Brezelgate

Neulich berichtete Spiegel noch ĂŒber den schmutzigen Wahlkampf bei der OberbĂŒrgermeisterwahl in Stuttgart. Jetzt geht’s voll ab: “Brezelgate”.

Aber nix da mit “Deep Throat” in der Parkgarage oder die Badewanne im Beau Rivage. Dort hinter dem Bahnhof, wo neulich noch San’s und Abseits großflĂ€chig fĂŒr Suppen und Co. warben, macht gerade OberbĂŒrgermeister-Kandidat Sebastian Turner Werbung fĂŒr Brezeln. Beziehungsweise fĂŒr sich und seine Sache: nĂ€chter Karriereschritt – “ein BĂŒrger als OberbĂŒrgermeister”.

DafĂŒr ist dem “Werbeprofi” (Stuttgarter Zeitung) notfalls gar nix peinlich. Bei weitrĂ€umiger Ideenarmut muss halt das herhalten, was Turner fĂŒr den kleinsten gemeinsamen Nenner der Stuttgarter hĂ€lt: eine Brezel.

Das wiederum schmeckt den anderen Kandidaten eher so mittelgeil. Die einen vermuten Vetterleswirtschaft beim Preis fĂŒr die WerbeflĂ€che, die anderen unzureichend deklarierte Spenden von gönnerhaften Vettern und KlĂŒngel – Turner, anstatt auf derartigen Blödsinn einfach zu verzichten, schickt seinen Wahlkampfleiter Dr. Stefan Kaufmann in den Ring.

Der langweilt alle so lange mit Fakten, Hochrechnungen, RabattgeschwĂ€tz und gebastelten Tatsachen, bis sie eingeschlafen sind. Hier gibt’s den Artikel und noch einen. Hier die Langeweile. Aber: der Plan geht auf. Die Brezel  – Achtung, BrĂŒllergastroulk – ist in aller Munde.

Mich fragt ja keiner, ich sag’s aber trotzdem: Macht das Plakat grĂ¶ĂŸer, hĂ€ngt noch eines am Bahnhofsturm auf, am Rathaus auch und am Gerber. Fernsehturm wĂ€re auch noch eine Idee, wenn Alexander Deissler und der SWR nix dagegen haben. Denn selten zuvor war eine Wahlwerbung ehrlicher als die von Turner: die komplette Inhaltsleere auf einem Plakat.

Aber keine Angst: da redet niemand mit vollem Mund. Wo kaum Worte sind, kann man bedenkenlos weiterkauen. Wer sich die MĂŒhe macht,  Turners Wahlprogramm zu lesen, bekommt’s mit dem Sekundenschlaf zu tun. Klar, das mögen die gĂ€ngigen und leeren WorthĂŒlsen der Politik sein, aber wo uns die hingefĂŒhrt haben, mĂŒsste auch Turner wissen. Wenn Werber langweilen, dann tun sie das mit voller Absicht. Lang Lebe das Produkt, Scheiß auf vergiss den Beipackzettel. Los, kauf’s jetzt. Kostet nur ein Kreuz auf dem Wahlzettel. Ganz einfach.

Die gibt’s auch als Postkarte. Ich habe das mit eigenen Augen gesehen. Allerdings im Dreck, auf dem Boden, plattgetreten auf dem BĂŒrgersteig der TĂŒbinger Straße – irgendwie da, wo sie hingehört, wenn’s nicht Umweltverschmutzung wĂ€re. Der Flyer mit einer Brezel, die sich selbst die Hand gibt. Menschen, die derartiges tun sind mir suspekt, ganz zu schweigen von Brezeln, die so was machen.

Ich glaube, wer sich selbst die Hand gibt, ist etwas zu sehr mit sich selbst beschĂ€ftigt oder hat schmutzige HĂ€nde und hoffentlich Seife dazwischen. Abgesehen davon: anatomisch gesprochen sieht’s auch bedenklich aus, möchte man sich erfolgreich selbst die Hand geben. Hab’s eben versucht.

