Slalom Skateboard Weltmeisterschaft 2012

(Alle Fotos von Petr Klein / Robert Thiele) 

Es ist die Urdisziplin des Skateboardings, aber führt seit Jahrzehnten ein Schattendasein: Slalom-Rennen. Am kommenden Wochenende können sich die Stuttgarter ein Bild von der Raserei zwischen Hütchen machen, denn der erfolgreiche Stuttgarter Slalom-Skater und Fotograf Robert Thiele hat die Slalom Skateboard Weltmeisterschaft 2012 in den Kessel geholt. Am Sonntag, 29. Juli wird der Giant Slalom in der Etzelstraße am Bopser ausgetragen. Hab Robert für die LIFT Juli Ausgabe interviewt. 

Slalom-Weltmeisterschaften in Stuttgart – wie kam es dazu?

Anfang des Jahres gab es eine kurzfristige Absage eines anderen Organisator aus Grenoble. Alle Slalom-Rennen werden von den Skatern selbst organisiert. Da die Zeit davon rannte, habe ich mich entschieden, die WM in Stuttgart zu veranstalten. Wir konnten die meisten Punkte erfüllen und bekamen den Zuschlag.

Wo wird genau gefahren?

Der Straight Slalom am Freitag, 27. Juli und der Hybrid Slalom am Samstag, 28. Juli werden im Scharnhauser Park in der Parkallee ausgetragen. Am Sonntag, den 29.07 findet der Giant Slalom der Etzelstraße am Bopser statt. Im Anschluss des Giant Slaloms, wo man Geschwindigkeiten um  die 40 km/h erreicht, gibt es eine Show der besten Fahrer, damit sich Stuttgart ein Bild der schnellsten Slalomer der Welt (bis zu fünf Hütchen pro Sekunde!) machen kann. Als Abschluss gibt es die Gesamtsiegerehrung von allen drei Tagen.

Wie läuft so ein Contest ab?

Grundsätzlich wird immer parallel gefahren. Pro umgeschmissenes Hütchen wird eine Strafe von 0,1 sec. zu der gefahrenen Zeit addiert. Nach den Qualifikationsläufen erreichen die 16 schnellsten Skater das Finale. Dort starten der 1. gegen den 16., der 2. gegen den 15., der 3. gegen den 14. und so weiter. Derjenige mit kürzeren Zeit erreicht die nächste Runde (Top 8). So geht das bis ins Finale.

In den Qualifikationsläufen wird die Zeit einzeln gemessen. Daher spielt es keine Rolle, wenn der eine evtl. etwas früher startet als sein Gegner. In Finalläufen gibt es nach drei “Pieps”-Signalen einen vierten Piep, der die Zeit für beide gleichzeitig startet. Das vierte Signal wiederum ertönt aber unregelmäßig zwei und sieben Sekunden nach dem dritten Piep, was für zusätzliche Spannung sorgt.

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=8TExSWE9uQ8[/youtube]

Wie stark ist das Fahrerfeld bei dem Wettbewerb Ende Juli?

Wir haben über 90 Fahrer in vier Kategorien am Start. Die meisten der Top 20 PRO Weltrangliste sind dabei. Das Niveau steigt seit Jahren, so dass wir uns ein attraktives Rennen versprechen bei dem es keine klare Favoriten gibt.

Was erhoffst Du Dir persönlich bei den Wettbwerb in deiner Heimatstadt?

Seit ich 2007 in den Slalom-Disziplin zurückkehrte konnte ich zwar einige Erfolge feiern, u.a. die dreifach Europameisterschaft 2009, aber für die WM in Stuttgart mache ich mir keine grossen Ambitionen. Das Fahrerfeld ist wie gesagt sehr stark und als Hauptorganisator werde ich im Laufe des Wettbewerbs eher mit anderen Dingen beschäftigt sein haben.

Wir sind eine kaum bekannte Randsportart. Weltweit sind nur etwa 2000 Slalomer aktiv. Deswegen freue ich mich, den Stuttgarter Slalom in bester Qualität präsentieren zu können. Das ist für mich der größte Gewinn bei der Sache.

Slalom Weltmeisterschaft 2012
von Freitag 27. bis Samstag 28. Juli – Scharnhauser Park 
Sonntag, 29. Juli – Etzelstraße, Bopser 
www.slalomranking.comsk8slalomworlds.com
 

3 Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.