The Soul of KTV (27)

Guten Tag liebe BrĂŒdern, Schwestern und andere Verwandte, genießt den FrĂŒhling bevor er sich wieder verpisst und hört euch gute Musik an. Zum Beispiel die, die ich hier wieder mal so ein bisschen zusammengestellt habe.

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Doch wie immer fangen wir mit einer Werbepause an – und Herrgottzack, meine kleine aber auch feine Partyreihe The Soul wird am Samstag schon 1 Jahr alt – andere fangen in dem Alter an zu laufen! Ohne jetzt sentimental zu werden – das Ding hat mich in einem persönlich aufreibenden Jahr begleitet und mir viel Freude bereitet. Des isch au d’ Hauptsach.

Zum Geburtstag hab ich mir einen Kollegen aus Heilbronn eingeladen, nĂ€mlich Marco Schrank alias re:tool, mit dem ich vor unglaublich langer Zeit schon mal aufgelegt habe und der sehr versierter Soul- und Funk-Sammler, -Kenner und -DJ ist. Ich freue mich sehr, und auch er wird – wie so viele vor ihm – ausschließlich mit Vinyl auflegen.

Hier die Hardfacts:

1 YEAR THE SOUL

Sa 09.03.2013, 22 Uhr, Eintritt frei
Wurst & Fleisch, RotebĂŒhlpl. 9, Stuttgart
Soul & Funk 1960-1979

re:tool! (lebedienacht.de)
Thorsten W. (The Soul, Kessel.TV)

Facebook-Party

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[vimeo]http://vimeo.com/59608505[/vimeo]

Kommen wir zur Musik. The Weeknd hatte ich hier schon das ein oder andere mal, er ist vorletztes Jahr mit ein paar geheimnisvollen Videos mit sympathisch-verschrobenem Soul aufgefallen und hat sich damit gleich mal einen Plattendeal geangelt, letztes Jahr gab’s dann Album und Tour und alles. Dieser neue Track ist vielleicht nicht sein stĂ€rkster, aber passt schon, und schönes Video obendrein.

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Relativ frisch ist auch noch der Track “Simulation” einer meiner Lieblings-SĂ€ngerinnen, RĂłisĂ­n Murphy von Ex-Moloko. Ich erzĂ€hl bis heute gern, dass sie einst Backstage beim Bizarre Festival ganz nah an mir vorbeigelaufen ist. Hach. Der neue Track hat einen schön schiebenden Discobeat und recht wenig Gesang, dafĂŒr gibt es im Video die volle Hipsterladung inklusive Dreiecke und Oben-Ohne-Bart in Berlin.

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Ich hab es ziemlich lange geschafft, in jeder The Soul-Ausgabe mindestens einmal Aloe Blacc drin zu haben, aber das kann man natĂŒrlich nicht ĂŒber zwei Jahre durchziehen. Aber jetzt habe ich diesen sehr dopen Track von DJ Nu-Mark von seinem Album Broken Sunlight gefunden, der mit Blacc und Charles Bradley eine fette Kombination am Start hat – und, man höre, Aloe Blacc rappt, was er frĂŒher eh öfter gemacht hat.

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Joah, natĂŒrlich nicht mehr super-frisch ist das neue Werk von Justin Timberlake, schon vor Wochen sind alle Bloggerinnen landauf landab dahingeschmolzen. Aber der VollstĂ€ndigkeit halber. Geht aber voll in Ordnung der Song, hab ich auch schon erfolgreich im Club ausprobiert, und das Video ist auf jeden Fall sehr stylo im hippen Crooner-Style. Ach ja, und Jay-Z ist auch dabei.

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WĂ€re eigentlich auch ne eigene Serie in der Serie wert. Ich glaube ich habe so gut wie jedesmal irgendeine Soul-SĂ€ngerin dabei, die mich durchaus begeistert, von der ich aber vorher noch nie was gehört hatte. So wie diesmal die Amerikanerin Iyeoka – der Song ist schon ein Jahr alt, aber sehr schön, könnte direkt auch ein Bond-Soundtrack sein.

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Ähnlich die französische SĂ€ngerin Irma, hab ich glaub schon mal gehört, aber weiß jetzt nicht viel mehr ĂŒber sie. Wurde laut Wikipedia bei den MTV Music Awards 2012 als bester französischer Act nominiert, das ist ja schon mal was, das Lied ist eher harmlos aber geht schon in Ordnung.

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Kommen wir zu den Soundcloud-FundstĂŒcken. King Most macht aus dem eher straighten Stomper “Hold On, I’m Coming” von Sam & Dave einen funky Breakbeat-Kracher mit ordentlich Staub drauf. Sauber.

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Mit “Woman to Woman” von Joe Cocker kann man ja immer noch Leute im Club ĂŒberraschen. “Waaas, das ist Joe Cocker?” – “Nee, Dr. Dre schnitzt sich alle Beats eigenhĂ€ndig aus dem Klavier”. Jim Sharp hat jetzt das Gute mit dem Richtigen kombiniert und einfach einen Edit aus dem Original mit California Love gebastelt. Kann man machen, auf jeden Fall.

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Wo wir schon bei alter Musik sind, bleiben wir auch gleich dabei. Was das hier jetzt genau ist? Keine Ahnung. Wer da jetzt was performt? Egal. Auf jeden Fall ist es zuerst “Get Me Back On Time” und geht dann ĂŒber in “Engine No. 9” und ist fett.

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Dass Al Green “Pretty Woman” von Roy Orbison gecovert hat wusste ich jetzt auch nicht, aber war damals in Soul-Kreisen ja auch nix Besonderes. GefĂ€llt mir aber durchaus besser als das durchgenudelte Original, warum aber jemand Bilder aus dem unsĂ€glichen Film hier drunterlegen musste versteh ich allerdings nicht. Ist aber auch egal.

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NatĂŒrlich gibt es auch noch andere Soul-Partys in der Stadt, wenn auch viel zu wenige. Ebenfalls am kommenden Samstag steigt die nĂ€chste Ausgabe der Soul Explosion im Bix, King Dynamite spielt wie immer ausschließlich wilden Funk zwischen 66 und 72. Auch im Bix steigt der nĂ€chste Club Miaow von und mit Jens-O-Matic, allerdings erst am 27. April. Noch lĂ€nger, nĂ€mlich bis zum 30. April, muss man auf die nĂ€chste Blue Magic warten, die nach langer Zeit wieder mal im Mono stattfindet, wo DJ Emilio wie immer in die 70s-Soulkiste greift.

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