jahr 2015 wird die vom Statistischen Landesamt auf der Grundlage der Volkszählung 1987 weitergeführte Bevölkerungsfortschreibung zum 30. Juni 2012 zu 25 Prozent und die auf der Grundlage des Zensus 2011 weitergeführte Bevölkerungsfortschreibung zum 30. Juni 2014 zu 75 Prozent berücksichtigt.

Der für das Statistische Amt und die Zensus-Organisation zuständige Bürgermeister Dr. Martin Schairer: „Die Bedeutung der amtlichen Einwohnerzahlen ist enorm. In mehr als 50 Rechtsvorschriften wird auf diese Zahl Bezug genommen. Neben dem kommunalen Finanzausgleich und dem Länderfinanzausgleich sind dies beispielsweise die Verteilung der Länderstimmen im Bundesrat, die Wahlkreiseinteilung oder die Besoldung der Wahlbeamten.“

Dr. Martin Schairer erläuterte das weitere Prozedere: „Rechtswirksam wird die amtliche Einwohnerzahl erst durch die Zustellung des Feststellungsbescheids des Statistischen Landesamts, mit dem in den nächsten vier Wochen zu rechnen ist.“ Der Feststellungsbescheid wird ergänzt durch ein Datenblatt, mit dessen Hilfe das Zustandekommen der Einwohnerzahl nachvollzogen werden kann. „Sollten hier Ungereimtheiten erkennbar werden, kann die Stadt von ihrem Widerspruchsrecht innerhalb einer Frist von vier Wochen Gebrauch machen“, so Dr. Schairer weiter.

Parallel zur Bekanntgabe der amtlichen Einwohnerzahl werden einige demografische Eckzahlen der Haushaltestichprobe und der Gebäude- und Wohnungszählung des Zensus bekannt gegeben. Thomas Schwarz, Leiter des Statistischen Amts: „Wir werden diese Eckzahlen analysieren und sukzessive in den nächsten Monaten veröffentlichen. Allerdings wird es erst richtig interessant, wenn die kompletten Zensusdaten für Stuttgart und seine Teilräume im nächsten Frühjahr vorliegen werden. Hier dürften sich einige neue Erkenntnisse über die soziodemografische Zusammensetzung der Stuttgarter Bevölkerung, zum Wohnungsmarkt sowie zur Wohnungsversorgung in dieser Stadt gewinnen lassen“.

Erste Ergebnisse des Zensus 2011 stehen im Internetportal www.zensus2011.de in einer speziellen Zensusdatenbank zur Verfügung, in der kostenfrei individuelle Auswertungen für alle föderalen Ebenen (Länder, Kreise, Städte, Gemeinden) möglich sind.

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