Herbertz reloaded

kessel.tv Streetview

 

Ojemine ojemine – wenn der RAM heimkommt, gibt’s bestimmt Stunk. Dann müssen wir’s ihm sagen:

— Duhu? Onkel Martin? Wir haben was ganz Schlimmes gemacht.

— Na, was habt ihr denn wieder angestellt, Ihr Lauser?

— Wir haben Deinen Blog versaut. Aber der Thorsten hat angefangen!

Damit es soweit nicht kommt und die Abozahlen nicht weiter sinken, hier ganz ganz schnell ein 100% Stuttgart Thema. Stuttgarter geht’s gar nicht. Das ist 7000 Stuttgart 1. Inner Circle. Urbanes Urgestein. Herbertz hat renoviert!

Wollte ursprünglich ja die geschmeidige Einleitung bringen: wer Tee sagt, muss auch Kaffee sagen. Hatte dann aber plötzlich einen audiovisuellen Ohrwurm wie ein Tupac Hologramm im Kopf von dieser Nervensäge aus der Giotto Werbung: “……passt gut zum Kaffee — und was ist mit Tee?”

Ohrwürmer sind was schlimmes. The song “the final countdown” is now playing in your head.  Ein Filmemacher hat mir neulich erzählt, das sie am Set – wie die Filmfuzzies zu “auf Arbeit” oder “auf Bohre” sagen – immer ein Spiel spielen: einer summt etwas mit Ohrwurmcharakter und für jeden, der sich an der Melodie infiziert, gibt es einen Punkt.

Hmhmhmhmhmhm…hm mhmhmhmhmmmhmhm. Das war “so what” von Pink – für alle, die es nicht erkannt haben. Fies gell?

Kim oder Kevin, einer von beiden. 

So – und nach ein paar Takten Musik, wie der SWR immer bei Heute im Stadion sagt, jetzt endlich ein paar Takte Lokalkolorit: Die Espressobar Herbertz im Heusteigviertel hat umgebaut. Es tut sich eh einiges gastronomisch in der Stadt: Hier oder hier und sogar hier. Wir überlegen gerade alle bei kessel.tv, einen Marzipan-Lieferservice aufzumachen.

Nach 20 Jahren hat das Herbertz den ollen Omaschrank aus der Ecke gerissen. Die beiden Brüder Kevin und Kim machen ihre Sache und ihren Kaffee ja bekanntermaßen gut. So auch das kleine facelifting. Bei vollem Betrieb. Und ohne Gäste-müssen-mitanpacken. Innen haben sie ein bisschen mehr von der alten Metzgerei, die das wohl mal war, freigelegt.

Spielecke ist auch neu.

Und auch im Außenbereich dank neuer Bestuhlung ein Hauch mehr Berlin.

Der Kaffee ist gleich gut geblieben. Und die Menschen hinter dem Tresen gleich gesprächsbereit – oder auch das Gegenteil.

Und wenn man sich an die Fütterungszeiten hält, kann man im Herbertz auch nach wie vor ziemlich sicher seine Peer-Group treffen:

7.00 – 8.00 Uhr – Mitdreissigerinnen mit Yogamatte unterm Arm. Vom Pilates kommend und zum Daimler gehend.

8.00 – 9.00 Uhr – Hohe Anwalts- und Architektendichte. Mehr Blackberry als iPhone. Keine Chance auf eine freie Zeitung.

9.00 – 10.00 Uhr – Die Stunde der Selbständigen und Anwohner. Kinderwagen, beste Freundin, Küsschenküsschen, lange nicht gesehen, kann ich meinen Kulturflyer bei Euch auslegen?

10.00-11.00 Uhr – ???? muss jemand anders sagen. Irgendwann muss man ja auch mal arbeiten.

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