The Soul of KTV (17)

Welcome to the Pleasure Dome, der Soul ist zurĂŒck in der Stadt und der Funk hat schon den Zweitwohnsitz angemeldet. Musik, Partys, Konzerte und ich fang lieber an bevor mir schwindelig wird. Los!

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Bissle Eigenlob zum Anfang: Die erste The Soul war super, hat Spaß gemacht wieder mal mit Tom aufzulegen, hat Spaß gemacht wieder mal den ganzen Abend nur Soul und Funk aufzulegen, es war voll, die Leute haben getanzt und viele Bekannte waren auch noch da. Was will man mehr.

Bei der zweiten Ausgabe am 10. MĂ€rz ist mein Kumpel Tilli aka DJ TK zu Gast, von ihm hatte ich hier schon mal nen Mix und er ist der klassische “Bedroom-DJ” – was u.a. zur Folge hat, dass immer viele seiner Freunde kommen, wenn er dann mal außer Haus auflegt. Kann ja nur gut werden.

The Soul
Sa 10. MĂ€rz, 22 Uhr
Wurst & Fleisch, RotebĂŒhlplatz

DJ Thorsten W.
DJ TK

Hier zusagen

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[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=9RSXJUG8Sa0[/youtube]

Boah, gleich mal nen Knaller am Anfang. Soul aus Malaysia? Hatte ich jetzt so auch nicht direkt auf dem Schirm. Yuna kommt aus Malaysia, und als EinflĂŒsse nennt sie die Cardigans und Coldplay – soulig hört sich ihre erste Single “Live Your Life”, die Ende Februar auf einem New Yorker Label erschienen ist, trotzdem an. Was natĂŒrlich daran liegen könnte, dass Pharrell Williams sie produziert hat. Das Album wird dann fĂŒr April erwartet.

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[dailymotion]http://www.dailymotion.com/video/xoliax_estelle-thank-you_music[/dailymotion]

Ja ja, der Fluch des großen Hits. Irgendwie hat den auch Estelle getroffen, weil nach dem Megabrett “American Boy” mit Kanye hat alles irgendwie nicht so richtig gefruchtet – da hat auch ein von David Guetta produziertes Album nix geholfen. Immerhin war “One Love” von Guetta mit Estelle an den Vokals einigermaßen erfolgreich.

Jetzt ist sie mit dem neuen Album “All of Me” wieder am Start, das im Februar/MĂ€rz erscheint, und die erste Single heißt “Thank You”. Geht durchaus in Ordnung, gefĂ€lliger R’n’B, der aber halt doch nicht an die “alten” Sachen ranreicht.

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Miles Bonny hab ich immer noch nicht so richtig auf dem Schirm – aber vielleicht sollte ich mir mal ein paar Sachen reinziehen. Denn der Bootleg, den er selber gemacht hat, kann wirklich Einiges – der soulige Gesang nimmt dem Timbaland-Beat das Synthetische.

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[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=CmDcWr1yqCc&feature=youtu.be[/youtube]

Ja hey, Soul und Jazz, so wie Bruder und Schwester oder Großonkel und Nichte, oder so. Gregory Porter ist ein Jazz-SĂ€nger, der erst 2010 sein erstes und jetzt im Februar sein zweites Album veröffentlicht hat. Daraus ist dieser wunderschöne Song “1960 What?”.

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[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=Zo_hbrxfDZ4&feature=youtu.be[/youtube]

Baby Sol aus England macht auch schon eine Weile Musik, hat aber erst im Oktober ihre erste Solo-EP rausgebracht – “No No” erinnert stellenweise etwas an “Easy” von Lionel Richie, ist sonst aber ein schön fluffiger Song fĂŒr wĂ€rmere FrĂŒhlingstage.

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[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=kvlFWmvgeVI&feature=youtu.be[/youtube]

Jessie Ware kommt ebenfalls aus England und wurde u.a. durch eine Kooperation mit dem omniprĂ€senten Londoner Produzenten SBTRKT bekannt. Ihr eigener Song “Running” hat einen ganz besonderen und durchaus raffinierten 80s-Flavour, ist aber trotzdem absolut auf der Höhe der Zeit. Interessant!

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Ich hab ja nix gegen von Marken gesponserte Musikproduktionen, so lange dabei gute Musik rauskommt und die dann auch noch umsonst rausgegeben wird – so wie “DoYaTing” von den Gorillaz, von denen ich ja immer gern mal was Neues höre. Hier ist es eine von Converse prĂ€sentieret Kollabo mit Andre 3000 von Outcast und James Murphy vom LCD Soundsystem – und interessanterweise kommt der Einfluss von allen drei Parteien gut zur Geltung, ohne unhörbaren Matsch draus zu machen.

Hier kann man den Track runterladen.