Mir ist es ehrlich gesagt wurst, dass Turner so tut, als wĂ€re er inhaltlich keiner Partei zugehörig, und halt doch beste Seilschaften zur CDU unterhĂ€lt. Das wiederum ist die Partei, die ein derart großes Imageproblem plagt, dass sie ausgerechnet bei der OB-Wahl auf einen eigenen Kandidaten verzichtet? Das riecht nach unbefleckter EmpfĂ€ngnis fĂŒr Turner. Die FDP und die Freie WĂ€hler sind auch mit im Boot.

Um bei der Brezel zu bleiben: jedes Kind und jeder Stuttgarter weiß, dass wir nicht nur 60000 Trainer in der Mercedes Benz Arena sind, sondern auch jeder einzelne von uns besser weiß, wie DIE Brezel zu schmecken hat und wo’s die beste gibt.  Wir diskutieren darĂŒber nicht. Wir wissen.

Aberherrschaftszeitennochmal. Es ist nicht die Brezel, es sind die Menschen. Wer möchte schon auf ein GebĂ€ck runtergerechnet werden, dem jenseits unseres Bundeslands kaum Bedeutung beigemessen wird – und von dem schon mein Nachbar keine Ahnung hat? Allein deshalb befĂŒrchte ich, dass Turner ein Karrierist ist, leidenschafts- und lieblos. Die Brezel – da hat er Recht – ist uns trotzdem nicht egal. Wir wollen sie halt lediglich in der schönsten Stadt der Welt essen. Aber in erster Linie wollen wir eines: dort leben.

100 Comments

  • martin sagt:

    was ich immer noch nicht gecheckt habe: es gibt doch eine zeitliche limitierung fĂŒr wahlwerbung, also erst ab sechs wochen vor der wahl? warum geht das dann?

  • stegoe sagt:

    Wenn man sich all die OB-Kandidaten so anschaut wĂŒnscht man sich ja fast, dass der olle Schuster doch noch mal angetreten wĂ€re. Fast


  • vanDamme sagt:

    Diese Brezel ist halt weder originell, noch lecker illustriert. Kommt irgendwie ziemlich infantil rĂŒber 
 so n bisschen “Windows Clip Art-Pack”-mĂ€ĂŸig.
    Habe aber auch schon mit Leuten gesprochen, die die Brezel-Idee sehr pfiffig finden!

  • Dee Kay sagt:

    Mein grĂ¶ĂŸtes Problem ist: Die anderen Kandidaten sind nicht besser 🙁

  • martin sagt:

    mein grĂ¶ĂŸtes problem wĂ€re der turner, der macht mir angst.

  • martin sagt:

    kurze info: da uns das thema die nĂ€chsten wochen noch mehr begleiten wird, gibt es jetzt oben den menĂŒpunkt “ob wahl” – love & order muss sein.

  • Niko sagt:

    Gabs nicht mal die interessante Suchmaschinenanfrage “Kann man eine Brezel kacken?”, mit der irgendwer auf KTV gelandet ist? Ich denke da noch heute drĂŒber nach. Könnte man auch mal den Turner fragen.

  • JMO2 sagt:

    Ich finde die Brezel grafisch gesehen ziemlich 70er Jahre Style

  • Martin Sp. sagt:

    Mir macht nicht nur der Turner Angst, der Kuhn auch.

  • martin sagt:

    ich find die brezel fast schon eher kurz nach 1945.

  • JMO2 sagt:

    Kurz nach 45 gabs kaum Brezeln, sag ich Dir!

  • martin sagt:

    dann halt kurz nach 1950. auf jedenfall ultra altbacken.

  • TG sagt:

    Der Anbieter der FlĂ€che muss den Turner ja schon unglaublich mögen. Laut Liste kostet die FlĂ€che pro Monat ca. 84.000 EUR inkl. Produktion. Angeblich hat Turner dafĂŒr nichts zahlen mĂŒssen…

  • JMO2 sagt:

    Ist ja auch August und voll Flaute. Deswegen kriegt der Turner ja auch das Ding zum Schnappertarif. NÀchsten August könnten doch mal irgendwelche Clubs dort zuschlagen, koscht ja fast nix

  • LKTRSNDY sagt:

    Deinen letzten Absatz hÀtte man nicht besser schreiben können. Genauso isses.

