Ratzer macht Überstunden

(Foto: Steffen Schmid)

Plattenkaufen ist immer eine Option – erst neulich wieder, als ich ursprünglich versucht hatte, eine Brille zu erstehen. Nach der achten Brille, die wirklich nicht kleidsam war, sagte ich zu der wirklich sehr bemühten Verkäuferin: “Hören Sie, vielleicht liegt es ja tatsächlich an meinem Gesicht!”. Eine sehr nette Frau: “DA kann ich aber echt nix machen”, hat sie gesagt.

Dann bin ich raus- und schnell ein bei Ratzers reingerannt. Geht immer. Da gibt’s auch kein Asyl-Hickhack wie bei Julian Assange. Wer Freitags reinrennt, darf ab Juli sogar noch länger bleiben.

Bei Ratzer Records steigt ab Juli der “lange Freitag”. Alte Säcke kennen das noch von früher, als die Geschäfte am langen Donnerstag ausnahmsweise bin 20:30 Uhr geöffnet haben durften. Wegen Bruttoinlandprodukt und so. Hinterm Verkaufstresen wurde das anscheinend gerne “Schlado” genannt: “Scheiß langer Donnerstag.”

Ratzer Records lässt sich da aber nicht lumpen, Karlheinz und Brigitte öffnen den kleinen Laden am Leonhardsviertel künftig Freitags bis 12 bis 22 Uhr auf. Mottomäßig geht auch die Wutz: Kaffee, Wein, Tapas, Snacks, Bierprobe und jeden Freitag eine Band des Tages. Startschuss: 6.7., 20 Uhr, Beastie Boys.

Mindestens genauso top: die bestuhlte Fanmeile, neuer Außenbereich. Zwei Tische, sechs Stühle und ein paar Blumenkübel. Speeddatingmäßig ganz weit vorne. Warm anziehen, Biergarten am Grundwassermanagement im Schlossgarten. Wurde sogar vom besten Pfarrer der Stadt eingeweiht: Reverend Reichsstadt (2.v.re.). Äh, okay: Kein Ratzinger-Späßle jetzt. Das alles und noch viel mehr dädädä bei Ratzer Records, Hauptstätter Str. 31.

(Foto: geklaut bei Facebook)

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