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[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=me9yZJ72DcQ&feature=youtu.be[/youtube]

Der nĂ€chste Song ist eigentlich auch ein richtiges Brett, Kopfnicken ab dem ersten Beat. Und Jazz-BasslĂ€ufe gehen bei mir eh immer. Teedra Moses hat schon mit Raphael Saadiq zusammengearbeitet, spielt ansonsten mehr live als sie Platten macht, wurde jetzt aber als erste weibliche KĂŒnstlerin auf Rick Ross’ Maybach-Label gesignt und triff hier auf Rapper Wale.

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[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=Ey_HwYzcSyA&feature=youtu.be[/youtube]

Kommen wir zu einem wichtigen Soul-Thema in diesem noch jungen Jahr und zu einem der abgefahrensten Remixe, die ich kenne. James Blake (der mit “Limit to your love”) hat auf BBC Radio 1 “Left & Right” von D’Angelo mal krass durch den Mixwolf gedreht – und ich glaube Stimme runterpitchen ist seit dem Jamie XX-Remix von Adele das neue hochpitchen, falls jemand versteht wovon ich rede.

Ansonsten natĂŒrlich mega-wichtig, D’Angelo hat Konzerte in Europa gegeben, und man fragte sich: Wie wird er sein? Wird er ĂŒberhaupt kommen? Wird er die Auftritte im Amy Winehouse-Drunkystyle hinlegen? Aber abgesehen davon, dass er ein paar wenige Konzerte wegen Krankheit absagen musste, sieht das alles auf den Videos, die so rumgehen, ziemlich sauber und cool aus. Abgesehen davon, dass er meiner Meinung nach jetzt nicht mehr soo das Sexsymbol wie vor 15 Jahren ist, aber ich kann das ja auch nicht beurteilen.

Hier zwei Beispiele, einmal aus Stockholm und einmal aus Paris:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=etxFu7HgeB0&feature=youtu.be[/youtube] [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=Xs_2JKTHYJU&feature=youtu.be[/youtube]

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[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=ElM9u4AbL7A[/youtube]

Kommen wir zu weiteren Remixen, bevor diese nahtlos in die FundstĂŒcke ĂŒbergehen: Ein Mann namens Okarola hat Tom’s Diner von Suzanne Vega (einer meiner Lieblings-90er-Hits) mit der Titelmelodie von “Taxi Driver” mit Robert de Niro und “Machine Gun” von Portishead zusammengemixt. Wuaaah, was fĂŒr ein Teil! Und dazu noch mit den Filmschnipseln – Burner!

Kann man hier auch runterladen:

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[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=xUXB760an44&feature=player_embedded#![/youtube]

Im Vergleich zu seinen sonstigen Sachen ist dieser Edit von Featurecast relativ dezent und zurĂŒckgenommen – das wunderschöne “One Step Ahead” von Aretha Franklin unterlegt er nur ein wenig mit Beat und ein paar Yeahs, und man hört ganz gut, was der Unterschied zwischen einem Remix und einem Re-Edit ist.

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[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=QkzLyDTwHJg[/youtube]

Die Jazz- und SoulsĂ€ngerin Etta James ist leider am 20. Januar gestorben, ein Mann namens Lucky Paul erweist ihr mit einem ebenfalls relativ dezenten und besonderen Remix eines ihrer grĂ¶ĂŸten Hits, “I’d Rather Go Blind” die Ehre.

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[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=ANp-b3mXCLM&feature=player_embedded#![/youtube]

Boah, Remix-Edition oder was? Noch ein Hammer-Teil, Remixe und Mash-Ups sind nicht tot, aber sowas von nicht! Amerigo Gazaway hat Instrumentals von der Afrobeat-Legende Fela Kuti genommen und Acapellas von De La Soul drĂŒbergepackt – und das passt ausgesprochen gut! Herausgekommen ist ein 8-Track-Mixtape namens Fela Soul, das man hier umsonst runterladen kann.

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Ja, eigentlich wollte ich speziell was zum Thema Whitney Houston machen, vielleicht sogar ein The Soul-Special oder nen Mix – dann hab ich aber gemerkt, dass ich von ihr nur zwei Songs auf der Platte habe, also war sie mir wohl vor ihrem zu frĂŒhen Ableben auch nicht so wichtig. Traurig natĂŒrlich trotzdem.

Aber hier ein wirklich sehr schöner Mashup von The Hood Internet, wo Whitney und Chromeo zu einem zeitgemĂ€ĂŸen TanzstĂŒck kombiniert wurden. Kann man auch runterladen.

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[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=FIcPCr1y18U&feature=youtu.be[/youtube]

Bevor es noch mehr Musik zum Runterladen und Kaufen gibt, hier noch ein echtes FundstĂŒck: David So und Paul Kim scheinen zwei YouTube-BerĂŒhmtheiten zu sein, ich kannte sie bisher nicht, aber hier treten sie wohl zum ersten Mal gemeinsam vor die Kamera und performen ein sehr tightes History-of-R’n’B-Set, inklusive des Cameo-Auftritts irgendeines brĂŒhmten R’n’B-SĂ€ngers, den ich wieder ebenfalls nicht (er-)kenne.