  • Weeman sagt:

    Als Exil-Schwabe muss ich mal sagen: alle hier im Norden wissen, dass wir die besten Brezeln backen. Und ihr wĂŒrde mit Sicherheit auch hierzulande mehr Bedeutung beigemessen werden, wenn es fĂ€higere BĂ€cker geben wĂŒrde. Aber bei den BĂ€ckern ist es eben wie bei den OB-Kandidaten…

  • Micha sagt:

    Mein Kleiner (3,5 Jahre) sagte “Hand-Brezel”, als er das Plakat sah.
    Also bei der Generation scheint es zu funktionieren 😉

  • baranek sagt:

    Nunja.
    ZunĂ€chst: @martin Das mit der 6-Wochen-Frist bezieht sich auf die Nutzung des öffentlichen Raums. Was jemand in seinen Vorgarten stellt – kannste nix machen.
    Zum anderen mĂŒssen wir uns eingestehen: wir sind Turner schon auf den Leim gegangen. Alle reden ĂŒber seine Brezel. Kennt jmd den Claim von Wilhelm? Weiß jmd was Kuhn will?
    Obwohl also das Brezelgate eigentlich gegen ihn lĂ€uft: Turner wird sich die HĂ€ndchen reiben, der Werberprofi weiß halt, wie mans macht. Er hat die Aufmerksamkeit. Issn Dilemma, ich weiß. Aber so siehts nunmal aus.
    Nun mal ĂŒber die anderen reden und die Guten pushen. A weng.

  • martin sagt:

    so kann man es auch sehen. tu ich z.B. aber nicht. momentan demontiert er sich selbst, negative aufmerksamkeit. und was will turner? botschaft? “miteinander”? wow. vor allem nehm ich ihm das nicht ab. und ob er die hĂ€ndchen reibt weiß ich nicht. momentan bellt er ja nur recht plump zurĂŒck.

  • Vulcano sagt:

    Ein lachendes Gesicht von Turner, aus Linsen mit SpĂ€tzle und SaitenwĂŒrstchen nachgebildet, wĂ€re auch ein tolles Wahlplakat.

  • setzer sagt:

    Turner vermittelt fĂŒr mich das GefĂŒhl, dass er halt mal was “anderes” versuchen möchte. Als wĂŒrde er sich und seinen Freunden beweisen wollen, dass das mit etwas Marketing gaaanz einfach ist.

  • Flo sagt:

    Newsflash: Brezelgate Skandal weitet sich aus – die Stuttgarter Zeitung schickt ihren Blog http://www.Brezel.me in eine Kreativpause … oder bringt sie ihn in Sicherheit?

  • Sara BPunkt sagt:

    finde die Brezel cool.
    Ich bin immer sehr kritisch, wenn so eindeutig auf einen einzigen Kandidaten drauf gehauen wird, wie in dme Artikel. Ich lass mich davon nicht beeinflußen.

    Von den anderen Kandidaten hab ich bisher viel weniger als Phrasen gehört, nÀmlich GAR NICHTS! Ich will doch keine Kandidaten, die stÀndig nur andere kritisieren, sondern welche, die klare Vorstellungen haben.
    Bei Kuhn höre ich immer nur: Schwarze Zahlen mit grĂŒnen Ideen und denk an meine Stromrechnung!!!!

    Turner hat als erster ein Programm vorgelegt, das ich sehr klar und grade nicht in Politikerdeutsch geschrieben ist. Was machen die anderen inhaltlich???

  • setzer sagt:

    Ich finde es auch ekelhaft, wie Turner auf seine Mitbewerber einschlÀgt. Da gebe ich dir Recht.

  • kutmaster sagt:

    komisch, ich muss bei cdu-ideen immer an meine stromrechnung denken…

  • Thomas sagt:

    Wenn man so anfÀngt sollten wir uns die Gegenkandidaten auch mal genauer anschauen.
    Herr Kuhn lÀsst sich VortrÀge von der GLS Bank bezahlen und Frau Wilhelms Wahlkampfmanager bezieht nebenher noch ein Geld von 100 000 Euro/ Jahr, bezahlt von einem Zusammenschluss von Unternehmern.

