Andrea den Stecker ziehen

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Breaking News: Die Route der Rollerausfahrt wird abgeändert. Es geht nach Großaspach. Zur Andrea und zum Uli. Das Top-Event am Samstag, catering by Sonnenhof, Roller bitte an die Leine nehmen.

Stimmt nicht. “Du hast mich tausend Mal belogen”, summe ich vor mich hin, auch wenn ich das Lied und die Melodie nicht kenne. Kurz Youtube an. Monströse Ventilatoren auf der Bühne. Guter Euro-Dance-Beat. Bisschen Moombahton Style. Heute Abend mal ausprobieren in der Schräglage. Obwohl Moombahton, das ist Passions Revier. Ist das erste Album von Andrea Berg eigentlich auch unfickbar, Mischi?

Ob unfickbar oder nicht, Andrea Berg hat jedenfalls dieselben Probleme wie jedes nicht mehr in Stuttgart stattfindende Techno Open Airs: die Lautstärke. Hab bisschen gelacht in meiner unfickbaren Mittagspause, die Faust geballt und laut geschrieen: Das ist Gerechtigkeit! Jawohl! Dreht der Fudd in ihrer Leder-Corsage den Saft ab!

(This Daumen contains a sample of Nagelstudio Großaspach courtesy of Germanys Next Top Nagel) 

Warum soll es der besser gehen als z.B. damals dem Semf aufm Killesberg? Zwei Minuten Musik an und schon wird bei der Polente angerufen. Tschuldigung, isch voll laut heute, kann nicht in Ruhe meinen Rasen mähen.

Aber nee, dachte ich mir später, ich brech eine Lanze für Andrea Berg. Die soll spielen. Laut. Vollgas. Einmal im Jahr muss man das doch aushalten. Aber Techno auch! Kann doch nicht so schwierig sein. Wenigstens einmal. Geht doch auch nur bis 22:00 Uhr.

Ob in der Comtech-Arena jemals itzeitze laufen wird, weiß ich nicht, aber Großaspach wird bzw. muss das am Samstag aushalten. Sonst wandert das Renommee ab. “Wir wären töricht, wenn wir Andrea Berg die Grundlage entziehen würden.” Ein starker Satz. Grundlage kenne ich nur vorm Auflegen.

Und sollte wirklich einer die Großaspacherische Leitkultur linkisch unterwandern, Kabel durchhacken, an der Anlage rumzündeln oder Frau Berg ordentlich ins Gesicht furzen, weil sie zu laut Moombahton singt, “dann würde er das Stadion wahrscheinlich nicht mehr lebend verlassen.”

Bäm. Das sind Ansagen. So viel Bürger-Solidarität und Support bräuchte man auch mal auf Open Air Events mit einem clubkulturellem Hintergrund.

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