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[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=pqwKUZJHZQE&feature=player_embedded#![/youtube]

Jetzt noch ein Thema, das ich vielleicht zur festen Rubrik mache: Songs, die ich bei The Soul (wieder-) entdecke, weil der andere DJ sie spielt. Bei Tom de Beyer hab ich mir ein paar Sachen aufgeschrieben, “I Wouldn’t Change A Thing” von Coke Escovedo (oben) zum Beispiel ist so wunderschön dass ich den Song seit Wochen nicht aus dem Kopf kriege. DJ Nobody meinte bei Facebook, das wĂ€re ein alter B-Boy-Klassiker – aha!

Außerdem hab ich mir noch “Is It Something That You Got” von Tyrone Davis, “Scorpio” von Dennis Coffey und “You” von Marvin Gaye aufgeschrieben.

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Und wieder zu den Mixtapes: Roses Gabor ist wieder so eine KĂŒnstlerin, ĂŒber die man nicht viel rauskriegt – sie hat auch mit SBTRKT zusammengearbeitet, sie hat eine Facebook-Seite und sie hat ein Mixtape mit ihren sonstigen Kollaborationen machen lassen – und das sind nicht wenige. Insgesamt vielleicht etwas anstrengend, aber nicht uninteressant. Kann man hier umsonst runterladen.

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Ein Mixtape bzw. eine 7-Track-EP hat auch Rapper Brother Ali rausgebracht, und natĂŒrlich ist das mehr Rap als Soul – aber mit ganz viel Soul drin, so wie’s mir gefĂ€llt. Die Beats haben Jake One und Ant gemacht, und ein richtiges Album soll auch bald kommen. Bis dahin kann man die EP anhören und hier runterladen.

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Und noch mal Gratis-Musik: Greg Wilson, einer der großen Re-Editer und seit Anfang der 80er in den Discos dieser Welt prĂ€sent, hat ein aktuelles Mixset von sich aus dem Soup Kitchen in Manchester online gestellt, und ĂŒber zwei Stunden zeigt er in erstaunlicher Perfektion, wozu Re-Edits einst erfunden wurden. Listen and learn!

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http://www.youtube.com/watch?v=AO8im8UMubw&feature=youtu.be

Diese Compilation hatte ich schon vor lĂ€ngerer Zeit angekĂŒndigt – jetzt gibt es sie endlich zu kaufen: Philadelphia International – The Re-Edits. Unser Frico durfte obigen Edit fĂŒr das StĂŒck mit dem fantastischen Namen “Dance Turned Into Romance” von den Jones Girls beitragen, den ganzen schönen Rest vom SchĂŒtzenfest gibt’s auf Doppel-CD zum Beispiel bei Amazon – und leider (noch) nicht bei iTunes.

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Kommen wir zu den Veranstaltungen, und die mĂŒssen diesmal sein, denn es steht Großes bevor!

Das speakeasy entwickelt sich erfreulicherweise langsam zur echten Soul-HeimstĂ€tte – mit Radio Heartbeat, Get Down, Club Miaow und demnĂ€chst auch The Soul wird hier einiges an schwarzer Musik mit Seele geboten.

Der nĂ€chste Event ist Get Down mit Änna, D-Nice, Crischa und Rockin’ Sebastian am 2. MĂ€rz, am 5. April (vor Karfreitag) gibt es dann die erste The Soul im speakeasy mit Besuch aus MĂŒnchen, und fĂŒr die restlichen Dates kann man einfach die Facebook-Seite checken.

Und auch in Sachen Konzerten gibt das speakeasy Gas – am 24. MĂ€rz ist zum Beispiel Flo Mega aus Hamburg mit seinen Ruffcats am Start, im Anschluss gibt’s dann gleich die Aftershowparty “What The Fuck” mit Skully, Tom de Beyer, Crischa und Rockin’ Sebastian.

Ich persönlich freue mich ja besonders auf das Konzert von Jonathan Jeremiah am 16. MĂ€rz im Zapata – seinen Song “Happiness” hab ich hier schon mal vorgestellt, und ich geh immer noch drauf ab:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=ZjsbbdsFOOU&feature=youtu.be[/youtube]

Und mindestens genau so hab ich mich gefreut, dass Michael Kiwanuka auf Europa-Tour kommt – u.a. ist er am 19. April in ZĂŒrich und am 22. April in MĂŒnchen. Ich hoffe, dass ich Leute finde die mitfahren – zwei haben sich schon gemeldet. Hier noch mal sein Über-Song “Tell Me A Tale”, den ich ebenfalls hier schon vorgestellt habe:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=xTa28a8QKo4&feature=youtu.be[/youtube]

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Und um das Soul-Paket fĂŒr heute voll zu machen gibt’s diesmal auch wieder einen Mix – die Blue Magic-Party war am Samstag (hatte ich hier ja angekĂŒndigt), und DJ Emilio hat passend dazu einen feinen Funky Breaks & Grooves-Mix zusammengestellt, den es am Abend fĂŒr die ersten GĂ€ste auch auf CD gab.

Alle anderen können ihn hier anhören – viel Spaß damit!

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