  • setzer sagt:

    “Gegenkandidaten” ist ein sehr schönes Wort.

  • kutmaster sagt:

    thomas und sara = selbe ip … war ja klar das das wieder los geht. ich warte dann mal auf tinky.

  • martin sagt:

    bumsfallera, ist die cdu da?

  • kutmaster sagt:

    Mit bissle Web-Marketing klappt auch BĂŒrgermeischter.

  • martin sagt:

    ist bestimmt twittergott kaufi am drĂŒcker. oder der sebastian selbst?

  • Normann sagt:

    Jungs (und MĂ€dels), ist doch wirklich wuppe, welche Flachnase OB wird.
    Die CDU betreibt ihre Vetterleswirtschaft,
    die GrĂŒnen wollen als Gutemenschen dass nur noch mit Schrittgeschwindigkeit mit dem Auto durch Stuttgart gefahren wird,
    die FDP will gar nix, außer Hotelsteuer vielleicht auf 0%,
    die SPD will ne Atem- und / oder Pupssteuer,
    die Piraten vielleicht nur, dass selbst auf dem hintersten Klo nen WLan-Hotspot steht,
    und, und, und.

    Ich finde, wir sollen mal wieder ne Arena bauen (so mit Sand und so – hab mich von der Serie Blood an Sand inspirieren lassen ;-)), jeder Kandidat kriegt ein Schwert und dann jeder gegen jeden; only the fittest survive. Der darfÂŽs dann machen. Wir haben unseren Spaß und es gibt paar Selbstdarsteller weniger.

  • Mark sagt:

    Ich sags ganz ehrlich:
    Wusste bis dato nicht mal dass der “Turner” heisst.
    War fĂŒr mich bisher nur der “Marketing Heinz”.

    Übrigens:
    Herzlich Willkommen im Wahlkampf Kessel.tv
    🙂

  • kutmaster sagt:

    spricht man das eigentlich englisch “törner” oder deutsch “turner” aus? hab den namen bisher immer nur gelesen, nie gehört.

  • martin sagt:

    ich sag törner. ich glaub aber turner wie hambĂŒchen heute. fette ĂŒberleitung zur olympia.

  • Martin Sp. sagt:

    Juhu, die Dreckschleuderei geht los! Fehlt noch die FurtwÀngler, entweder als Ziel oder als Schleuder.

  • Mark sagt:

    Turner is der Burner?

  • martin sagt:

    den slogan wĂŒrde ich mir gleich schĂŒtzen lassen. besser als die brezelhĂ€ndchen.

  • Matthias sagt:

    Interessant an der Brezel ist auch, dass damit kein “Miteinander” abgebildet ist, sondern wieder nur EINE Brezel sich selbst die Hand gibt. Wie zu Mappus-Zeiten. Manus manum lavat.

  • Thorsten W. sagt:

    Es wird “Turner” ausgesprochen, nicht “Törner”

  • martin sagt:

    och schade. wann ist fabian dran heute?

  • Le Mischi sagt:

    Ich bin mir sicher, dass an dieser Stelle schon sehr bald die KTV-Paragraphen 1, 2 und 4 Verwendung finden werden. Nennt mich ruhig einen Hellseher.

  • JoeJoe sagt:

    Zwischenfrage:
    Setzer spricht von Inhaltsleere. Ist das ernst gemeint oder Comedy ?

  • anska sagt:

    Heisst der Turner denn Tina mit Vornamen?
    Die hatte mal einen Hit..”Break Every Rule”

  • Vulcano sagt:

    Da gibt es ja auch noch andere Motive:
    http://666kb.com/i/c66etqvg6o93af6f1.jpg

  • Michael S. sagt:

    Turner schmiert alle(s).
    Auch Brezeln.

  • SchĂ€nnie sagt:

    LAUGENPACK!

  • Mark sagt:

    Irgendwie turnt mich das voll ab…..

