Hai Noon Hafen Picknick

Nachdem Christoph Sonntag den Max Eyth See gerettet hat, will Joe Bauer den Neckar beleben. Sauber, zwei zumindest scheinbar schwer unterschiedliche Charakter in einem Satz eingebaut.¬†Fiel mir nur ein, weil ich seit neuestem wei√ü wo Christoph Sonntag wohnt, bin n√§mlich neulich an seiner Butze vorbeigeradelt in Cannstatt. Standen zumindest zwei gebrandete Sonntag-Karren vor der Haust√ľre, glaub kaum, dass sonst noch jemand mit so etwas rumf√§hrt. Da fahr ich lieber Segway (watch out).

So eine richtige Bindung zu ihrem Fluss haben die Stuttgarter nicht, denk ich mir manchmal. Und schon gar nicht zum Hafen. Also ich hab selbst auch keine gro√üe Beziehung zum Neckar, au√üer vielleicht daran entlang radeln oder joggen. Liegt vielleicht auch daran, dass der Neckar sich nicht mitten durch die Stadt schl√§ngelt, wie andere gro√üe Fl√ľsse wie die Fils, die Rems oder die Glems, und vielleicht auch nicht ganz so attraktiv gestaltet ist, bisschen Stadtstrand hier, bissle ENBW da, bissle M√ľllverbrennungsanlage dort.

Joe Bauer sieht das scheinbar √§hnlich (“Stuttgarts vergessener Fluss”) und veranstaltet deswegen nach drei Ausgaben auf der fahrenden MS Wilhelma seinen n√§chsten Flaneursalon am Neckarufer “zwischen Wasser, Weinbergen und Schrotth√ľgeln”. Am Sonntag, 24. Juni stellt die Firma Stahlbau Heil ihr (√ľberdachtes) Gel√§nde zur Verf√ľgung (zwar Viertelfinale, aber ohne eventuelle deutsche Beteiligung, hat der Veranstalter schon durchgerechnet und die Kickers haben eh spielfrei), das noch nie bespielt wurde. Erkl√§rtes Ziel der Veranstaltung:¬†“Wir wollen helfen, den Neckar und den Hafen von Stuttgart ins Bewusstsein der Menschen zu holen. Man hat diese einzigartige Stuttgarter Stadtlandschaft zu lange ignoriert.”

Bevor um 19:00 Uhr das Programm mit u.a. Putte & Edgar, Beatboxer Pheel, Dacia Bridges, Roland Baisch & The Countryboys und Joe Bauer himself auf einem Eisenbahnwaggon als B√ľhne startet, wird ab 16:00 Uhr gegrillt, das Theaterhaus k√ľmmert sich um die Gastronomie, au√üerdem kann jeder auf den offenen Grill sein eigenes Zeug drauflegen, denn “jeder kann seine K√ľhlbox zum Picknick anschleppen, ohne von Security-Typen verm√∂belt zu werden.” Nicht verm√∂beln werden klingt schon mal gut, Hafen und Neckar kennenlernen sowieso.

Flaneursalon im Fluss
Sonntag, 24. Juni, ab 16:00 Uhr, Programmbeginn 19:00 Uhr 
Neckarhafen, 70327 Stuttgart
Stahlbau Heil, Mittelkai 12 – 16
Anfahrt √ľber B 10, Ausfahrt Hedelfingen
www.musiccircus.de & Kartentelefon: 07 11 / 22 11 05

9 Comments

  • joe sagt:

    Das ist ein Freude!

  • DeutschistkeineSchande sagt:

    Könnte bitte mal die Schwabenseggl-Scheisse aufhören? Es reicht jetzt echt!
    Um in Eurer Sprache zu bleiben: bisschen

    Es ist ja genug, wenn ihr, die Bayern und die Hessen euer Geld an den Rest der Republik verteilt. Aber bitte nicht mehr.

  • Martin Sp. sagt:

    Hach, ich muss den Klugscheisser-Modus hochfahren: Stuttgart liegt nicht am Neckar, sondern am Nesenbach. Cannstatt liegt am Neckar ūüėÄ

  • kutmaster sagt:

    @DikS: √Ėhm, ich gehe jetzt erstmal schnell nach Berlin, ein paar Mieter k√ľndigen und du erkl√§rst mir den Zusammenhang zwischen Schwabenseggl-Scheisse, Geld verteilen, dem Rest der Republik und diesem Artikel.

  • TG sagt:

    @Kut: danke f√ľr die Frage, die h√§tte ich sonst gestellt
    Ansonsten: subber sach, da kann geh ich glatt hin!

  • martin sagt:

    liebe bisschendeutschschande, wir gestalten das hier so wie wir das f√ľr richtig halten und h√∂ren garantiert auch mit irgendwas nicht auf, nur weil das einer meint uns sagen zu m√ľssen.

  • Jazzlinger sagt:

    @DikS K√ľndige doch dein Abo!

  • whatever sagt:

    Sehr geil!

    War letztes Wochenende in Frankfurt und war ein bissi traurig wie die den Fluss in ihr Leben integrieren! Und bei uns? Ein Stadtstrand von dem man den Fluss nicht mal sieht?

    Recht so dass der vergessene Fluss reanimiert werden sollte! Nur das mit dem Viertelfinale k√∂nnte da ein Problem werden ……..

  • LiquidBlue sagt:

    @whatever

    Volle Zustimmung…sp√§t. wenn man beim Museumsuferfest oder √§hnlichen Veranstalungen war, wei√ü man was f√ľr eine tolle Sache das ist.

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