Out now: Päng!

Das schönste Esszimmer der Welt, Einrad-Touren durch die Alpen, Porträts über Aussteiger, viel Natur und noch mehr zum selber basteln (u.a. Turnrucksäckle für Tobsen) füllen die erste Ausgabe des neuen Päng!-Magazins, das ab heute an den Kiosken und anderen Stellen erhältlich ist. 

Päng wird in Stuttgart produziert und in der ganzen Republik plus Schweiz mit einer Auflage von 12.000 Exemplaren verbreitet, Kostenpunkt 6 Euro. Der Kopf hinter dem Magazin heißt Josephine Götz, 25, und wir fragten sie, warum sie sich in das Abenteuer Heftles-Machen gestürzt hat. 

Die Idee zu Päng kam dir angeblich während deines Studiums, außerdem warst du angeblich gelangweilt vom gängigen Magazinangebot. 

Gelangweilt nicht – es gibt großartige Hefte meiner Meinung nach. Die kauf ich auch fleißig und verschling sie. Aber so eine Mickey Mouse für Leute in meinem Alter – ein ehrliches, unterhaltsames Heft, das mich nicht unter Zugzwang setzt oder ein schlechtes Gewissen macht, war bisher nicht dabei.

Und weil ich das gern kaufen würde, wollte ich es machen. Neben Cathrin Gehle als Artdirektorin und Patrick Graß für den Online-Auftritt haben wir über 20 Leute gefunden, die alles gegeben haben, dass Päng! auf den Markt kommt.

Bis ein Magazin erstmals auf den Markt kommt, gibt es einiges zu tun. Skizzier ungefähr, wie deine letzten Monate verliefen. 

Bachelorarbeit abgeben, Businessplan für den staatlichen Gründungszuschuss erstellen, kleines Büro im H7 mieten, 3 Monate später wieder ausziehen, im Haus der Wirtschaft nach Fördergeldern fragen und als „kommerzielles Printmagazin“ abgewiesen werden, Päng! als Wortmarke beim Patentamt anmelden, Mediadaten erstellen und Rundschreiben für potenzielle Anzeigenkunden verschicken, kleinen Trailer mit Marika aus München drehen, um auf der Website für Interessierte ein Gefühl für das neue Heft zu vermitteln, Platz im WG-Zimmer für’s Homeoffice machen, mit den anderen Wahnsinnigen abends im Rappen sitzen und ein Heft füllen und eine Preiew-Party organisieren, mit den Mitbewohnern die „Verlagslieferung“ der Druckerei entgegen nehmen und in den 3. Stock tragen, mit Freunden nächtelang 1000 Umschläge und Päng!Beutel packen und bestempeln, nach einer großartigen Previewparty im Speakeasy mit Headpäng!ing zum Schluss am nächsten Morgen bei DasDing zum Interviewtermin dasitzen und keine Stimme mehr haben. Und heute zum ersten Mal das Heft im Handel sehen.

(Artdirektorin Cathrin Gehle (l.) und Herausgeberin Josphine Götz) 

Was will Päng!?

Päng! will vor allem gelesen werden. Gern so richtig drin rumgeblättert beim Lesen und Seiten rausreißen zum Basteln. Z.B. die Papertoy-Anleitung von Martin Graf – wenn wir jemanden im Park sehen sollten, der die nachbaut, während Päng! daneben liegt – dann drehen wir durch.

Wie kamen die Themen der ersten Ausgabe zustande, beim ersten Durchblättern ein etwas kurioser Mix. 

Kurios – gern, ein Konzept gibt es aber schon dazu. Päng! ist in drei feste Kapitel aufgeteilt, die Bestandteil jeder Ausgabe sind. In „Das wilde Leben“ wird alles rausgelassen: Was den Leuten durch den Kopf geht, wie sie ihre freie Zeit verbringen.

Im Kapitel „Selber machen“ liefern wir leicht nachmachbare Do-it-yourself-Anleitungen, u.a. im ersten Heft, wie man seinen Drahtesel frühjahrstauglich macht oder was es beim Baumhausbauen zu beachten gibt.

Im letzten Teil „Alles außer Kunst“ gibt’s dann richtig auf die Fresse. Nein, Quatsch. Wir wollen ein vielseitiges Heft mit großen Themen zum Lesen, Anleitungen zum Nachmachen und „kuriosen“ Sachen zur Unterhaltung liefern.

Dabei steht jedes unter einem gewissen Thema, das Debüt läuft “Endlich wieder draußen spielen”. Die Linie kann ich bei der ersten Ausgabe noch nicht ganz erkennen. Schränkt man sich damit nicht auch nicht automatisch zu arg ein?

Kommt drauf auf, wie man es betrachtet. Das Thema des Heftes ist nicht die Überschrift vom Heft – sondern ein Motto, das Lust auf Päng! machen soll und sich unverkrampft durchs Heft schlängelt. „Endlich wieder draußen spielen!“ – nach einem langen harten Winter haben wir wieder Frühling und können uns bei guten Wetter in den Park legen oder raus auf den Balkon setzen. Für genau diese Stunden soll Päng! eine neue Lektüre sein.

Ich hab neulich zu einem Kollegen gemeint – reine Gefühlssache, ohne es gesehen zu haben – Päng wird das Heft für die „Kauf dich glücklich-Generation“. Als ich das Heft in der Hand hielt, fühlte ich mich bestätigt. Wo seht ihr selbst eure Leserschaft?

Wir freuen uns über jeden Pängster, der mit dem Heft eine gute Zeit hat ;). Die Leute, die uns bisher schreiben und im Onlineshop ein Heft bestellen oder beim Päng!Street Team mitmachen wollen, könnten unterschiedlicher nicht sein. Ich hatte auch schon einige Ü40 am Telefon, die mehr zum Heft wissen wollten – genauso Jungs, die von Kauf dich Glücklich ganz sicher noch nichts gehört haben. Aber ist doch toll – denen kann ich dann sagen, dass es Päng!, wenn sie es am Kiosk nicht finden, auch im Kauf Dich Glücklich-Store kaufen können.

Was sind die nächsten Überthemen?

Das Motto vom zweiten Heft, das am 04. Juli erscheint lautet „Auf zu neuen Abenteuern!“ Ein Thema mit viel Spielraum. Redaktionell kann ich schon soviel verraten: Zwei Mädels nehmen uns mit zum Trampen nach Frankreich, eine andere Geschichte spielt auf einem Floß.

www.paengmagazin.de

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