  • Do hob i ois Bayer glei a Assoziation g’habt: Breznsoiza.
    http://www.sprachnudel.de/woerterbuch/brezensalzer

  • bernd_s sagt:

    Brezel ist doch das perfekte Bild dafĂŒr wie hier schon wieder Politik und Wirtschaft direkt ineinanderschlingern, abgerundet mit einer simplen eine-Hand-wĂ€scht-die-Andere-Symbolik.

  • Dee Kay sagt:

    Willkommen in der Brezelstadt

  • bernd_s sagt:

    Nur der Text passt nicht. Brezeln erinnern mich nĂ€mlich immer an die verschrĂ€nkten Arme eines Oldschool-TĂŒrstehers. Und der reprĂ€sentiert ja eher Ausschluss wie Miteinander

  • setzer sagt:

    @Joejoe: Comedy. Genauso wie das behĂ€bige Runterbeten von Idealvorstellungen, um annĂ€hernd jedem ein gutes GefĂŒhl zu vermitteln. Das “Was” ist kein Inhalt, das “Wie?” interessiert mich.
    Das wiederum können Kuhn und Co. auch gut. Keine Frage.

  • JoeJoe sagt:

    Dachte ich mir doch, dass es Comedy ist. Über die Brezel an sich braucht man nicht zu diskutieren. Aber interessant, was man da alles so hineininterpretieren kann. Das “Miteinander” in dieser Stadt kein Inhalt sein soll, finde ich nach den letzten Jahren doch recht beachtlich. Die Ansicht kann vielleicht daraus entspringen, dass einem nach einem Miteinander eigentlich gar nicht ist.
    Und nein: Ich bin weder Sympathisant von Turner noch werde ich ihn wÀhlen.

  • martin sagt:

    hm, vielleicht kommt eben gerade das miteinander einfach nicht rĂŒber?

  • Vulcano sagt:

    @martin: Dann mĂŒssten es 2 Brezeln sein die sich die HĂ€nde schĂŒtteln. Das wĂ€re ein Miteinander!

  • Le Mischi sagt:

    …oder eine Brezel und ein Laugenweckle 😉

  • martin sagt:

    eben. oder eine laugenstange und ein laugenweckle. oder ein laugenweckle und eine brezel. mensch, da hÀtte man so schöne motive machen können.

  • martin sagt:

    gleichzeitig! zwei dumme, ein…

  • Jochen sagt:

    Es ist auch schon deshalb schwer, das “Miteinander” rĂŒberzubringen, weil es einer dieser durch Lokalpolitiker extrem ĂŒberbeanspruchten und völlig ausgelutschten Begriffe ist. Da glaubt halt keiner mehr so richtig dran, wenn das von einem Kandidaten immer wieder so hochgehalten wird, könnt’ ich mir vorstellen. Also so geht’s mir zumindest. Floskeln, weiter nichts. BefĂŒrchte ich jedenfalls … Mal sehen wie er sich dann gibt sobald er OB ist (glaubt ja wohl keiner ernsthaft, dass er nicht gewinnt oder?) …

  • Jochen sagt:

    Na toll. Jetzt hab ich voll Hunger auf irgend so nen knusprigen, salzigen Laugenshizzle. Danke! 😀

  • walter sagt:

    Miteinander kann natĂŒrlich schon Inhalt sein. Die Problematik des Begriffes liegt wohl darin, dass man einen Kontext benötigt, um genau zu wissen, was letztendlich damit gemeint ist . Nur so ist es möglich, diesem doch sehr allgemeinen Begriff mehr Bedeutung zu geben. Bisher konnte ich diesen Kontext nicht erkennen.

  • Immer was los in Stuttgart! ZunĂ€chst zerbricht die Stadt fast an einem Bahnhof, nun spaltet eine Brezel die GemĂŒter.

    Um etwas Ruhe in den Brezel-Skandal zu bringen, habe ich soeben Herrn Tobias Fischer, der Herrn Turner die Werbetafel an der Heilbronner Straße unentgeltlich angeboten hat, eine E-Mail geschickt und habe ihm angeboten, seinen Ruf als aufrechter Demokrat zu retten. So habe ich ihm vorgeschlagen, dass er mir im Rahmen meines Wahlkampfes die noch freistehende W
    erbetafeln als Spende ĂŒberlassen könnte, um so den demokratischen Meinungspluralismus zu unterstĂŒtzen. Um ihm einen Eindruck zu vermitteln, wie gut mein Plakat dorthin passen wĂŒrde, habe ich ihm folgende Fotomontage gesendet.

