Schwarz-Weiß-Bar

Neulich endlich mal geschafft, nachdem der Laden auch schon wieder seit über einem Jahr zwischen Olga-Kreisverkehr und Wilhelmsplatz am Start ist, Deutschlands langsamster Uralt-Blog, aber weisch ja, immer sold out concerts wie Jay-Z und tagsüber ist es sowieso schön im Büro. Übrigens: Wie war´s im Büro heute?

Nach einem weiteren schönen Tag im Büro und keinem bevorstehenden, ausverkauften Konzert am Abend, war es Zeit für bisschen Dolce Vita, bisschen in Cocktails investieren. Aussichten auf Rendite, Rendite, Rendite gleich null, dafür wolliges Gefühl im Bauch und Glückseligkeit im Gesicht.

Laut Selbstdefinition ist die Schwarz-Weiß-Bar eine “klassische Jazzcocktailbar”, im Praxistest haut das ebenfalls hin, es gibt (eigenkreierte) Cocktails, von denen ich noch nie etwas gehört habe, angerührt mit Alkoholmarken, von denen ich ebenfalls noch nie was gehört habe, und es läuft Jazz, je nach Fülle, mal leiser oder lauter.

(Voll kreativ: Bilder von der Schwarz-Weiß-Bar schwarz-weiß machen. Im nächsten Leben werde ich AD und nehm 55 Euro die Stunde.)

Die Fülle ist schnell erreicht, denn der Laden ist ungefähr so groß wie die Herrentoilette im Transit, aber, muss man wirklich ehrlich sagen, um einiges schöner als die Herrentoilette im Transit. Mensch Transit. Okay, Scherz in den White Russian (mein zweiter Drink, gerührt, vorzüglich, stilgerecht im Bademantel genossen) geschoben, wirklich sehr schick gemacht, aber wirklich richtig klein. 30 Leute? 40? Um zwei Hocker an der Bar zu bekommen sollte man zwischen 20 und 21 Uhr am Start sein, und ich denke, das ist sogar unabhängig ob Wochenende oder nicht.

In solchen herrlichen Cocktailbars möchte man ja immer am liebsten die komplette Karte durchsüffeln, weil du einfach weißt, ist garantiert alles immergeil wie der Crypt gestern Abend in der Schräglage, da eben von Profis mit hochwertigen Profi-Zutaten gemixt. Ab und zu lädt man auch Gastbartender aus anderen Städten ein. Dicke Props mal an dieser Stelle an die Barkeeper (allgemein bzw. in diesem Segment), da musste echt was drauf haben. Ich staune immer wieder.

Meine Leber würde den Einmalkomplettdurchdiekarteaufguss vielleicht sogar verkraften, aber dann müsste ich noch mehr schöne Tage im Büro verbringen und noch mehr Konzerte ausverkaufen. Neben einem Haus-Cocktail hat mir Kessel-Leser Andre, den ich dort kennengelernt habe, den Whisky Sour empfohlen, der wäre hier der beste der Stadt. Fett. Noch besser mit Eiweiß, wiederum ein Typ Tipp von good old Waranga-Matthias, mit dem wir, zufällig getroffen, einen schönen Abend dort hatten. Frohe Weihnachten an dieser Stelle.

Schwarz Weiß Bar
Wilhelmstraße 8A
70182 Stuttgart-Mitte

www.schwarz-weiss-bar.de

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