Yo! KTV Raps (21 & Kurz): Retrokaytra

retrogott

W√§hrend sich die Welt um Hoene√ü dreht, drehten sich gestern Mittag/Abend bei mir zwei Schallplatten, die man in einer schnellen kurzen Ausgabe von Yo! KTV Raps (die letzte liegt dann auch schon wieder anderthalb Jahre zur√ľck, Thorsten bleibt also unser Soul-Blogger-Streber, ¬†Respekt) definitiv erw√§hnen kann.

Kollege Toni Disco, fast bester Typ auf diesem Planeten, hat mir glaub Ende Feb / Anfang M√§rz gemailt, dass die K√∂lner Huss und Hodn, die sich f√ľr “Fresh und umbenannt” vollst√§ndig Retrogott und Hulk Hodn nennen, ein neues Album drau√üen h√§tten. Seitdem twittern wir uns unregelm√§ssig Zeilen zu, wie z.B.:

“Brauch Rap Abitur? Nein. Abitur brauchst du nur wenn du studieren willst / Deshalb hei√üt es auch Hochschulreife und nicht Rap-Schulreife / du Idiot”

“Am Drumcomputer kann man keine Emails checken”

“Anscheinend habt ihr Muskeln und super harte Schw√§nze / Alles ist bei dir dick gro√ü lang und hart / Doch glaub mir ich bin daf√ľr der falsche Adressat”

“Ich mache Baby-Scratches bis meine Traumfrau schwanger ist”

Sätze, die man sich mitunter auf ein T-Shirt drucken könnte Рund aus dem Album könnte man dann ziemlich viele Shirts rausholen.

Die grundlegende wirwirschei√üenaufallesunsowiesoaufalle-Attit√ľde und den mitunter ziemlich intelligenten Wortwitz, Gedisse hin und Gehate her, ergie√üt man wie eh und je auf mitunter ziemlich verdudelten Sample-HipHop. Muss man alles m√∂gen und die Zielgruppe ist wahrscheinlich doch eher klein (die Fanbase daf√ľr umso gr√∂√üer). Entgegen aller (aktuellen) Marktgesetzen landete man damit schlussendlich sogar kurzzeitig in den Charts, immerhin stand man Mitte M√§rz auf Platz 31. Hat zwar heute nicht mehr so viel zu sagen, aber ich sch√§tze die zwei Typen haben sich verwundert die Augen gerieben – wenn sie es denn √ľberhaupt mitbekommen haben. Es gibt wichtigeres im Leben. HipHop zum Beispiel.

Das Album kann man hier durchskippen. 

kaytranada

Eigentlich nicht so wirklich Rap, aber vielleicht demn√§chst, wenn er so richtig echte b√∂se Rapper produzieren sollte, es hei√üt Drake h√§tte schon gefragt, macht Kaytranada. Laut FB-Profil schon einige Jahre aktiv, sp√§testens nach ein paar freudig bis euphorisch umjubelten Edits (am besten sein Soundcloud-Profil durchforsten) seit letztem Jahr Hype – und jetzt die erste offizielle EP, die zeigt wohin die Reise geht und Pflicht f√ľr alle Fans von Instrumental-Beats und Acts wie Dimlite, Prefuse73 oder auch Hudson Mohawke. Ich glaub, die Platte wird mich die n√§chste Monate schwer begleiten.

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