    Ich bin mir sicher, dass Herr Fischer gerne auf mein Angebot eingehen wird, um jedes GeschmÀckle, das im Zusammenhang mit unserem schwÀbischen LaugengebÀck entstehen könnte, zu vermeiden.

    http://www.was-will-wolfram.de

  • Martin Sp. sagt:

    @Wolfram: schade, Facebook-Link.

  • JoeJoe sagt:

    Interessant.
    Der Herr Wolfram Bernhardt schlĂ€gt also Herrn Tobias Fischer vor, dessen Ruf als aufrechter Demokrat zu retten. Indem er Wolfram Bernhardt auch kostenlos eine Werbetafel zur VerfĂŒgung stellt (von den anderen Kandidaten ist nicht die Rede).
    Tobias Fischer ist also kein aufrechter Demokrat bzw. soll diesen Ruf haben, weil er einem Einzigen der Kandidaten eine Werbetafel zu VerfĂŒgung stellt.
    Wenn ich meine Stimme abgebe, gebe ich sie in der Regel einen einzigen Kandidaten. Bin ich deswegen etwa auch kein aufrechter Demokrat ?

    Das mit der Demokratie ĂŒben wir nochmal, gelle ?

  • Martin Sp. sagt:

    Naja. Nach der Logik von Wolfram (soweit ich es verstehe): wenn Fischer dem Bernhardt eine Werbetafel spendiert, ist das eine Möglichkeit seinen Ruf zu retten. Aber keineswegs die einzige. Daher gilt der Umkehrschluß nicht.

    Das mit der Logik ĂŒben wir nochmal, gelle?

  • Frank sagt:

    Turner. Das ist doch schon wieder so einer von diesem LGNPCK, oder?

  • Benno Mehring sagt:

    Treffender Kommentar! SaraBPunkt, Du vermisst Programmatisches der anderen Kandidaten? Solltest Dich vielleicht mal mit Hannes Rockenbauch und Jens Loewe befassen.

  • Gerhard sagt:

    Bald gibt es die goldene Brezel im Ohr!

    “Miteinander mit Turner + Brezel-Konnection (Schicksalsbindung)” lĂ€sst fĂŒr einen parteiunabhĂ€ngien OB-Kandidaten einige unbeantwortete Fragen offen:
    1. Wie vertrĂ€gt sich “parteilos” mit “unparteiisch”?
    2. Soll der Werbe-Profi mit allen Kniffen (denkt an die VA) und medienwirksamen und garantiert massenwirkenden Instrumenten die Kastanien aus dem Feuer holen? FĂŒr die CDU, fĂŒr die ehemalige Regierung, deren höchster Exponent das Land BaWĂŒ um einen Riesen-Betrag erleichtert hat!
    3. Wenn wir schon bei Symbolen sind: “Ist die Brezel vom BĂ€ckerhandwerk (wohlgemerkt: industrielles BĂ€ckerhandwerk) gesponsert?
    4. Wohin will der Kandidat Turner seine WĂ€hlerschaft mitnehmen, wenn er vor der Wahl vordergrĂŒndig mit “Miteinander” wirbt? Sitzen seine potenziellen WĂ€hler wirklich schon in einem Boot mit ihm? Ist es schiere Suggestion oder macht er sein V-E-R-S-P-R-E-C-H-E-N nach der Wahl wahr?
    5. Meint er mit MITEINANDER: “Birds of a feather stick together”?

    Ein Fragekatalog ohne Ende… welcher selbst einen gewieften Werbefachmann, als OB-Kandidat, in Nöten bringen kann!

    Artaperma – Im jetzigen Tun gestalte ich den Morgen!

  • JoeJoe sagt:

    @Martin Sp.:
    Es soll also eine Logik sein, einem politischen Mitbewerber etwas zu unterstellen, um ihm dann eine Möglichkeit aufzuzeigen, diese Unterstellung aus der Welt zu schaffen ? Dies zudem ganz uneigennĂŒtzig zu eigenen Gunsten ?
    Na, wenn man ein solches Verhalten gutheißt und darin auch noch irgendwelche Logiken erkennen möchte, sollte man wohl so einiges ĂŒben, was politischen Diskurs betrifft…

  • Martin Sp. sagt:

    @Joejoe: nein, du hast es falsch verstanden. Sowohl die zugrunde liegende Logik, als auch meine Intention. Das mit dem Gutheißen ist alleine deine Interpretation, woher die auch kommen mag. Aber diese Art kenne ich ja schon von dir, etwas falsch zusammen reimen und als unumstĂ¶ĂŸliche Wahrheit festzulegen.

  • JoeJoe sagt:

    @Martin Sp.: Wieso sollte ich es falsch verstanden haben ? Fischer soll Bernhardt eine Werbetafel geben, um seinen Ruf als aufrechter Demokrat zu retten. Die Frage ist doch, wieso Fischer diesen Ruf denn nicht haben sollte und wieso er ihn gar retten mĂŒsste ? Aus welchen BeweggrĂŒnden denn ?

  • Beraternase sagt:

    GĂ€hn! Sturm im Bretzelglas….

  • Martin Sp. sagt:

    @JoeJoe: gibt es irgendwo ein Forum oder einen Chat wo wir mal diskutieren können, statt hier die Kommentare vollzumĂŒllen? Dann erklĂ€r ich es dir gerne, sowohl Logik, als auch Ironie, als auch wo du von falschen Annahmen ausgehst.

  • martin sagt:

    witzig, das “werbehaus” ILG, dass die flĂ€chen vermietet ist direkt neben meinem bĂŒro. gleich mal reservieren fĂŒr juli 2013, fĂŒnf jahre ktv und nen guten (keinen) preis sichern. ist ja dann auch sommer.

  • Armin sagt:

    Mir hat der Turner seine Brezelpostkarte am 16. Juni beim Handwerkertag in Hedelfingen in die Hand gedrĂŒckt. Kam mir damals vor wie einer von der JU, leicht in die Jahre gekommen.

    Da ich ihn nicht kannte (derzeit nicht fest in Stuttgart wohnend), hab ich ihm die Karte nicht gleich zurĂŒckgegeben und sein Forderungsblabla gelesen.

    Das GebĂ€ck fand ich dann reichlich mĂŒrbe. Inhaltslose KrĂŒmel, mehr nicht.

  • Steffen sagt:

    Das wohl pfiffigste Mittel abseits von Teig und Lauge ist bei diesem Thema: Ihr alle redet euch darĂŒber den mund krĂŒmelig! Ziel erreicht!
    Der zweite wichtige Aspekt: Die Kampagne kommt unprofessionell rĂŒber? Wirklich? Beim zweiten Blick auf Turners AnsĂ€tze sieht man ganz klar, dass er eben NICHT als der Werbeprofi empfunden werden möchte, daher ist der hier zu lesende Begriff “billiges Windows Clip Art Design” fast schon ein Ritterschlag! Und wieder: Ziel erreicht! Ich wĂŒrde mich beim Anblick vom SÖS-Pumuckl und Ritter Kuhn-ibald schon mal gedanklich darauf einstellen, dass der Teigling auf blauem Grund höchstwahrscheinlich der lachende Gewinner sein wird. Mit und ohne GsĂ€lz!

  • kutmaster sagt:

    Der Pumukel wohnt wenigstens zeitlebens in Stuttgart, ist durch diverse BĂŒrgerinitiativen bestens mit seinen WĂ€hlern vernetzt und der Ritter ist langjĂ€hriger Polit-Profi. Was ist nochmal gleich Turner? Achja, ein Werbekaufmann aus Berlin, der mit Politik (und ĂŒberhaupt Stuttgart) ungefĂ€hr soviel am Hut hat wie mein Opa mit Online-Banking. Den wĂ€hlen bestimmt alle, weil er so ne lustige Brezel hat und ihn bei kessel.tv jeder disst… ganz klar.

  • JoeJoe sagt:

    Lach. Da muss der gute Opa ja mit recht wenig ĂŒberhaupt etwas am Hut haben wenn Turner seine Kindheit und Jugend in Stuttgart verbracht hat…

  • kutmaster sagt:

    Echt jetzt? Seine Kindheit und Jugend? Das qualifiziert ihn natĂŒrlich zum BĂŒrgermeister! Ich nehme alles zurĂŒck, mein Opa trĂ€gt sowieso nie HĂŒte.

  • trinki sagt:

    Nur ein ganz schlechter Werber wĂŒrde mit der bestgemachten, professionellsten Werbung von allen zum OB kandidieren. Dann wĂ€re es ja erkennbar fĂŒr alle total professionelle Werbung und damit quasi gemein gegenĂŒber den anderen Kandidaten. Unsympathisch, also. Dieses Plakat sagt dagegen: Hey Leute, keine Angst, meine Kampagne wird gar nicht von super-fiesen Strategen und den besten Kreativen von S&F gemacht, ich bin total authentisch und hemdsĂ€rmelig und gar nicht so schlimm wie ihr denkt. Das ist das eigentlich Krasse an diesem Plakat: Bewusst schlecht gemachte Werbung, damit sie am Ende besser funktioniert. Und das am prominenentesten Platz der Stadt. Über den Coup werden einige Werber im Keller sehr anerkennend und herzlich lachen. Respekt, Sebastian. Fuchs, du.

  • giano sagt:

    hannes rockenbauch und max herre
    http://vimeo.com/47513950

    hattet ihr das schon?

  • giano sagt:

    ja gut, konntet ihr noch gar nicht haben, ist ganz aktuell und eigentlich auch ganz fresh.

  • martin sagt:

    jetzt hammers ja, thanks

  • Martin Sp. sagt:

    “Hannes, erzĂ€hl, was machst?” Boah, voll kĂŒhl 🙂

  • L. sagt:

    “Der Anbieter der FlĂ€che muss den Turner ja schon unglaublich mögen. Laut Liste kostet die FlĂ€che pro Monat ca. 84.000 EUR inkl. Produktion. Angeblich hat Turner dafĂŒr nichts zahlen mĂŒssen
”

    Wenn die 84.000 kostet muss ja das Sans ne Goldgrube sein, wenn die Ihr Suppen-Plakat da auch aufhÀngen konnten. Nicht zu vergessen dann noch das Agenturshonorar, wobei das ja eher in der Kombination ein Freundschaftsdienst ist.

  • texter sagt:

    einen brezelmeister ins rathaus wÀhlen? nö!
    soll er doch lieber weiter werbung machen, wo er das doch so toll kann…

    http://www.kontextwochenzeitun.....rzen-filz/

  • trinki sagt:

    Nichts wirbt schlechter fĂŒr eine Mega-GroßflĂ€che als eine megaleere Mega-GroßflĂ€che. Da hilft man sich schon mal gegenseitig. Win-Win, quasi.

  • L. sagt:

    Stimmt, eigentlich ne gute Idee fĂŒr alle die dort oder auf anderen GroßflĂ€chen werben wollen: Es zeigt einfach so lange niemand Interesse an der GroßflĂ€che, bis der Vermieter wieder kostenlos die FlĂ€che zur VerfĂŒgung stellt. Dann braucht man nur die richtigen Kontakte oder ist schon im nĂ€heren Umfeld aktiv geworden, etwas GlĂŒck und kann dann kostenlos darauf werben 🙂

  • Flo sagt:

    Und ich dachte, die anderen sind die Spaßkandidaten. So kann man sich tĂ€uschen …

    http://www.stuttgarter-nachric.....625a4.html

  • stegoe sagt:

    HĂ€ns DĂ€mpf „kann sich damit brĂŒsten, der einzig seriöse Kandidat fĂŒr die OberbĂŒrgermeisterwahl in Stuttgart zu sein“.
    http://die-partei-bw.de/index......8;Itemid=1

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